Haus der Wünsche - Langzeitpflegeeinrichtung Notes
Einrichtung
- Langzeitpflegeeinrichtung am Stadtrand von Münster
- MS-Albachten
- Gebäude mit Aufzug und Treppenhäusern
- Erdgeschoss (EG): Hauptsächlich Verwaltung
- 1./2. Obergeschoss (OG): Langzeitpflege
- 3. OG: Kurzzeitpflege
- Kapazität für insgesamt 40 Bewohner*innen auf zwei Wohnbereichen
- Zusätzlich 10 Plätze auf der Kurzzeitpflegestation
- Großer Garten
- Hochbeete für Gemüse und Kräuter
- Obstbäume
- Hühnerstall
- Bänke und Picknicktische mit Sonnenschirmen
- Kiosk mit Snacks und Drogerieprodukten sowie Friseur direkt im Haus
Ausstattung
- Smartphones, Klingeln, Telefone zur internen Kommunikation
- Hilfsmittel:
- Lifter, Aufstehhilfen, Sitzkissen, Bettverlängerung
- Sensor- und Spezialmatratzen
- Waagen (Steh-/ Sitz-/ Bettwaage)
- Infusionsständer
- Hilfsmittel für Mahlzeiten (z.B. Anti-Rutsch-Unterlagen, gebogenes Besteck)
- Dienstkleidung wird gestellt, Richtlinien für Privatkleidung (z.B. keine Tops)
- Hygiene: Reinigungskräfte auch für Einzelzimmerreinigung
- Dienstwagen für Arztfahrten, Einkäufe etc.
Zimmer
- Pflegegruppenanpassung je nach Aufwand
- Individuelle Zimmeranforderungen
- Regeln für Zimmervergabe und Ausstattung
- Große Zimmer mit eigenem, ebenerdigen Bad
- Geeignet sowohl für Einzelpersonen als auch für Ehepaare
- Privatmöbel sind erlaubt, lediglich das Pflegebett ist verpflichtend
- Wandgestaltung mit Fotos, Bildern etc. ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht
- Ermöglicht angenehmes Umfeld
- Gibt Aufschluss über die Persönlichkeit der Bewohner*innen
Gemeinschaftsräume
- Speisesaal, Raum für Sportgruppen
- Gestaltungsideen
- Lichtdurchflutet und helle Wände
- Dekoration der Wände durch Fotos von Bewohner*innen bei z.B. Aktivitäten sowie selbstgestaltete Kunstwerke
- Pflanzen (ungefährlich, pflegeleicht)
- Nutzung von Gemeinschaftsräumen für Aktivitäten wie:
- Therapiehunde
- Zeitungsrunden und Geburtstagsmeldungen
- Gemeinsame kreative Arbeiten
- Feierlichkeiten
Finanzierung
- Pflegekassen-Zuweisung:
- PG2: 805€
- PG3: 1.312€
- PG4: 1.855€
- PG5: 2.089€
- Gesamteinkommen: 100.815€/ Wohnbereich/ Monat (= pro Bewohner*in 3.522 €)
- Spenden, Werbung, Sponsoren
- ggf. Öffentlichkeitsarbeit zusammen mit Bewohner*innen (DSGVO-konform!)
- Einnahmen durch Mieten von Kiosk, Friseursalon
- 25qm Gewerbefläche für Friseur: 650€ Warmmiete/ Monat
- 12qm Gewerbefläche für Kiosk: 364€ Warmmiete/ Monat
- Gemeinsames Frühstück für Mitarbeiter*innen, bezahlt aus der Stationskasse
Team
- Pro Schicht/ WB:
- 2 dreijährig Examinierte
- 2 einjährig Examinierte
- 1 Helfer*in
- Zusätzlich Auszubildende
- Hauswirtschafts- und Küchenpersonal
- Reinigungspersonal
- Wohnbereichsleitungen
- Hauswirtschaftsleitung
- Heimleitung
- Hausmeister*in
- Regelmäßige Teambesprechungen
Einarbeitungskonzept
- Neue Mitarbeiter*innen
- Mind. 4 Wochen mit Prüfung/ Pflegevisite am Ende der Einarbeitung
- Einarbeitung in allen Schichten
- Nutzung von Übergabezetteln/ Bezugspflegeberichten
- Regelmäßige Anpassung
- Bilder zu Bewohner*innen
- Pläne aktuell halten!
- Je nach “Ergebnis” ggf. Verlängerung der Einarbeitungszeit
- Evaluationsgespräch am Ende
- Dienstpläne
- Anpassung an familiäre Gegebenheiten, Alter etc.
- Auszubildende
- Einarbeitung über den gesamten Einsatz (bei Einsätzen bis 8 Wochen)
- Längere Einsätze: Übernahme von 1-4 Bewohner*innen
- angepasst an Fähigkeiten und Ausbildungsdrittel
- Planungsbögen: Was ist in welchem Einsatz erlaubt? Wer muss in welchem Einsatz welche Inhalte lernen?
- Bewohner*innen bleiben für die Zeit im Einsatz gleich
- Ausnahme: kurzzeitige Überbrückung von extremen Personalmangel
- Feedback durch alle Mitarbeiter*innen, nicht nur durch PA
- Reflexion: Erst-, Zwischen- und Abschlussgespräch
- Zusätzliche Reflexionen nach neuen Erlebnissen (1. SD/ ND, Notfälle, …)
- Schulungen zu Bewertungsbögen für Mitarbeiter*innen, die diese ausfüllen
Mitarbeitervorteile
- Bezahlung nach TVÖD-P
- z.B.: 2930.44 € brutto/ Monat ( Gehaltsrechner Öffentlicher Dienst )
- Entgeltgruppe 6, Stufe 1, Steuerklasse 1 (PP ohne einschlägige Berufserfahrung)
- Separate Parkplätze für Mitarbeiter*innen
- Job-Bike
- Vergünstigungen:
- Fitnessstudios
- Kur-Angebote
- Dienst-Smartphones
- Telefonate
- Klingeln
- (Foto-) Doku
Pflegekonzept
- Bezugspflegekonzept
- Anpassung der Pflegegruppen je nach Aufwand
- Mind. halbjährliche Pflegevisiten zur besseren Abstimmung der Pflege
- Bei neuen Mitarbeiter*innen ggf. öfter
- Durchgeführt durch dreijährig Examinierte und Wohnbereichsleitung
- Dokumentation:
- Durchgeführte Pflegetätigkeiten
- Wie lange dauert welche Pflegetätigkeiten bei den Bewohner*innen?
- ABER: nur Einschätzung, keine Zeitlimitierung!
- Dreijährig Examinierte: Bürotag alle vier Wochen
- Anpassung der Pflegeplanungen, Dokumentationen und Akten der Bezugsbewohner*innen
- Biografiearbeit
- Beruf, Hobby, Partner*innen, Angehörige, …
Betreuungskonzept
- Betreuung als Kernpunkt des täglichen Lebens
- Personal auf Minijob-Basis (z.B. Student*innen)
- Kooperationen mit Grundschulen:
- Sachunterricht zum Thema “Alte Menschen”
- Erzählungen im Unterricht durch Pflegekräfte der Einrichtung
- Besuche der Kinder in der Einrichtung (z.B. gemeinsame kreative Arbeiten)
- Gesellschaftsspiele
- Sportgruppen mit Physiotherapeuten
- Vierteljährlich Ausflüge (finanziert über Spenden)
- Rikschafahrten, Zoo, Kunstausstellungen, …
- Täglich optionale Zeitungsrunde
- Weihnachtsfeier, Sommerfest, …
- Nutzung/ Bepflanzung des eigenen Gartens
- Fokus: Biografie und Persönlichkeit der Bewohner*innen
Diversitätskonzept
- Gendern wird aktiv umgesetzt
- Jeder darf dort wohnen - keine Diskriminierung
- Gleichmäßige Aufteilung der Pflegegrade auf Wohnbereiche zur Vermeidung von Stigmatisierung
- Fokus auf individuelle Pflegegeschichten
- Jede pflegebedürftige Person bringt eigene Erfahrungen mit
- Berücksichtigung von Allergien, Religion, kulturellen Eigenheiten
- z.B. keine Tiere für Allergiker, Kleiderspenden mit Auswahlmöglichkeiten
- Familiäre & kulturelle Gegebenheiten werden respektiert
- z.B. Essgewohnheiten, Kleidung, Rückzugsbedürfnisse
- Integration durch gemeinschaftliche Angebote
- Sportgruppen, Zeitungsrunden, Geburtstagsmeldungen
Prozess
- Fokus ganz bewusst v. A. auf Mitarbeiter*innen, weniger spezielle therapeutische/ pflegerische Konzepte
- Zufriedenere Mitarbeiter*innen sorgen für angenehmere Atmosphäre
- Bessere Pflege als Folge
- Glücklichere Bewohner*innen
- Schlechte Stimmung sorgt auch bei Angehörigen für Unzufriedenheit
- Sorgen
- Schlechte Beziehung zu Mitarbeiter*innen
- Warum “Haus der Wünsche”?
- Anlehnung an “Raum der Wünsche” aus dem Harry Potter Universum
- Raum (bzw. Haus), der (bzw. das) sich immer an die Bedürfnisse der Benutzerinnen (bzw. Bewohnerinnen) anpasst