Sonne - Hauterkrankungen - Hautkrebs

Strahlungsarten:

Infrarot Strahlung : Wärme

Sichtbare Strahlung : Licht

UV-Strahlung : kann man nicht spüren oder sehen

UVA-Strahlung

315-380nm

UV-A1 = 340-380nm und UV-A2 = 315-340nm

  • UVA Licht dringt bis in Dermis ein

  • UV-A1 ist langwellig - dringt tiefer in die Haut ein - jedoch keine schädigende Wirkung

  • UV-A2 ist kurzwellig und hat eine krebserregende Wirkung

Wirkung:

  • Abgabe der Strahlen den ganzen Tag

  • Sofortpigmentierung/Direktpigmentierung in ca 24h

  • Schnelle nicht anhaltende Bräunung

  • Bewirkt Elastitzitätsverlust

  • Vorzeitige Hautalterung

UV-B Strahlung

280-315nm

Wirkung:

  • Späte Reaktion - Sonnenbrand

  • Zwischen 10 & 14h am intensivsten

  • Bräunung nach 24-48h

  • Indirekte/Spätpigmentierung

  • Bildung der Lichtschwiele

  • Lang anhaltende , schützende Bräunung

  • Veränderung der Nukleinsäure (DNS) im Zellkern der Keratinozyten im Str. Basale (Hautkrebs- malignes Melanom)

UV-C Strahlung

100-280nm

Wirkung:

  • Von Ozonschicht weggefiltert

  • Am stärksten schädigend

  • Kommt es zur Strahlung , wird 99% vom Str. corneum absorbiert

  • Restenergie die in Epidermis gelangt reicht aus , dass Verbrennungen und auch als Spätfolge Hautkrebs entstehen kann

Schutzmaßnahmen der Haut gegen UV-Strahlen

  1. In der Lichtschicht (Str. Lucidum) werden UV-Strahlen gebrochen

  2. Durch das Erythem(Rötung) , welches nach UV-Strahlung auftritt - aktiviert Meaninbildung der Melanozyten

  3. Melanin wandert nach oben um Zellen zu schützen , Pigmentierung wird umso stärker, je mehr das Erythem abklingt

  4. Haut verhornt stärker - Lichtschwiele(Akanthose im Strat. Granulosum) wird gebildet

  5. Behaarung schützt vor UV-Strahlen

  6. Selbstreparatur der Haut - verfügt über ein Reperatursystem - funktioniert auch solange die UV Schäden nicht extrem sind

  7. UV Strahlen werden durch den Schweiß enthaltenen Harnstoff(Urocaninsäure- Lichtfiltersubstanz) aufgehalten

Je langsamer die Bräunung vor sich geht , umso besser können sich die Punkte 1-4 entwickeln

Schutzreaktion der Haut bei Sonneneinstrahlung

  • Melaninbildung : führt zur Bräunung der Haut - welches die Strahlung absorbiert und reflektiert

  • Lichtschwiele : bildet sich innerhalb von 3-4 Wochen - ist eine Akanthose(Verdickung der Oberhaut im Stratum granulosum)

  • Hyperkeratose: Akanthose des Strat. Corneum

Folgen von Sonneneinstrahlung

  • Austrocknung der Haut mit Faltenbildung

  • Sonnenbrand (Dermatitis Solaris)

  • Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose)

  • Hautkrebs und seine Vorstufen

Sonnenbrand ( Dermatits Solaris)

Grad 1: Erythem - Rötung

Grad 2 : Erythem + Bläschen + Blasen

Grad 3: Erythem + Bläasche + Blasen + Nekrose

Sonnenallergie ( polymorphe Lichtdermatose)

Hautveränderungen , die durch Sonnenlicht ausgelöst werden - keine echte Allergie , sondern Überreaktion des Immunsystems auf UV Strahlung

Reaktion zeigt sich nach einigen Stunden bis zu Tagen

  • Ausschläge mit Erythem , Quaddeln , Papeln , Bläaschen + Juckreiz und Schmerzen

Sonnenverhornungen - Präkanzerosen (lichtinduziert)

Aktinische Keratose - Hautstellen die übermäßig verhornt & rau sind

  • Verursacht durch langjährige , ungeschützte UV Strahlung

  • Gilt als sehr häufige Form des weißen Hautkrebs

  • Treten ausschließlich an Sonnen ausgesetzten Stellen (Sonnenterrassen)

  1. Verhornte Form

  • Tritt oft an Gesicht , Handrücken & Glatze auf

  • Rund oder Oval

  • Festhaltende schuppende Flecken

  • Größe ca 1cm

  • Erhaben

  • Nach abkratzen der Schuppe entsteht eine punktförmige Blutung

  1. Entzündete Form

  • Tritt an Gesicht & Handrücken auf

  • Rötlich , braune Flecken

  • Scharf begrenzt

  • Leicht raue Oberfläche

  • Leicht erhaben

Hautkrebs

ABCDE-Regel

A asymmetrisch

B Begrenzung

C Color/Farbe

D Durchmesser

E erhaben

Weißer Hautkrebs

Als „weißer“ (heller) Hautkrebs werden alle bösartigen Hauttumoren bezeichnet, die nicht von den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) abstammen. Die Hauptformen bilden das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom, die sich in der Regel gut und vollständig behandeln lassen.

Die Hauptformen

  • Basalzellkarzinom (Basaliom): Dies ist die mit Abstand häufigste Form. Es wächst sehr langsam und bildet nahezu nie Tochtergeschwülste (Metastasen). Optisch zeigt es sich oft als glänzendes Knötchen, schorfige Stelle oder perlschnurartiger Rand , sowie kleine erweiterte Gefäße , wächst von der Basalzellenschicht aus , häufigster Tumor - ohne Metatsierungpotzenz ; Gewbeszerstörung jedoch möglich

  • Plattenepithelkarzinom (Spinaliom): Es ist die zweithäufigste Form und gilt als etwas aggressiver. Es tritt häufig auf Hautarealen auf, die jahrelang starker Sonne ausgesetzt waren ("Sonnenterrassen") Wucherung der Spinalzellen, oft an Unterlippe , Handrücken und Gesicht, Bei Größe über 1cm - Metastasen in Lymphknoten , schnell wachsende harte Knoten ; oft nässend mit Krusten

Das Melanom

  • Wucherung von Pigmentzellen

  • Hohe Bösartigkeit

  • Hauptnoxe (schädliche Einwirkung)

  • Hohe Metastasierungspotenz

  • Auch junge Menschen betroffen

Der keltische Typ (sehr helle Haut , Sommersprossen , blaue/hellgrüne Augen) , sowie familiäre Belastung und Naevi sind Risikogruppen

Die 3 Arten des malignen Melanoms

  1. Lentigo maligna Melanom

  2. Oberflächlich spreitendes Melanom

  3. Noduläres Melanom

  1. Lentigo maligna Melanom

Nur im geringem Maß entartet , Wachsen Flächenhaft der Junktionszone entlang (Zwischen Epidermis & Dermis)

Aussehen: Fleck später Knötchen & Erhabenheit des Flecks mit durchbrechen der Basalmembran zur Dermis.

  1. Oberflächlich spreitendes Melanom

Stärkende entartete Melanomzellen mit mangelnder Haftung an der Juntionszone dadurch kann die ganze Epidermis mit Melanomzellen durchsetzt werden.

Aussehen : beeteartige Erhabenheiten

  1. Noduläres Melanom

Wuchert vertikal in Dermis ein

Aussehen: Sicht-und tastbar , sehr knotig , gefährlichste Melanomform