Die Renaissance
Die Renaissance
Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.
Mittelalter
Vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsform: Feudalismus (Lehnswesen).
Lateinischer Begriff: feudum (Lehen).
Gesellschaft nach Ständen geordnet:
König > Adel (weltlich/geistlich) > Bürger > Bauern.
Christentum prägt das Weltbild, Wissenschaft, Literatur, Architektur, Kunst und Kultur sowie die Sprache (Latein).
Epochaler Wandel (13. bis 16. Jahrhundert)
Um 1500: Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.
Veränderungen in mehreren Bereichen:
Klima
Wirtschaft
Technik
Entdeckungen
Denken
Klima
Abkühlung führte zu Missernten und Hungersnöten.
Religiöse Deutung (Weltbild Mittelalter):
Götliches Strafgericht.
Dazu: Gebete, Pilgerzüge, Buße, Verfolgungen, insbesondere von Juden.
Pest
Einschleppung durch Handel mit Asien.
„Schwarzer Tod“: Dunkelheit der Sterbenden.
20-50% der Bevölkerung stirbt.
Zusammenhalt in der Bevölkerung schwand, was zu kultureller und wirtschaftlicher Stagnation führte.
Sündenbock: Juden unter anderem.
Wirtschaft
Städte durch die Pest beinahe menschenleer.
Überlebende hatten viel Geld und Besitz, während Bauern keinen Absatz mehr hatten, was zu Verarmung führte.
Frühkapitalismus: Ziel, möglichst viel Gewinn zu erzielen.
Familie Fugger und Weberfamilie: Umstieg auf das Verlagssystem.
Lieferung von Material, Kauf fertiger Produkte und Vertrieb in ganz Europa.
Hohe Gewinne durch Geldverleih und Zinsen.
Schuldner: Fürsten, Papst, König/Kaiser.
Geldwirtschaft
Geldverleih gegen Zinsen wurde üblich.
Zinsverbot für Christen; Juden vom Verbot ausgenommen.
Begriff „banca“ (Tisch) stammt aus Italien: Geld wurde am Tisch gezählt.
Technik
Neue Waffentechnik:
Feuerwaffen: Artillerie, Pistolen, Gewehre.
Ritter und Burgen verloren an Macht.
Seefahrt
Eingeführte Technik: Kompass, neue Schiffstypen für längere Seefahrten.
Entdeckung Amerikas: Columbus (1492) und Weltumseglung (Magellan 1519-1522).
Eroberung und Ausbeutung von Südamerika und Afrika, Sklavenhandel.
Buchdruck
Einführung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern.
Erfindung durch Gutenberg (um 1400 – 1468), Druckpresse um 1450.
Medienrevolution.
Denken
Neue Denkweise: Vernunft und Kritik gewinnen an Bedeutung.
Rückbesinnung auf antikes Denken (Renaissance = Wiedergeburt des alten Denkens).
Humanismus
Abwendung vom Göttlichen, Bildung als Grundlage des Verständnis.
Selbstbewusstsein, Streben nach Freiheit, Wissen, Erfolg und Glück.
Geistesströmung der Renaissance, beschleunigte Ausbreitung durch Buchdruck.