1_Beurteilen und Bewerten im KU — Peez
Vorwort
Herausforderung des Beurteilens, Bewertens und Benotens im Kunstunterricht.
Variabilität der Maßstäbe und Kriterien für Leistungsbewertungen.
Buch bietet 28 Beiträge zur Bewertung im Kunstunterricht.
Leitmotive: Pluralität, Kontext, Transparenz, Motivation.
Inhalt des Buches
Vielfalt der Kunstpädagogik und ihrer didaktischen Ansätze wird behandelt.
Schwerpunkte auf:
Zeichnung und Malerei.
Analoges, materialbezogenes Gestalten.
Digitale Verfahren, Druckgrafik, Fotografie und Film.
Plastisches Arbeiten.
Unterrichtsmethoden reichen von festgelegten Aufgaben bis zu offenem Unterricht.
Bewertungskriterien
Pluralität / Vielfalt
Vielfalt der Inhalte, Methoden und Ansätze zur Leistungsbewertung.
Unterschiedliche Unterrichtseinheiten werden Schritt für Schritt erläutert.
Kontext / Zusammenhänge
Berücksichtigung des Kontexts bei Bewertungsmethoden.
Praxisbezug unerlässlich.
Transparenz / Klarheit
Offenlegung relevanter Faktoren für das Unterrichtsgeschehen.
Schwierigkeiten in der Unterrichtsdarstellung werden thematisiert.
Transparenz als Gütekriterium.
Motivation / Ermutigung
Bewertungen sollen positiven Einfluss auf Lernmotivation haben.
Ermutigung ist zentral.
Lernfortschritte via Beschäftigung mit künstlerischen Themen werden vermittelt.
Unterrichtsentwürfe
Unterrichtsentwürfe für Jahrgänge 3 bis 13, fokussiert auf die Bewertung bildnerischer Arbeiten.
Bewertungsbögen und Kriterienkataloge zur Unterstützung der Bewertung.
Kritische Reflexion
Beurteilung und Bewertung in der Kunstpädagogik
Wichtigkeit von Transparenz in der Bewertungsmethodik.
Vermeidung von unkritischem Lob und Ehren.
Bewertung im offenen Unterricht
Methoden zur Portfolioeinführung im Stationenunterricht.
Kritische Auseinandersetzung mit individuellen Lernwegen.
Unterschied zwischen Beurteilen, Bewerten und Benoten
Beurteilung = gewissenhafte Urteilsfindung.
Bewertung = Gewichtung des Ergebnisses eines Beurteilungsprozesses.
Benotung/Notengebung reduziert komplexe Leistungen auf Zahlen.
Funktionen der Note
Rückmeldefunktion (Schüler und Eltern).
Disziplinierungs- und Sozialisierungsfunktion.
Anreiz zur Lernentwicklung.
Selektions- und Klassifikationsfunktion im Bildungssystem.
Zwei Phasen des Bewertungsprozesses
Ermittlung der Beurteilungskriterien:
objektive, intersubjektive, subjektive Relationen und ästhetisches Empfinden.
Zensierung:
Zuordnung eines Gesamturteils zu einer Note oder Punktzahl.
Initiationsriten in der Prüfung
Prüfungen als Initiationsritus mit Druck und Ängsten.
Leistungsbewertung und Ritualisierung in Schulen.
Kritik an der Notengebung
Notengebung oft missverstanden, subjektive Elemente stark beeinflussen Bewertungen.
Anforderungen an die Lehrkräfte zur Reflexion und Reform der Bewertungsverfahren.
Pluralität der Bewertungskriterien
Kategorien wie mündliche Mitarbeit, Problemlösungskompetenzen, individuelle Leistungsniveaus, etc.
Gefahr der Checklistenbildung, die komplexe Schülerleistungen nicht vollständig abbildet.
Ästhetisches Urteil vs. Evidenzurteil
Spontane Bewertungen, oft weniger transparent und begründbar.
Notwendigkeit der kritischen Reflexion über Bewertungsprozesse.