Marketinginformationssystem

Informationen gewinnen und die Nachfrage vorhersagen

  • Dramatische Veränderungen betreffen nahezu jede Branche durch technologische, demografische, soziokulturelle, natürliche und politisch-rechtliche Umgebungen.

3.1 Komponenten eines modernen Marketinginformationssystems
  • Marketer müssen signifikante Marktveränderungen identifizieren.

    • Vorteile der Marketer:

    1. Fachkenntnisse in Informationsbeschaffung

    2. Intensive Kundeninteraktion

  • Marketinginformationssysteme (MIS) bieten umfassende Informationen über Käuferverhalten, -präferenzen und -vorlieben.

    • Beispiele für regionale Unterschiede in den USA:

    • Seattle: Höherer Pro-Kopf-Verkauf von Sonnenbrillen

    • Salt Lake City: Höchster Jell-O-Konsum

    • Long Beach, CA: Höchster Eis-Konsum

    • New York: Höchster Verkauf von Countrymusik-CDs.

Hauptfragen im Kapitel:
  1. Welche Komponenten sind in einem modernen MIS enthalten?

  2. Welche internen Daten sind hilfreich?

  3. Was sind die Merkmale eines Marketingintelligenzsystems?

  4. Welche Entwicklungen beeinflussen das Makroumfeld?

  5. Wie können Unternehmen die Nachfrage genau messen und vorhersagen?

3.1 Marketinginformationssystem (MIS)
  • MIS besteht aus Menschen, Technik und Verfahren zur Sammlung, Sortierung und Analyse von Informationen.

  • MIS speist sich aus internen Berichten, Marketingintelligenz und Marktforschung.

  • Ein internes Berichtswesen umfasst:

    • Auftrags-/Zahlungsabwicklung

    • Vertriebsinformationssysteme, um aktuellen Verkaufsstatus rechtzeitig zu berichten.

Beispiele für Datenquellen
  • Walmart: Vertriebsdatenbank, die täglich Verkaufsdaten aktualisiert.

  • Analyse von Cookies im Browser für zielgerichtetes Marketing.

3.2 Internes Berichtswesen
  • Marketingmanager stützen sich auf interne Berichte zur Identifikation von Chancen und Problemen, inklusive:

    • Bestell-, Absatz-, Preis-, Kosten-, Lagerbestandsberichte und mehr.

  • Das interne Berichtswesen beginnt mit der Auftragsbearbeitung bis hin zur Zahlung.

  • Umsatz- und Lagerbestandsdaten sind für die Marktprognosen wesentlich.

3.2.3 Datenbanken und Big Data
  • Die Nutzung von Big Data bietet Chancen, birgt aber auch Risiken wie Informationsüberflutung.

  • Big Data ist durch große Volumen, Schnelligkeit, Vielfalt und Volatilität gekennzeichnet.

  • Beispiele von Unternehmen, die Big Data nutzen:

    • Tesco, Williams-Sonoma, Amazon, Bank of America.

3.2.4 Marketingintelligenz
  • Marketingintelligenzsysteme sind Verfahren zur Beschaffung alltäglicher Informationen über das Marketingumfeld.

  • Methoden zur Informationsbeschaffung umfassen:

    • Literaturstudium, Kunden- und Lieferantengespräche, Beobachtung sozialer Medien.

    • Rechtsmäßigkeit und Ethik sind im Informationsbeschaffungsprozess entscheidend, wie am Beispiel von T. Boone Pickens veranschaulicht.

3.3 Analyse des Makroumfelds
  • Marketer sollten Megatrends (langanhaltende Veränderungen) und Trends (kurzfristige, aber bedeutende Entwicklungen) erkennen und auf Bedürfnisse der Konsumenten reagieren.

  • Sechs zentrale Umwelteinflüsse:

    1. Demografisch

    2. Wirtschaftlich

    3. Soziokulturell

    4. Natürlich

    5. Technologisch

    6. Politisch-rechtlich

Demografisches Umfeld
  • Dramatisches Wachstums und Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung.

  • Beispiel: Höhere Geburtenraten in Entwicklungsländern versus stagnierendes Wachstum in Industrieländern.

Soziokulturelles Umfeld
  • Konsumenten zeigen unterschiedliche Sichtweisen auf Gesellschaft, Organisationen, Natur und Universum.

  • Trends wie „Selbstverwirklichung“ und Konsumverhalten sind wichtig für Marketer.

Technologisches Umfeld
  • Innovationen verursachen disruptive Veränderungen in der Industrie, erfordern schnelle Anpassungen.

  • Zunehmende Regulierungen im Bereich Technologie und Forschung.

Politisch-rechtliches Umfeld
  • Die wachsende Regulierung beeinflusst Unternehmensstrategien.

  • Interessenverbände gewinnen an Einfluss: Verbraucherschutz, Datenschutz und Marktbedingungen sind kritisch.

3.4 Vorhersage und Nachfrageermittlung
  • Das Verständnis des Marketingumfelds unterstützt die Erkennung und Auswertung von Marktchancen.

  • Unternehmen verwenden verschiedene Methoden zur Nachfragemessung, einschließlich:

    1. Umfragen zur Kaufabsicht

    2. Analyse vergangener Verkaufsdaten

    3. Markttests

Maßnahmen zur Nachfragermittlung
  • Unterschiedliche Arten zur Schätzung der Nachfrage bei verschiedenen Produktebenen, Raumebenen und Zeiträumen.

  • Marktanteils- und Penetrationsindizes helfen bei der Bewertung des Wachstumspotenzials.

Gesamtnachfrage und Marktprognose
  • Gesamtnachfrage wird anhand des Kaufverhaltens einer bestimmten Kundengruppe in einer definierten Region geschätzt.

  • Die Marktprognose zeigt die erwartete Gesamtnachfrage und deren Abhängigkeit von Marketingausgaben ab.

  • Risiken bei der Nachfragevorhersage beinhalten unzureichende Marktanalysen und fehlerhafte Annahmen.

Schlussfolgerungen
  1. MIS ist entscheidend für Marketinganalysen.

  2. Sechs Umweltkräfte beeinflussen den Markterfolg.

  3. Zentrale Ansätze zur Nachfrageermittlung basieren auf Marktforschung, Historischen Daten und aktuellen Trends.

  4. Erfolgreiche Marketer verbinden Marketingstrategien eng mit Marktforschung und Datenanalyse.

kikk