Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben

Literaturverwaltung

  • Literaturverwaltungsprogramme:

    • Erleichtern die Arbeit mit wissenschaftlichen Quellen, besonders bei umfangreichen Projekten.
    • Ermöglichen die gemeinsame Arbeit im Team und das Teilen von Quellen über Internetzugang.
    • Kompatibel mit Browsern wie Firefox, Chrome und Safari.
  • Beispiele für Literaturverwaltungssoftware:

    • Citavi:
      • Campuslizenz für Studierende und Mitarbeitende der IU Internationale Hochschule.
      • Funktioniert unter Windows.
    • Zotero:
      • Kostenlose Literaturverwaltungssoftware.
      • Schulungen und Beratung durch die Library and Information Services der IU.
  • Traditionelle Literaturverwaltung:

    • Erstellung eigener Listen.
    • Übertragung von Informationen per Copy-and-paste.
  • Entscheidungskriterien für Literaturverwaltungsprogramme:

    • Kosten
    • Technische Grundlagen (Hard- und Softwarekompatibilität)
    • Funktionen
    • Benutzerfreundlichkeit
    • Softwarevergleiche (z.B. Universitätsbibliothek Technische Universität München, 2022) können helfen.
  • Wichtig:

    • Literaturverwaltungsprogramme bewerten nicht die Wissenschaftlichkeit oder Relevanz einer Quelle.
    • Keine Garantie für die automatische und korrekte Übernahme aller relevanten Angaben.
    • Zitate und Literaturverzeichnisse sollten immer abschließend geprüft werden.

Zusammenfassung Literaturrecherche

  • Grundlegendes Handwerkszeug: Literatur- und Datenbankrecherche.
  • Methoden und Strategien:
    • Schlagwortsuche mit Operatoren (AND, OR, NOT) für präzisere Ergebnisse.
  • Quellen:
    • Bibliotheken und Büchereien.
    • Themenspezifische Datenbanken (Literatur, Fotos, Bilder, Plangrafiken).
  • Qualitätskriterien:
    • Überprüfung der Quellen mit dem CRAAP-Test.
  • Mapping-Verfahren:
    • Visualisierung von Informationen und Beziehungen zwischen Daten.
  • Quellentypen:
    • Monografien, Sammelbände, Artikel in Fachzeitschriften.
    • Unterschiedliche Zitierweisen.
  • Erfassung der Quellendaten:
    • Zentrale Bedeutung für die Erstellung des Literaturverzeichnisses.
  • Literaturverwaltungssoftware:
    • Vereinfacht das Zitieren und Erstellen von Literaturlisten.
    • Ermöglicht den einfachen Zugriff auf Daten für andere wissenschaftliche Arbeiten.
  • Themenfindung und Eingrenzung:
    • Thema sollte überschaubar und in einem vorgegebenen Zeitraum zu bearbeiten sein.
    • Eingrenzungen (Region, Stadt, Personen, andere Parameter) sind sinnvoll.
    • Weniger geeignet: Modethemen mit viel vorhandener Literatur.
    • Vorteilhaft: Thema wählen, das bereits bearbeitet wurde und zu dem die relevante Literatur bekannt ist.

Wissenschaftliches Schreiben – Lektion 6

  • Lernziele:
    • Wissenschaftliche Texte strukturieren.
    • Gestaltungsprojekte dokumentieren.
    • Korrekt zitieren.
    • Gestaltungsarbeiten präsentieren.

Einführung

  • Wissenschaftliches Schreiben ist zentral in vielen Studienfächern, auch in gestalterischen.
  • Wichtig, eigene Arbeit schriftlich sauber und nachvollziehbar zu dokumentieren.
  • Wissenschaftliches Schreiben ist eine geordnete und strukturierte Form des Schreibens.
  • Fähigkeit, eigene Gedanken klar zu kommunizieren und überzeugend zu argumentieren.
  • Schreiben wissenschaftlicher Texte ist Übungssache.
  • Herausforderung: Texte auf Aussagen auswerten und eigene Position ausformulieren.
  • Arbeit vorab gut strukturieren, „Fahrplan“ erstellen.
  • Planvolles Vorgehen erleichtert den Anfang.
  • Vorherige Recherche, Zusammenfassung und Auswertung gut geordnet und handhabbar machen.
  • Gute Vorbereitung hilft gegen Angst vorm weißen Blatt.
  • Regeln des wissenschaftlichen Schreibens (Struktur, Stil, formaler Aufbau, Zitieren).
  • Umgang mit nicht-textlichen Quellen und Materialien anderer Gestalter:innen.
  • Präsentation der eigenen Arbeit (Vortrag).

Dokumentation von Gestaltungsprojekten

  • Gestaltungsprojekt nachvollziehbar und schlüssig darstellen.
  • Kreative Prozesse nehmen oft über Intuition oder Inspiration ihren Anfang.
  • Kreative Arbeitsergebnisse sind angreifbar, da Gestaltung als Geschmacksfrage erscheinen kann.
Inspirationsquellen
  • Herkunft der eigenen Ideen transparent machen und Anteil anderer würdigen.
  • Idee des Freischwingers nicht als eigene verkaufen (Urheber: Mart Stam bzw. Mies van der Rohe).
  • Entwurfsansatz oder Gestaltungsidee nicht willkürlich erscheinen lassen.
  • Quellmaterialien (Fotos, Zeichnungen, Skizzen) offenlegen und referenzieren.
  • Referenzen geben Aufschluss über Umfang und Stichhaltigkeit der Recherche.
  • Zeigen, welchen Designtraditionen oder Entwurfsstrategien der Gegenstand verpflichtet ist.
  • Designentscheidung von den Inspirationsquellen ableiten und nachvollziehbar machen.
  • Visuelle Argumentation (Skizzen, Bilder): Entscheidung für Lösungsweg, Formgebung oder Konzeption als folgerichtig darstellen.
  • Vorab eine Art Beweisführung, dass der eingeschlagene Lösungsweg gut gewählt ist.
Methoden und Prozess
  • Entwurf oder Forschungsgegenstand umfassend dokumentieren (Zeichnungen, Skizzen, Plangrafiken, Fotos, andere Medien).
  • Viele Zwischenschritte und Repräsentationen des Entwurfs.
  • Analytische Diagramme (User Journeys), Materialproben oder skalierte Modelle.
  • Artefakte stellen konkret erfassbare Daten dar, die den Designprozess nachvollziehbar machen.
  • Qualität des Gestaltungsergebnisses lässt sich einfacher nachweisen, wenn Entstehungsprozess und Methoden offengelegt werden.
Annotated Portfolios
  • Zusammenspiel von Text, Bild und anderen Medien für Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse im Design ist besonders wichtig.
  • Bedeutung von Gegenständen lässt sich nicht vollständig in Form von Text abbilden.
  • Keine allgemein akzeptierte Form, wie gestalterische Forschungsergebnisse kommuniziert werden sollen.
  • „Annotated Portfolio“ (Gaver und Bowen, 2012) als Methode.
  • Vielfältige und vielschichtige Entscheidungen für Gestaltung eines Artefaktes:
    • Funktionalität des Entwurfs
    • Ästhetik
    • Praktische Aspekte der Herstellung
    • Motivation für die Entwurfsaufgabe
    • Identitäten und Fähigkeiten der Zielgruppe
    • Gesellschaftspolitische Belange
  • Aufzählung aller Faktoren durch Entwurfsbeschreibungen und erklärende Texte kann langwierig sein und formale, komplexe Inhalte evtl. nicht erfassen.
  • Annotated Portfolio: Ergänzung knapper Texte mit Grafiken, Fotos, Visualisierungen, Moodboards und anderen Medien.
  • Visuelle Argumentation ist schneller und intuitiver erfassbar.
  • Annotated Portfolios können als Video, Bühnenpräsentation, Postkartenreihe, kleine Ausstellung oder in anderen Formaten gestaltet werden.
  • Annotated Portfolio fungiert als Kommunikationshilfe und als eine Art Theorie, die dem Artefakt eingeschrieben ist.

Struktur wissenschaftlicher Texte

  • Wissenschaftliche Texte sind die zentrale Form, um Wissen zu teilen.
  • Standards und Ziele der Wissenschaft berücksichtigen.
  • Innere Struktur und äußere Gliederung.
  • Entscheidungslogisch anlegen (Inhalt).
  • Sinnvoll: Thema, bisherige Forschung, Ergänzung durch neue Forschung.
Struktur
  • Grundlegende Struktur für schnelle Orientierung.
  • Leser:innen können schnell entscheiden, ob der Text relevant ist.
  • Grundstruktur (Heidler et al., 2021, S. 56–70):
    1. Einleitung
    2. Hauptteil (theoretische Fundierung, Methodenteil, eigene Ergebnisse, Diskussion)
    3. Schluss (Fazit)
Gliederung
  • Bezieht sich auf die inhaltliche Struktur.
  • Überschriften für Einleitung, Hauptteil und Schluss müssen nicht gewählt werden.
  • Kapitel im Hauptteil (ggf. Unterkapitel) müssen an konkreten Inhalt angepasst werden.
  • Wichtig, die grundsätzliche Struktur einer wissenschaftlichen Arbeit zu verinnerlichen.
  • Erstellt, um ersten Einblick in die Planung des Vorgehens zu geben.
  • Stellt den Rahmen oder das Grundgerüst für den Text dar.
  • Anhand der Titel und Untertitel sollten sich Leser:innen einen Eindruck verschaffen können, wovon der Text genau handelt und wie die Forschungsarbeit aufgebaut ist, die er beschreibt.
  • Stärker am konkreten Inhalt orientiert als die Struktur.
  • Hängt von der (Forschungs-)fragestellung und der genauen Vorgehensweise ab.
  • Erkennen, ob es sich z. B. um eine Literaturarbeit oder eine empirische Untersuchung handelt.
  • Aus der Forschungsfrage ergeben sich Themen und Aspekte, die die Gliederung beeinflussen:
    • Welche Themen und Begriffe müssen erklärt und beschrieben werden? (Theoretische Fundierung)
    • Welche Methode soll angewendet werden? Wie sollen Daten generiert und ausgewertet werden? (Methodik, Ergebnisse, Auswertung)
    • Was ist das übergeordnete Ziel der Arbeit: Erklären? Verstehen? usw. (Diskussion, Handlungsempfehlung usw.)
  • In einer gestalterischen Arbeit richten sich die Inhalte nach der Zielsetzung:
    • Was ist das Ziel des Gestaltungsprozesses? Was soll entworfen werden und warum?
    • Wie wurde beim Entwurf vorgegangen? (Methodik, Ergebnisse, Reflexion)
    • Wie erfüllt der Entwurf das Ziel? (Diskussion und Fazit)
  • Alle Gliederungspunkte (ggf. mit Unterpunkten) aufführen.
  • In der Regel maximal drei Kapitelstufen (1. Hauptüberschrift, 1.1 Abschnitt, 1.1.1 Unterkapitel).
  • Wenn Unterteilung notwendig, dann mindestens zwei Unterpunkte.
  • Kapitel und Kapitelunterpunkte müssen mit Titel und ggf. mit Nummerierung mit den im Text genannten Titeln übereinstimmen.
  • Bei der konkreten Schreibarbeit in Texteditoren ist es daher ratsam, von Beginn an mit entsprechenden Schriftformaten (Überschrift 1, 2 etc.) zu arbeiten und automatisierte Verzeichnisse zu erstellen.

Inhaltsverzeichnis

  • Gibt einen Überblick über den Inhalt und die Struktur einer verschriftlichen Arbeit.

  • Tabelle 4: Aufbau einer wissenschaftlichen Gliederung

    • Falsch:
      • 1 Einleitung
      • 1.1 Problemstellung
      • 2 Theoretische Fundierung
    • Richtig:
      • 1 Einleitung
      • 1.1 Problemstellung
      • 1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
      • 1.3 Vorgehen
      • 2 Theoretische Fundierung
    • Quelle: Anna Kollenberg, 2022.
  • Folgende Gliederungspunkte kommen in jeder wissenschaftlichen Arbeit vor (Ebster & Stalzer, 2017, S. 77):

    • Inhaltsverzeichnis (Gliederung mit Seitenzahlen)
    • Textteil (Einleitung, Hauptteil, Schluss)
    • Literaturverzeichnis
  • Die Gliederung wird in der finalen Version der Arbeit in das Inhaltsverzeichnis integriert.

  • Weitere Verzeichnisse (Abbildungsverzeichnis, Tabellenverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis) helfen, sachbezogene Informationen zu finden.

  • Die Tabellen- und Abbildungsverzeichnisse sowie das Abkürzungsverzeichnis sind im vorderen Teil der Arbeit gelistet, also zwischen Inhaltsverzeichnis und Textteil.

  • Ein Tabellenverzeichnis muss ab drei Tabellen und ein Abbildungsverzeichnis ab drei Abbildungen aufgeführt werden.

  • Optionaler Gliederungspunkt: Anhang. Informationen, die zu detailliert für den Textteil sind, aber wichtig für dessen Verständnis.

Einleitung
  • Problemstellung abgrenzen, Ausgangsbedingungen analysieren, Zielsetzung definieren.
  • Projektidee kurz vorstellen (Beschreibung des Inhalts und des Ziels/der Ziele).
  • Einbettung in den zugrunde- liegenden Kontext, das Projektumfeld und die Ausgangsmotivation.
  • Umfang: ca. 10−20 % des Berichts.
  • Erläuterung der Vorgehensweise zur Problemlösung (Überblick über die einzelnen Gliederungsabschnitte).
  • Vorplanungen und Vorgehen beschreiben.
  • Leitfragen:
    • Was war das Ziel/Was waren die Ziele meiner Arbeit?
    • Wie bin ich vorgegangen? Welche vorbereitenden Maßnahmen wurden getroffen? (Datenerhebung, Datenanalyse, Materialauswertung …)
    • Welche planerischen/organisatorischen Tätigkeiten waren vonnöten?
    • Warum bin ich so vorgegangen?
    • Welche Methodik/Welches Tool habe ich gewählt und warum?
Theoretische Fundierung und Forschungsstand
  • Kritische Betrachtung themenrelevanter Literatur.
  • Relevante Literatur: Lehrbücher, Fachbücher, Artikel aus wissenschaftlichen Zeitschriften.
  • In gestalterischen Projekten spielen auch bereits existierende Produkte und Projekte eine Rolle.
  • Diese werden ähnlich wie eine Literaturrecherche versammelt, geordnet und analysiert.
Vorgehensweise und Methoden
  • Abschnitt mit angewandter Forschungs- oder Arbeitsmethodik.
    • Empirische Forschung (qualitativ oder quantitativ), Literatur- und Übersichtsarbeit oder Methodenmix, Gestaltungsprozess.
  • Methodische Vorgehensweise begründen und darlegen.
  • Wissenschaftliche Arbeiten: Erhebungs- und Auswertungsmethodik für empirische Daten.
  • Gestaltung: Methoden zur Datenerhebung und -auswertung, Ideengenerierung, praktischen Umsetzung und Evaluation der Entwürfe.
  • Relevante Literatur zurate ziehen (detaillierte Beschreibungen der verschiedenen Möglichkeiten).
  • Methodenkritik.
Ergebnisse
  • Forschungs- oder Arbeitsergebnisse präsentieren.
  • Ergebnisse werden nur präsentiert (keine Interpretation und Reflexion).
Diskussion und Reflexion
  • Interpretation und Diskussion.
  • Bezug zwischen einleitender theoretischer Fundierung oder selbst auferlegten Anforderungen und Zielen und dem Ergebnis herstellen.
  • Handlungsempfehlungen für das Untersuchungsobjekt ausformulieren (aus dem Forschungsprozess abgeleitet).
  • Bei praktischen Entwurfsarbeiten wird eine selbstkritische Reflexion erwartet.
Fazit
  • Fazit mit Ausblick auf weitere Forschungsthemen oder praktische Handlungsschritte.
  • Empfehlungen für weiterführende Untersuchungen und Einschränkungen, die während des Forschungsprozesses aufgetaucht sind.
Verzeichnisse
  • Nach dem Fazit: Verzeichnisse, Tabellen und andere wichtige Informationen.
Abbildungsverzeichnis
  • Alle Abbildungen, die in einer Arbeit verwendet wurden, werden aufgelistet.
  • Kein Quellenverzeichnis, sondern eine Übersicht explizit für Abbildungen.
  • Abbildungen werden im Fließtext durchnummeriert und mit Titeln versehen.
  • Wenn die Abbildung auf einer Quelle beruht, ist es üblich, die Quelle in Kurzzitation anzugeben.
  • Abbildungen werden im Abbildungsverzeichnis in der Reihenfolge ihres Erscheinens innerhalb der Arbeit aufgelistet und mit den entsprechenden Seitenangaben versehen.
  • Wird nur bei Arbeiten eingefügt, die mehr als drei Abbildungen enthalten.
  • Vor dem Hauptteil bzw. Fließtext einer Arbeit und nicht im Anhang.
Tabellen
  • Analog zum Abbildungsverzeichnis erstellt.
  • Tabellen müssen durchnummeriert und in einem Verzeichnis zusammengestellt werden.
  • Unerheblich, ob die Tabelle selbst erstellt oder aus einer Quelle übernommen wurde.
  • Tabellenverzeichnis wird ab drei verwendeten Tabellen erstellt und vor der Einleitung in der Struktur der Arbeit eingefügt.
Abkürzungen
  • Nur erstellen, wenn im Text besondere Abkürzungen Verwendung finden.
  • Abkürzungen wie z. B. oder bzgl. sind im Duden aufgeführt und daher nicht im Abkürzungsverzeichnis zu nennen.
  • Abkürzungen auflisten, die nicht allgemein bekannt sind (NGO, CEO oder Abkürzungen von Firmennamen, Theorien oder Modelle usw.).
  • Hilfe für Leser:innen, die Abkürzungen nachzuschlagen.
Literaturverzeichnis
  • Zwingender Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit.
  • Nach dem Textteil.
  • Vollständige Zusammenstellung aller in der Arbeit erwähnten wissenschaftlichen Publikationen und Materialien.
  • Transparenz der zitierten Quellen und garantiert, dass sie durch den:die Leser:in auffindbar sowie nachprüfbar sind.
  • Qualitätskriterien:
    • Richtigkeit (fehlerfreie Angaben)
    • Vollständigkeit (alle Angaben, die zum Auffinden benötigt werden)
    • Einheitlichkeit (Beibehalten eines bestimmten Schemas)
    • Übersichtlichkeit
  • Zitierstile (Harvard, APA oder IEEE) für die Darstellung der Einträge im Literaturverzeichnis und das Zitieren im Text.
Anhang
  • Raum, um detaillierte Informationen zu ergänzen, die für den Hauptteil zu umfangreich sind.
  • Originalexemplar der Umfrage, große Tabellen, umfangreiches Bildmaterial, gescannte Materialien oder Transkripte von Interviews.
  • Jeder Anhang muss als „Anhang“ mit einer entsprechenden Kennzeichnung versehen werden (z. B. Anhang A, Anhang B etc.).
  • Seiten im Anhang nummerieren, aber nicht zum Umfang der eigentlichen Arbeit zählen.

MERKE

  • Detaillierte Formvorgaben zu den verschiedenen Formen wissenschaftlicher Arbeiten der IU befinden sich in den Prüfungsleitfäden und dem Allgemeinen Zitierleitfaden.
  • Weitere Informationen rund um die Bachelorarbeit sowie das Thesishandbuch befinden sich zudem im Kurs „Informationen Abschlussarbeit Allgemein“ (DLIABA) auf MyCampus.
Schreibstil
  • Soll der Lesbarkeit, Übersichtlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Klarheit dienen (Karmasin & Ribing, 2012, S. 42).
  • Sachliche und präzise Ausdrucksweise.
  • Umgangssprachliche Formulierungen, Superlative, stark wertende Ausdrücke und alltagssprachliche Füllwörter sind ungeeignet (Karmasin & Ribing, 2012, S. 40).
  • Komplizierte Sachverhalte verständlich und nachvollziehbar beschreiben.
  • Verzicht auf unnötige Fremdwörter, Anglizismen und einen komplizierten Satzbau (Kornmeier, 2016. S. 176).
  • Häufig wird auch auf persönliche Pronomen wie „ich“, „wir“ und „man“ verzichtet.
  • Argumentation, die unabhängig von den Autor:innen gültig sein soll.
  • In einem Projektbericht, kann es dem Text zugutekommen, wenn der:die Autor:in nicht vollkommen auf Personalpronomen verzichtet.
  • Geschlechtergerechte und inklusive Sprache gemäß dem IU Leitfaden für gendersensible und inklusive (Bild-)Sprache.
  • Rechtschreibung sollte dem aktuellen Standard angepasst sein und muss in der gesamten Arbeit konsistent zur Anwendung kommen.
  • Rechtschreib- und Tippfehler durch Korrekturlesen vermeiden.
  • Nicht muttersprachliche Studierende: Arbeit von Muttersprachler:innen auf Sprache, Stil und inhaltliche Verständlichkeit Korrektur lesen lassen.

Zitieren: Umgang mit dem Wissen Anderer

  • Aussagen und Argumente müssen durch Quellen belegt werden.
  • Insbesondere, wenn Aussagen wörtlich oder sinngemäß aus anderen Werken übernommen werden.
  • Jede Art der Verwendung fremden geistigen Eigentums muss kenntlich gemacht werden.
  • Jedes Zitat muss nachprüfbar sein.
  • Für den:die Leser:in muss deutlich ersichtlich sein, woher einzelne Aussagen stammen.
Plagiatsprävention
  • Nichteinhalten der Regeln zum Zitieren fremden Gedankenguts.

  • „[u]nbefugte Übernahme fremden Geistesgutes bzw. ‚Diebstahl‘ geistigen Eigentums“ (Fröhlich, 2006, S. 81).

  • Eine fremde Leistung als eigene ausgeben (Schimmel, 2011, S. 5).

  • Definition der University of Oxford:

    • Plagiarism is presenting someone else’s work or ideas as your own, with or without their consent, by incorporating it into your work without full acknowledgement. All published and unpublished material, whether in manuscript, printed or electronic form, is covered under this definition. Plagiarism may be intentional or reckless, or unintentional. Under the regulations for examinations, intentional or reckless plagiarism is a disciplinary offence (University of Oxford, n. d.).
  • Differenzierung:

    • Übernahme von Textstellen
    • Übernahme von fremdem Gedankengut
    • Übernahme von eigenem, schon veröffentlichtem Gedankengut
  • Übernahme von Textstellen:

    • Voll- und Teilplagiat
  • Vollplagiat:

    • Arbeit zum größten Teil oder vollständig von einer einzigen Literaturquelle übernommen.
    • Übersetzung einer fremdsprachigen Arbeit in die eigene Sprache.
    • Bezahlung eines Ghostwriters.
    • Diebstahl geistigen Eigentums, sofern als eigene erbrachte Leistung ausgegeben.
  • Teilplagiat:

    • Nicht die ganze Arbeit von einer Quelle plagiiert, sondern von mehreren Literaturquellen.
    • An unterschiedlichen Stellen im Text eingearbeitet.
  • Ideenplagiat:

    • Fremde Ideen oder Argumente werden mit eigenen Worten wiedergegeben, aber fälschlicherweise als eigene Leistung ausgegeben.
  • Eigenplagiat:

    • Eigene Argumente, Ideen und Gedanken mehrmals verwenden, muss als Referenz gekennzeichnet werden.
    • Keine Referenz angegeben->Eigenplagiat.
    • Nicht der Sachverhalt des Diebstahls fremden Gedankengutes, aber der:die Leser:in hat den Anspruch auf Aktualität der Idee und auf die Kenntnis des jeweiligen Hintergrunds.
  • Gestalterische Arbeiten im Studium:

    • Studierende müssen die Arbeiten selbstständig angefertigt haben.
    • Verwendung bestehender Materialien oder Gestaltungsvorlagen.
    • Vorlagen sind vielfach online vorhanden und lizenzrechtlich können sie eingesetzt und angepasst werden.
    • Gilt jedoch: basiert ein Teil der Gestaltungsarbeit auf Vorlagen, die nicht bei der Abgabe aufgeführt werden, so handelt es sich um ein Plagiat.