6. Wissenswertes für die Planung einer Wellnessanlage
Planung einer Wellnessanlage
Allgemeine Überlegungen
Es gibt kein Patentrezept für die Planung einer Wellnessanlage.
Wichtig ist, vorhandene Gegebenheiten zu berücksichtigen und die Räume entsprechend zu planen.
Gelegentlich ist Unterstützung durch ein Planungsbüro sinnvoll.
Schlüsselbereiche der Planung
Die Planung gliedert sich in drei Bereiche:
Betriebswirtschaftliche Grundlagen
Allgemeine bauliche Anforderungen
Einrichtung und Ausstattung
a) Betriebswirtschaftliche Grundlagen
Kosten- und Erfolgsstruktur
Grundriss legt Kostenrahmen fest.
Wesentlich ist eine gute Planung vom Fachmann im Voraus.
Hotelumfeld und Gästeklientel
Welche Art von Gästen besucht das Hotel? (z.B. Tagungs- gäste, Kurzzeiturlauber)
Wie viele Zimmer gibt es im Hotel?
Angebotsplanung
Berücksichtigung allgemeiner Trends.
Nutzung von Marktnischen.
Gesundheitsschutz und Standards
Ergonomische Behandlungsplätze sind wichtig.
Standards sichern einen reibungslosen Ablauf und Qualität.
Maßnahmen einrichten um Kosten/Ressourcen zu sparen
nachhaltiges Heizen, Heizungskreislauf,
Zeitschaltuhren, Dämmung, LED‘s,
Öffnungszeiten überdenken, ebenfalls Beleuchtung des Außenpools zeitlich beschrenken
Grauwassersysteme implementieren,Wäscheprozesse optimieren
b) Allgemeine bauliche Anforderungen
Platzierung der Wellnessabteilung
Wo kann die Wellnessabteilung im Gebäude platziert werden?
Nachhaltigkeit soll ins Konzept aufgenommen werden; spricht neue Zielgruppen an (Green Wellness).
nachhaltig handeln = ökologisches, wertvolles Handeln und Leben und zusätzlich auf den Ressourcenhaushalt achten!
Wegführung und Bereiche
Vermeidung von Wegen, die Gäste und Therapeuten kreuzen.
Klare Trennung von reinem und unreinem Bereich.
Effiziente Planung
Nasszellen sollen bei mehrstöckigen Gebäuden übereinander angeordnet sein.
Ruheräume sollten weit entfernt von Technik und Toiletten liegen.
c) Einrichtung und Ausstattung
Atmosphäre und Räume
Gestalten einer angenehmen, gemütlichen Atmosphäre mit einem Stilmix.
Verwendung von gedämpften Farben und leiser Hintergrundmusik.
Tageslichtnutzung und pflegeleichte Fußböden sind wichtig.
Planbare Erlebnisfaktoren
Ordnung und Gastführung sind entscheidend.
Überlegungen zu nachhaltigen Maßnahmen im Wellnessbereich (z.B. Grauwasser nutzt für Spülungen, energieeffiziente Beleuchtung und Heizung).
Grundkomponenten einer kleinen Wellnessanlage
Notwendige Einrichtungen
Finnische Sauna, Dampfbad, Wärmebank mit Fußbecken,
Mindestens 1 Kalt- und 1 Warmdusche, Ruhebereich, Vorraum mit Umkleidekabine und Wertfächern.
Benötigter Platz für eine Standardanlage: 60 - 80 qm.
Schwimmbadintegration
Ein Schwimmbad von 5 x 10 m benötigt insgesamt ca. 130 qm.
Gästeanspruch
Ein Hotel mit etwa 60 Zimmern sollte 30-40 qm für Behandlungsräume einplanen.
Positionierung der Anlage
Wellnessanlagen sollten vorzugsweise im Erdgeschoss oder Obergeschoss sein, um Ausblick und Frischluft zu gewährleisten.
Möglichkeit zur Gestaltung eines Gartenbereichs oder Dachterrasse für Ruhe im Freien.
Ein gutes Spa-Angebot steigert die Hotelkategorie und nähe Preisdifferenzierung über die Übernachtungen.