Folien_Privatrecht_Teil_1_WS2024

Basismodul Privatrecht

  • Eine Gesellschaft des bfi Wien

  • FACHHOCHSCHULE DES BFI WIEN

  • Grundlagen des bürgerlichen Rechts

Kontaktinformationen (Seite 2)

  • FH bfi Wien

  • PRIME LAW RECHTSANWÄLTE:

    • Dr. Firas El-Juaneh

    • Dr. Carina Romanek

    • Webseite: www.prime-law.at

    • Instagram: prime_law_rechtsanwaelte

Literaturhinweise (Seite 3)

  • Pflicht:

    • Grünwald/Hauser/Pasrucker, "Privates Wirtschaftsrecht", 7. Auflage, NWV (2019) (Folien entsprechen der Systematik des Lehrbuches)

  • Empfohlen:

    • Kodex Bürgerliches Recht oder gebundene Ausgabe des ABGB, RIS

  • Zur Vertiefung:

    • Perner/Spitzer/Kodek, "Bürgerliches Recht", 7. Auflage, Manz

Einführung (Seite 4)

  • Recht und Rechtsverständnis

Rechtsbegriff (Seite 5)

  • Abgrenzung zu Sitte, Moral, Brauch

  • Rechtsordnung: Summe der Normen, die das Zusammenleben regeln und staatlich durchsetzbar sind

    • Positives Recht (Gesetzgeber)

    • Gewohnheitsrecht (Langdauernde, allgemeine und gleichmäßige Übung)

    • Richterrecht

Rechtsentstehungsquellen (Seite 6)

  • Rechtsschöpfungsakte: Gesetz, Verordnung, Gerichtsurteil, Bescheid, Vertrag

  • Stufenbau der Rechtsordnung:

    • Baugesetze > Verfassungsgesetze > einfache Gesetze > Verordnungen > Bescheide/Gerichtsurteile/Verträge

  • Generelle und individuelle Rechtsnormen

Objektives und subjektives Recht (Seite 7)

  • Recht im objektiven Sinne:

    • materielles und formelles Recht

    • zwingendes Recht (absolut/relativ)

    • dispositives Recht

  • Subjektives Recht:

    • Recht des Einzelnen "auf etwas"

    • Gibt Gläubiger gegen Schuldner einen Rechtsanspruch

    • Absolute Rechte wirken gegen jedermann; relative Rechte wirken nur gegen bestimmte Rechtssubjekte

Subsumtion (Seite 8)

  • Rechtsnorm: Sollensanordnung mit Tatbestand und Rechtsfolge

  • Prüfung, ob Ansprüche rechtmäßig bestehen -> Subsumtion

    • Sachverhalt wird einem Tatbestand „unterstellt“, der bestimmte Rechtsfolgen zur Folge hat

Rechtsverständnis (Seite 10)

  • Grundlage: menschliche Sprache (Gesetzgebung kann ungenau, missverständlich oder mehrdeutig sein)

    • Widersprüchliche Regelungen

    • Ungeregelt: planwidrige Unvollständigkeit (Lücke)

Auslegung und Lückenfüllung (Seite 11 & 12)

  • Auslegungsgrundsätze:

    • Wort-, systematische, historische, und teleologische Interpretation

  • Analogie: Gesetzesanalogie, Rechtsanalogie

  • Teleologische Reduktion: Anwendung des Tatbestands nur auf sachliche Bereiche, die vom Sinn erfasst werden

Konkurrierende Normen (Seite 14)

  • Spezielle Regelungen haben Vorrang vor allgemeinen

  • Spätere Regelungen gehen früheren vor

Bürgerliches Recht und Sonderprivatrechte (Seite 15)

  • § 1 ABGB: Inbegriff der Gesetze für Privat-Rechte und Pflichten

  • Abgrenzung zum öffentlichen Recht

  • Bürgerliches Recht = allgemeines Zivilrecht

  • Sonderprivatrechte (z.B. Unternehmensrecht, Arbeitsrecht)

Quellen des Bürgerlichen Rechts (Seite 17)

  • Regelt es im Wesentlichen im ABGB (in Kraft seit 1.1.1812)

  • Spezialgesetze wie KSchG, EheG, MRG, etc.

Rechtssubjekte (Seite 18)

  • Natürliche Personen: beginnen bei vollendeter Lebendgeburt, enden mit dem Tod

  • Juristische Personen: entstehen durch Gründungsakt + staatliche Anerkennung

Handlungsfähigkeit (Seite 20)

  • Geschäftsfähigkeit: Fähigkeit zur rechtlichen Bindung

  • Deliktsfähigkeit: Fähigkeit zur Schadenersatzpflicht

Geschäftsunfähigkeit (Seite 21)

  • Personen, denen Einsicht in rechtliche Folgen fehlt

    • Minderjährige und psychisch Kranke

Minderjährige (Seite 22)

  • Unter 7 Jahren: nur alterstypische Geschäfte

  • 7-14 Jahre: Versprechen annehmen

  • 14-18 Jahre: geschäftsfähig unter Bedingungen

Deliktsfähigkeit natürlicher Personen (Seite 23)

  • Ab 14 Jahren

  • Ausnahmen für Billigkeitshaftung

Stellvertretung (Seite 25)

  • Stellvertretung: rechtswirksames Handeln für einen anderen

    • Bote: überbringt Nachrichten

Voraussetzungen wirksamer Stellvertretung (Seite 27)

  • Geschäftsfähigkeit

  • Vertretungsmacht und Offenlegung

Vollmacht (Seite 28)

  • Begriff und Arten der Vollmacht

  • Erlöschen von Vollmacht

Missbrauch der Vertretungsmacht (Seite 31)

  • Abgeschlossene Geschäfte können im Innenverhältnis Schadensersatzpflicht hervorrufen.

Sachenrecht (Seite 33)

  • Recht der Güterzuordnung

    • dingliche Rechte an körperlichen Sachen

Eigentum (Seite 41)

  • Definition und Rechtsfolgen

  • Arten von Eigentum: Alleineigentum, Miteigentum

Eigentumserwerb (Seite 43)

  • Voraussetzungen für den Erwerb von Eigentum

    • Titel und Modus

Eigentumsschutz (Seite 47)

  • Eigentumsklage

    • Anspruch auf Wiederherstellung des Besitzes

Vertragsrecht (Seite 52)

  • Grundlagen: Privatautonomie

  • Arten von Rechtsgeschäften

Vertragsvoraussetzungen (Seite 56)

  • Angebot, Annahme, Geschäftsfähigkeit

Willensmängel und Nichtigkeitsgründe (Seite 64)

  • Allgemeine und spezielle Nichtigkeitsgründe

Leistungsstörungen (Seite 67)

  • Arten von Leistungsstörungen: Nachträgliche Unmöglichkeit, Verzug, Gewährleistung

Änderungen des Vertragsverhältnisses (Seite 78)

  • Arten der Änderungen

Verjährung (Seite 88)

  • Verlust der Klagbarkeit eines Rechts durch Zeitablauf

Wichtige Vertragsarten im Überblick (Seite 90)

  • Verschiedene Typen von Verträgen wie Kauf-, Arbeits-, und Dienstleistungsverträge

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Seite 129)