Lernen
- Begriff Lernen
Keine einheitliche Defintion
Definitorischer Kern identifizierbar, wenn Lernen unter kognitivem Aspekt betrachtet (weniger Fokus auf motivatorische, ethische und soziale Belange)
Hasselhorn & Gold: Lernen als Prozess, bei dem es zu überdauernden Änderungen im Verhaltenspotenzial als Folge von Erfahrung kommt. → Prozess Lernen anders als andere VEränderungsprozesse z.B. Reifen (durch Notwendigkeit von Erfahrungen im Lernprozess)
Uneinig über was Lernziel, welche Erfahrung Lernprozesse auslösen
Einig: Instanz vorhanden, die Ergebnis des LErnprozess konserviert → Gedächtnis
Neurowissenschaftliche Basis:
Lernen = Wissensaneignung, aufgrund derer sich Gehirn Modell der Umwelt aufbaut, das als Grundlage für weitere Handlungsplanung dient
Wichtig: Hippocampus → Neuigkeits- und Aufmerksamkeitsdetektor, bewertet Informationen auf Neuigkeitswert, Relevanz → Aufnahme in Kurzspeicher
Unterschied: Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis
Materielle Entsprechung des Langzeitgedächtnis in Aktivitätsmustern neuronaler Netzwerke, deren Grundbausteine synaptische Verbindungen von Nervenzellen sind
Drei grundlegende psychologischen Lerntheorien von Bedeutung (Unterscheidung in Rolle des Lernenden)
→ Theoretischer Ausgangspunkt für zahlreiche Lehr-Lern-Modelle
Lerntheorien = Konstrukte, die versuchen, Lernen psychologisch zu beschreiben und erklären
→ Oft schwierig, Forschungsergebnisse in Praxis anzuwenden