Dipol-Dipol-Wechselwirkungen: Grundlagen, Voraussetzungen und Auswirkungen

Grundlagen der Dipol-Dipol-Wechselwirkungen

  • Dipol-Dipol-Wechselwirkungen sind zwischenmolekulare Krfte, die durch die elektrostatische Anziehung zwischen entgegengesetzt geladenen Seiten von Moleklen entstehen.

  • Konkret zieht die positiv geladene Seite eines Molekls die negativ geladene Seite eines anderen Molekls an.

Voraussetzungen fr die Entstehung

  • Eine grundlegende Voraussetzung fr diese Wechselwirkung ist das Vorhandensein einer polaren Bindung innerhalb des Molekls.

  • Das Molekl muss ein permanenter Dipol sein.

  • Ein entscheidendes Kriterium ist, dass die Ladungsschwerpunkte des Molekls nicht zusammenfallen (Nicht-Koinzidenz der Ladungsschwerpunkte).

  • Im Hinblick auf die relative Strke der Anziehungskrfte zwischen Teilchen werden Dipol-Dipol-Wechselwirkungen als "mittig" bzw. moderat eingestuft.

Einfluss auf physikalische Stoffeigenschaften

  • Siedepunkt:

    • Das Vorhandensein von Dipol-Dipol-Wechselwirkungen fhrt dazu, dass der Siedepunkt eines Stoffes hher ist als bei vergleichbaren, unpolaren Stoffen.

    • Die zustzliche Energie, die bentigt wird, um diese Anziehungskrfte zu berwinden, erhht die thermische Stabilitt der flssigen Phase.

  • Lslichkeit:

    • Stoffe mit Dipol-Dipol-Charakter zeichnen sich durch eine gute Lslichkeit in polaren Lsungsmitteln aus.

    • Es gilt das fundamentale chemische Prinzip: "Gleiches lst sich in Gleichem".

Beispiele und Alltagsbezug

  • Als konkrete chemische Beispiele fr Verbindungen mit diesen Wechselwirkungen werden genannt:

    • Aceton (im Transkript als "HC Ton" aufgefhrt)

    • Chlorwasserstoff (HClHCl)

  • Im Alltag manifestiert sich dies unter anderem in der spezifischen Ausrichtung polarer Molekle zueinander.

  • Merksatz/Zusammenhang:

    • Ein polares Molekl entspricht einem permanenten Dipol, was bedeutet, dass ein Dipol permanent vorhanden ist.