Personal_FH_III

Begriff und strategische Personalentwicklung (Seite 5)

  • Personalentwicklung ist der Prozess der gezielten Weiterentwicklung von Mitarbeitern durch spezifische und systematische Maßnahmen

  • Personalentwicklung umfasst Maßnahmen zur Förderung, Qualifizierung und Weiterbildung von Mitarbeitern

  • Strategische Personalentwicklung beschreibt langfristige Maßnahmen, um Mitarbeiter für zukünftige Anforderungen auszubilden

Ziele der strategischen Personalentwicklung (Seite 6)

  • Langfristiges Ziel: Mitarbeiter qualifizieren, um zum Unternehmenserfolg beizutragen und motiviert zu bleiben

  • Win-Win-Situation: Mitarbeiter entwickeln sich und Unternehmen kann Ressourcen optimal einsetzen

Ziele der Personalentwicklung für Unternehmen und Mitarbeiter (Seite 7)

  • Unternehmen: Mitarbeiter fachlich und methodisch weiterbilden, Potentiale nutzen, Personalbestand sichern, Position verbessern, Nachwuchsführungskräfte erkennen und fördern, Motivation steigern, Erfolg und Zukunftsfähigkeit sichern

  • Mitarbeiter: Fachliche und methodische Weiterbildung, Potentiale nutzen, persönliche Entwicklung, Aufgabengebiet gestalten, Position verbessern, Motivation steigern, mehr Geld verdienen, Position auf dem Arbeitsmarkt verbessern, Selbstbewusstsein steigern

Ziele der Personalentwicklung (Seite 8)

  • Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter fördern

  • Erhaltung und Verbesserung der Markt- und Wettbewerbsfähigkeit

  • Erhaltung und Erhöhung der Flexibilität und Motivation

  • Sicherung eines qualitativ guten Mitarbeiterstamms und der Mitarbeiterloyalität

Risiken der strategischen Personalentwicklung (Seite 9)

  • Falsche Einschätzung des technologischen Wandels und zukünftiger Trends

  • Investitionen in Weiterbildung gehen in die falsche Richtung

  • Falsche Einschätzung der Budgets für Weiterbildung führt nicht zu Kompetenzerwerb

  • Fachkräftemangel führt zu erhöhtem Wettbewerb und Abwerbung von gut ausgebildeten Arbeitnehmern

Aufgaben der strategischen Personalentwicklung (Seite 10)

  • Anreize setzen, um Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden

  • Anreize: monetäre Anreize, Unternehmen als attraktive Marke positionieren, Aufstiegschancen und Weiterbildung bieten, Transparenz der Zukunft bieten, individuelle Personalentwicklung, Freizeitmöglichkeiten und Familienintegration, soziales Auftreten des Unternehmens, Sozialleistungen betonen, Mensch im Vordergrund

Instrumente der Personalentwicklung (Seite 12)

  • Berufseinsteiger: Berufsausbildung, berufsbegleitendes Studium, Traineeprogramm, Praktika, Mentoring, Coaching

  • Angestellte: Job Enlargement (Verantwortungsbereich erweitern), Job Enrichment (höherwertige Tätigkeiten)

Instrumente der Personalentwicklung für Angestellte (Seite 14-15)

  • Job Enlargement: Verantwortungsbereich quantitativ und qualitativ erweitern

  • Job Enrichment: Arbeitsinhalte durch höherwertige Tätigkeiten anreichern

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  • Angestellte Job Rotation:

    • Mitarbeiter können in eine andere Rolle/Abteilung wechseln

    • Ermöglicht Abwechslung im Arbeitsalltag

    • Auch für Führungskräfte geeignet

    • Beispiel: Marketing- und Vertriebsleiter tauschen temporär ihre Jobs

    • Ziel der Rotation und Ableitung von Personalentwicklungsmaßnahmen wichtig

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  • Angestellte Projektarbeit:

    • Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Abteilungen

    • Erweiterung des fachlichen und persönlichen Horizonts

    • Beitrag zur Lösungsfindung aus frischer Perspektive

    • Beispiel: Team für Montage und Inbetriebnahme von Backanlagen im Ausland

    • Auswahlkriterien für Teamzusammensetzung

    • Vor- und Nachteile eines Teams mit immer gleichen Mitarbeitern

    • Instrumente für erfolgreiche Teamentwicklung

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  • Welches Instrument bietet sich an?

    • Mentoring, Coaching, Berufsausbildung, berufsbegleitendes Studium, Traineeprogramm, Praktika

    • Unterstützung bei Kommunikation, Qualität, Erwartungshaltungen

    • Abhängig vom Abschluss des Kandidaten

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  • Coaching, Tutoring, Mentoring:

    • Tutoring: Einweisung in neues Gebiet schrittweise durch Trainer oder Pate

    • Coaching: individuelle Bearbeitung von Herausforderungen, Hilfe zur Selbsthilfe

    • Mentoring: erfahrenes Organisationsmitglied als Ansprechpartner, Kontaktstelle für Fragen

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  • PE-Strategie:

    • Strategische Herangehensweise wichtig für Mitarbeiterentwicklung

    • Abstimmung mit Geschäftsführung und Einholung von Mitarbeiterinformationen

    • Langfristige Ausrichtung des Unternehmens durch Ressourcenplanung, Weiterbildungen, etc.

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  • Begriffe Bedarfsanalyse:

    • Analyse von Renteneintritten, Abwesenheiten, Kompetenzbedarf

    • Förderung von Mitarbeitern

  • Zieldefinition:

    • Unternehmensziele, Wachstumsziele, Positionierung

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  • Individuelle Angebote für junge Generation

  • Unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen der Mitarbeiter

  • HR muss individuell reagieren, ohne das Unternehmen aus den Augen zu verlieren

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  • Beispiel für Individualität: Entwicklungsbudget für Festangestellte

  • HR und fachliche Vorgesetzte beratend zur Seite stehen

  • Dokumentation von Entwicklungen durch Software

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  • Bildungsbedarfsermittlung:

    • Manifeste und latente Bildungsbedarfe

    • Latenter Bedarf aufgrund von "blinden Flecken" oder fehlenden Kenntnissen

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  • Zwei Kulturebenen: Mitarbeiterperspektive, Kundenperspektive, Unternehmensperspektive

  • Wirkungsfelder der Kultur: ROI, Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenloyalität, Markenwert, etc.

Note

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  • Unternehmensphilosophie ist die Frage nach den Ursprüngen, Zusammenhängen und Zukunft der Welt

    • Unternehmen setzt sich mit den Wertevorstellungen der Umwelt auseinander

    • Zentrale übergeordnete Konzeption für die Führung eines Unternehmens und seine Langfrist-Ausrichtung am Markt

    • Kultur, Leitbild und Strategie des Unternehmens werden daraus abgeleitet

    • Besteht aus expliziten und impliziten Grundeinstellungen der Eigentümer oder Geschäftsführer

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  • Vorteile einer Unternehmensphilosophie nach außen

    • Andere wissen, wofür man steht

    • Orientierung für Kunden und Geschäftspartner

    • Grundlegende Werte und Normen werden immer wichtiger für Kaufentscheidungen

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  • Unterschied zwischen Unternehmensphilosophie und Leitbild

    • Leitbild ist eine praktische Anleitung zur Umsetzung der Firmenphilosophie

    • Leitbild gibt Orientierungspunkte für den Alltag, um die Philosophie umzusetzen

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  • Unternehmensphilosophie hat einen Soll-Charakter

  • Kommuniziert das Bekenntnis zur Wirtschaftsordnung und gesellschaftlichen Funktion

  • Einstellung zu Wachstum, Wettbewerb und technischem Fortschritt

  • Rolle des Gewinns für Unternehmen und Gesellschaft

  • Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und anderen Stakeholdern

  • Spielregeln und Verhältnisnormen im Rahmen der Tätigkeit des Unternehmens

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  • Unternehmensleitbild übersetzt die Unternehmensphilosophie in eine verständliche und motivierende Zielsetzung

  • Bietet Mitarbeitern Orientierung und zeigt der Öffentlichkeit, wofür man steht

  • Funktionen des Unternehmensleitbilds nach innen und nach außen

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  • Unternehmenskultur beschreibt das gewachsene und gelebte Wertesystem des Unternehmens

  • Prägt Verhaltensweisen, Denken, Handeln und Erscheinungsbild der Unternehmung

  • Besteht aus unbewussten, teils bewussten und bewussten Ebenen

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  • Führung, Beziehungen und Entscheidungen leiten sich aus der Unternehmenskultur ab

  • Organisationskultur kann anhand von Fragen erfasst werden

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  • Eine gute Unternehmenskultur legt die Basis für das Erreichen von Zielen und gibt Mitarbeitern Halt

  • Werte prägen Verhalten und beeinflussen das Ergebnis

  • Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung sind positiv beeinflusst durch eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur

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  • McKinsey - 7 - S: Erfolg eines Unternehmens basiert auf sieben harten und weichen Faktoren

  • Harte Faktoren sind offen einsehbar, weiche Faktoren beschreiben Werte, Fähigkeiten und Arbeitsweisen

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  • Unterschied zwischen Unternehmensleitbild und Unternehmenskultur

  • Leitbild wird aktuell gelebt, während die Kultur die angestrebte Positionierung hinsichtlich Kunden und Mitarbeitern steuert

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  • Corporate Identity soll dem Unternehmen eine spezifische Identit��t verschaffen

  • Summe aller durch das Unternehmen beeinflussbaren Faktoren

  • Ziele: eindeutige Positionierung am Markt und gute Integration der Mitarbeiter

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  • Corporate Identity

    • Corporate Identity Politik

    • Corporate Design

      • Erscheinungsbild (Farben, Schriftzug, Logo, Architektur, Produkte, Verpackung, Kleidung, Uniform)

    • Corporate Communication

      • Kommunikation (Anzeigen, Plakate, Prospekte, Slogans, KFZ, Messen)

    • Corporate Behaviour

      • Verhalten (MA-Führung, Öffentlichkeitsarbeit, Umgangston, Kultur, Pressearbeit)

  • Warum CI?

    • Produkte sind austauschbar

    • Preisunterschied gering

    • Kauf erfolgt zufällig

    • Schaffung eindeutiger Präferenzstrukturen

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  • Gruppen

    • Formelle Gruppen

      • Von außen organisiert, von außen vorgegeben

      • Nach rationalen Kriterien organisiert, bewusst geplant und eingesetzt

      • Stark ergebnisorientiert

      • Zusammensetzung ist zufällig

    • Informelle Gruppen

      • Von innen/aus der Gruppe heraus organisiert

      • Bilden sich spontan auf freiwilliger Basis

      • Bilden sich aufgrund persönlicher Bedürfnisse, Sympathie und sozialer Gemeinsamkeiten

      • Soziale Bedürfnisse stehen im Vordergrund

      • Bestehen zwischen oder neben formellen Gruppen

      • Gruppe selbst verteilt die Rollen, Aufgaben und organisiert sich selbst

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  • Kennzeichen einer Gruppe

    • Mind. 3 Mitglieder

    • Gemeinsame Ziele und Interessen

    • Gemeinsame Werte- und Normensystem

    • Innerer Zusammenhalt, Zusammengehörigkeitsgefühl, Gruppenbewusstsein, Wir-Gefühl

    • Gegenseitige Beeinflussung

    • Relativ langfristiges Überdauern des Zusammenseins

    • Aufbau Gruppenstruktur

    • Kontakt

    • Steigerung der Fähigkeiten

  • Existenz informeller Gruppen auf das betriebliche Geschehen

    • Positive Folgen?

    • Negative Folgen?

    • Vor- und Nachteile der Gruppenarbeit?

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  • Gruppendynamik vs. Gruppendruck

    • Gruppendynamik

      • Kräfte, durch die Veränderungen innerhalb einer Gruppe verursacht werden

      • Beschreibung von Trainingsmaßnahmen, die soziale Fertigkeiten fördern sollen

    • Gruppendruck

      • Kräfte, die nach außen wirken

      • Abweichende Ansichten, Argumente oder Arbeitsweisen werden unterdrückt

      • Arbeitsverhalten kann dadurch gezielt gesteuert werden

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  • Ringelmann

    • Soziales Faulenzen

    • Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen lässt nach, weil kein persönlicher Gewinn dahinter steht

    • Anpassung an Gruppenstandard

    • Individuelle Leistung wird an die Standards der Gruppe angepasst

    • Ablehnung der Gruppenarbeit

    • Individualistische MA lehnen Gruppenarbeit ab und ziehen sich zurück

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  • Rollenbilder in Gruppen

    • Star

      • Informeller Führer und hat einen hohen Anteil an der Gruppenleistung

      • Extrovertierter Mensch mit Verhaltenstendenzen zu provozieren, unangemessene Herrschaftsansprüche

    • Besserwisser, Angeber, Wichtigtuer

    • Freche Intriganten hintergehen andere

    • Problembeladene machen sich zu viele Gedanken, haben private Sorgen

    • Drückeberger scheuen die Arbeit

    • Neuling sind erst seit kurzem dabei, sind nicht in der Gruppe integriert

    • Außenseiter bekommen belanglose Aufgaben

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  • Gruppen und Führungsstile

    • Star fördernder FS

      • Anerkennung

      • Nutzen der Vorbildfunktion

    • Freche sorgfältig beobachten

    • Strenge und Konsequenz

    • Humor und Geduld nicht verlieren

    • Intriganten negatives Verhalten offen im Dialog ansprechen

    • Problembeladene ermutigen, unterstützen, Hilfe zur Selbsthilfe

    • Drückeberger fordern, anspornen, Erfolge erleben lassen

    • Milde wird ausgenutzt

Page 52:

  • Führungsstile

    • Despotischer Führungsstil

      • Klare Trennung bei der Entscheidungsfindung

      • Führungskraft entscheidet selbst und teilt dem Mitarbeiter lediglich die Entscheidung mit

      • Angestellte haben keinen Entscheidungsspielraum

    • Patriarchalischer Führungsstil

      • Vorgesetzter "verkauft" seine Entscheidung

      • Entscheidung wird trotz Widerständen im Team durchgesetzt

    • Hierarchischer Führungsstil

      • Mitarbeiter haben Mitspracherecht

      • Führungskraft schlägt eine Entscheidung vor, die noch geändert werden kann

      • Teammitglieder können Verbesserungsvorschläge machen

Page 53:

  • Führungsstile

    • Partizipativer Führungsstil

      • Mitarbeiter haben relativ viel Entscheidungsspielraum

      • Führungskraft stellt Anforderungen oder Ziele dar, Team sucht nach Lösungsvorschlägen

      • Führungskraft trifft die Entscheidung

    • Kooperativer Führungsstil

      • Ähnlicher Entscheidungsprozess wie beim partizipativen Führungsstil

      • Team sucht nach Lösungsvorschlägen und trifft selbst die Entscheidung

      • Verantwortung liegt bei den Mitarbeitern, Fremdkontrolle wird durch Eigenkontrolle ersetzt

    • Laissez-faire Führungsstil

      • Mitarbeiter handeln vollständig frei innerhalb systembedingter Grenzen

      • Entscheidungsgewalt liegt bei den Angestellten