Dipol-Dipol-Wechselwirkungen: Grundlagen, Voraussetzungen und Auswirkungen
Grundlagen der Dipol-Dipol-Wechselwirkungen
Dipol-Dipol-Wechselwirkungen sind zwischenmolekulare Krfte, die durch die elektrostatische Anziehung zwischen entgegengesetzt geladenen Seiten von Moleklen entstehen.
Konkret zieht die positiv geladene Seite eines Molekls die negativ geladene Seite eines anderen Molekls an.
Voraussetzungen fr die Entstehung
Eine grundlegende Voraussetzung fr diese Wechselwirkung ist das Vorhandensein einer polaren Bindung innerhalb des Molekls.
Das Molekl muss ein permanenter Dipol sein.
Ein entscheidendes Kriterium ist, dass die Ladungsschwerpunkte des Molekls nicht zusammenfallen (Nicht-Koinzidenz der Ladungsschwerpunkte).
Im Hinblick auf die relative Strke der Anziehungskrfte zwischen Teilchen werden Dipol-Dipol-Wechselwirkungen als "mittig" bzw. moderat eingestuft.
Einfluss auf physikalische Stoffeigenschaften
Siedepunkt:
Das Vorhandensein von Dipol-Dipol-Wechselwirkungen fhrt dazu, dass der Siedepunkt eines Stoffes hher ist als bei vergleichbaren, unpolaren Stoffen.
Die zustzliche Energie, die bentigt wird, um diese Anziehungskrfte zu berwinden, erhht die thermische Stabilitt der flssigen Phase.
Lslichkeit:
Stoffe mit Dipol-Dipol-Charakter zeichnen sich durch eine gute Lslichkeit in polaren Lsungsmitteln aus.
Es gilt das fundamentale chemische Prinzip: "Gleiches lst sich in Gleichem".
Beispiele und Alltagsbezug
Als konkrete chemische Beispiele fr Verbindungen mit diesen Wechselwirkungen werden genannt:
Aceton (im Transkript als "HC Ton" aufgefhrt)
Chlorwasserstoff ()
Im Alltag manifestiert sich dies unter anderem in der spezifischen Ausrichtung polarer Molekle zueinander.
Merksatz/Zusammenhang:
Ein polares Molekl entspricht einem permanenten Dipol, was bedeutet, dass ein Dipol permanent vorhanden ist.