Expert Focus 06/2025 Zusammenfassung nach Themenblöcken
EXPERT FOCUS 06/2025 – ZUSAMMENFASSUNG PJ-DIPLOMPRÜFUNG
Einleitung und Heftüberblick
Die Ausgabe des Expert Focus 06/2025 konzentriert sich primär auf steuerliche Themen, deckt jedoch auch die Bereiche Audit, Technologie und Künstliche Intelligenz (KI), Sustainability & Governance sowie den Public Sector ab. Obwohl die Ausgabe auf Juni 2025 datiert ist, erfolgte die Erstellung und Freigabe des PDF-Downloads im Jahr 2026.
Zu den zentralen Inhalten gehören:
Internationales Steuerrecht (BEPS 2.0): Trends und Auswirkungen auf die Schweiz durch D. Gentsch.
Mehrwertsteuer (MWST): Herausforderungen bei Photovoltaikanlagen (B. Suter) und die MWST-Überwälzung ohne vertragliche Regelung (T. F. Rohner/C. Bellucci).
Rechtsprechung: BGer-Urteile zur Verrechnungssteuerhinterziehung (P. Hinny).
Accounting: Fallstudien zum Tax Accounting (M. Passardi/M. Gisler).
Politik und Sozialversicherung: «Tax the Rich!»-Initiative (T. Hug/D. Martinis-Arth) und Telearbeit in der EU/EFTA (S. Bùhler).
Technologie: Agentic AI im Internal Audit (M. Schreyer/T. Mäder/T. F. Ruud) und Machine Learning (J. Lamas-Valverde).
Corporate Governance: Lehren aus dem Untergang der Credit Suisse (K. Hofstetter).
QUO VADIS, INTERNATIONALES STEUERRECHT? TRENDS UND AUSWIRKUNGEN AUF DIE SCHWEIZ
Das internationale Unternehmenssteuerrecht unterliegt seit 2013, angefùhrt durch G20 und OECD, massiven Veränderungen.
BEPS 1.0 und die Reaktion der Schweiz
Das Projekt «Base Erosion and Profit Shifting» (BEPS) zielte darauf ab, länderübergreifende Steuertransparenz zu schaffen und kreative Steuerpraktiken zu unterbinden. In der Schweiz fùhrte dies zur Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF), die am 1. Januar 2020 in Kraft trat.
Abschaffung: Kantonale Steuerregimes (z.B. Holdingstatus).
Einfùhrung: Patentbox und Sonderabzug für Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E).
BEPS 2.0: Die zwei Säulen
Säule 1: Zielt auf eine Neuzuweisung von Besteuerungsrechten an Marktstaaten ab. Dies bedeutet eine Abkehr vom Fremdvergleichsgrundsatz hin zu einer formelbasierten Gewinnallokation. Aktueller Status: Als gescheitert angesehen.
Säule 2: Strebt eine globale Mindeststeuer von pro Jurisdiktion an. Der Begriff «globale Mindeststeuer» ist präziser als Mindestbesteuerung in jeder einzelnen Jurisdiktion zu verstehen, unabhängig von der globalen Durchschnittsquote des Konzerns.
Aktueller Stand und Wettbewerbsfähigkeit
Die Umsetzung von Säule 2 erfolgt fragmentarisch. Während die OECD und EU daran festhalten, verweigern die USA und China die Unterstützung. Dies fùhrt zu Wettbewerbsnachteilen für europäische Konzerne. Die Schweiz muss in diesem geopolitischen Umfeld ihre steuerliche Wettbewerbsfähigkeit unter Berücksichtigung kantonaler Besonderheiten aktiv verteidigen.
PHOTOVOLTAIKANLAGEN UND EIGENVERBRAUCH DER SOLARENERGIE: MWST-UPDATE
Im Bereich der Photovoltaikanlagen (PV) besteht ein Disput zur MWST-Beurteilung des Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) nach Art. 17 Energiegesetz.
Problemstellung: Mieter-ZEV
Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) stellt beim Aussenauftritt auf den Vertragswortlaut ab, statt eine rein wirtschaftliche Betrachtungsweise einzunehmen.
Leitfaden Energie Schweiz: Individuelle Stromlieferungen im ZEV sind zum Normalsatz von abzurechnen.
ESTV-Praxis: Tritt der Mieter-ZEV selbst gegenüber dem Verteilnetzbetreiber (VNB) auf, betrachtet ihn die ESTV als eigene steuerpflichtige Person.
Konsequenzen und «Tax Occult»
Wenn ein Mieter-ZEV nicht freiwillig im MWST-Register eingetragen ist, entsteht bei der Stromlieferung eine faktische Steuerlast von ( beim Bezug zzgl. mangels Vorsteuerabzug beim Weiterverkauf). Ein steuerpflichtiger Vermieter müsste entweder:
Jeden Mieter-ZEV separat registrieren (hoher administrativer Aufwand).
Eine volle Tax Occult in Kauf nehmen.
Nach Art. 24 Abs. 2 MWSTG ist zudem eine Abrechnung zu Arm's-Length-Werten erforderlich, was potenziell im Widerspruch zum Energiegesetz und mietrechtlichen Vorgaben steht.
DATENQUALITÄT VON NACHHALTIGKEITSBERICHTEN IN DER FINANZBRANCHE
Finanzinstitute müssen ESG-Daten (Environmental, Social, Governance) für finanzierte Emissionen, betriebliche Emissionen und Immobilienportfolios erheben.
Herausforderungen bei ESG-Daten
Validierung: Rohdaten variieren in Abdeckung und Qualität. Es fehlen einheitliche Bewertungsmethoden.
Regulierung: ESG-Datenanbieter werden in der Schweiz aktuell nicht umfassend reguliert, im Gegensatz zur EU.
Verfügbarkeit: Unternehmen nutzen oft Schätzungen (Proxys) oder Modellierungen statt manueller Messungen, was die Transparenz verringert.
Das Datenvalidierungskonzept
Ein robustes Konzept zur Sicherstellung von Vollständigkeit und Richtigkeit erfordert:
Governance-Säulen: Prozesssteuerung sowie Daten- und Technologie-Governance.
Definition von Rollen: Festlegung von Verantwortlichkeiten und Eskalationsprozessen.
Offenlegung: Integration der Datenaspekte in die allgemeinen Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung.
PRINCIPAUX MÉCANISMES DE DÉTERMINATION DU PRIX DANS LES TRANSACTIONS M&A
In der Schweizer M&A-Praxis dominieren zwei Preisfindungsmechanismen:
Locked Box
Der Preis wird bei Signing fix auf Basis historischer Abschlüsse (Locked Box Accounts) zu einem Stichtag (Locked Box Date) festgelegt.
Schutzmechanismus: Verbot von «Leakages» (Dividendenausschüttungen, Vermögensübertragungen an den Verkäufer). Verstösse fùhren zu einer -igen Entschädigungspflicht.
Permitted Leakages: Explizit erlaubte Zahlungen wie Verwaltungsratshonorare.
Vorteile: Preissicherheit und geringere Kosten nach dem Closing.
Comptes de clôture (Closing Accounts)
Die Preisermittlung erfolgt erst nach dem Closing auf Basis der effektiven Bilanzzahlen zum Closing-Tag.
Variablen: Anpassung basierend auf Nettofinanzverschuldung und Working Capital.
Verfahren: Der Verkäufer liefert eine Schätzung vor dem Closing; der Käufer erstellt das definitive Final Closing Statement 30 bis 90 Tage danach.
Streitbeilegung: Bei Uneinigkeit entscheidet ein unabhängiger Experte verbindlich (analog Schiedsgutachter nach Art. 189 ZPO).
URTEILE DES BUNDESGERICHTS ZUR VERRECHNUNGSSTEUERHINTERZIEHUNG
Grundlage ist Art. 61 VStG (Steuerhinterziehung durch Vorenthaltung oder Meldepflichtverletzung).
Sachverhalt und Urteil vom 3. Februar 2025
Eine Gesellschaft zahlte für ein Darlehen über einen Zins von , während die Steuerverwaltung einen Zinssatz von als fremdüblich erachtete. Die Differenz wurde als geldwerte Leistung qualifiziert.
Interner Steuerverantwortlicher: Wurde wegen eventualvorsätzlicher Hinterziehung verurteilt. Er hätte die Leistung spontan innert 30 Tagen nach Genehmigung der Jahresrechnung melden müssen. Spekulation auf eine fehlende Kontrolle der ESTV gilt als Steuerverkürzungsabsicht.
Externer Steuerberater: Wurde freigesprochen. Das Aufzeigen von Verteidigungsmitteln und Rechtsrisiken stellt keine Anstiftung dar, solange es sich um berufstypische legale Handlungen handelt.
Relevante Rechtsgrundsätze
Täterschaft (Art. 6 Abs. 1 VStrR): Auch Personen ohne formelle Organstellung können Täter sein, wenn sie fachlich zuständig und Ansprechpartner der Behörden sind.
Selbstveranlagungsprinzip: Der Steuerpflichtige muss von sich aus handeln; ein Abwarten auf Kontrollen ist unzulässig.
STEUERUNG VON KANTONALEN SUBVENTIONEN: GENFER GESUNDHEITSWESEN
Der Kanton Genf delegiert Gesundheitsleistungen (DAI/MIG) an autonome Betriebe (HUG, IMAD) mit einem Volumen von ca. pro Jahr.
Agenturtheorie
Es besteht eine Informationsasymmetrie zwischen dem Staat (Prinzipal) und den Spitälern (Agent). Der Agent kennt Kosten und Bedürfnisse besser, was das Risiko von Ineffizienzen und Budgetaufblähungen erhöht.
Audit-Ergebnis des Rechnungshofs (Cour des comptes)
Defizite: Für des Budgets () fehlten klare Ziele und Indikatoren im Leistungsvertrag.
Ressourcen: Zur Steuerung eines Gesamtbudgets von stand nur eine -Vollzeitstelle zur Verfügung.
Empfehlungen: Evaluation durch Experten, periodisches Finanzreporting mit Attestierung und risikoorientierte Audits.
MACHINE LEARNING (APPRENTISSAGE AUTOMATIQUE)
Maschinelles Lernen nutzt Statistik zur Mustererkennung und Vorhersage.
Grundbegriffe
Supervised Learning (Überwacht): Arbeitet mit gelabelten Daten (Input/Output bekannt). Anpassung über eine Verlustfunktion.
Unsupervised Learning (Unüberwacht): Sucht eigenständig nach Clustern oder Assoziationen in ungelabelten Daten.
Funktionen: Deskriptiv (Erklärung), Prädiktiv (Vorhersage), Präskriptiv (Handlungsempfehlung).
Modellierung und Validierung am Beispiel Gehaltsprognose
Daten werden in Trainingsdaten, Validierungsdaten und Testdaten (Out-of-Sample) unterteilt. Die Fehlerrechnung erfolgt über den RMSE (root mean squared error).
Overfitting: Das Modell ist zu komplex (z.B. Polynom 5. Grades), passt perfekt auf Trainingsdaten, versagt aber bei neuen Daten.
Underfitting: Das Modell ist zu einfach (linear), hohe Fehler in allen Datenmengen.
Optimum: Gefunden im Beispiel durch ein Polynom 2. Grades.
CFO SUSTAINABILITY COMPASS: NACHHALTIGKEIT STEUERN
Nachhaltigkeit wird vom Compliance-Thema zum Wertschöpfungstreiber.
Doppelte Materialität (2x2-Matrix)
Outside-In: Einfluss von Nachhaltigkeitsfaktoren auf den Unternehmenserfolg.
Inside-Out: Auswirkung des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft.
Dimensionen: Wertschöpfung vs. verantwortungsvolles Geschäftsgebaren.
Empfehlungen für CFOs
Kapitalkosten: Ein guter ESG-Score kann Fremdkapitalkosten senken.
Reporting: Erstellung eines auditsicheren Offenlegungssystems, das von der Geschäftsleitung unterzeichnet wird. Konsistenz zwischen Finanzbericht und Nachhaltigkeitsbericht ist zwingend.
Risiko: Vermeidung von Greenwashing-Haftungsrisiken durch neutrale und vollständige Angaben.
MWST BEI UMSTRUKTURIERUNGEN UND M&A
Fokus auf Debitoren-Vorsteuern und Kreditoren-MWST bei Vermögensübertragungen.
Divergenz der Zeitpunkte
Direkte Steuern: Meist rückwirkender Bilanzstichtag.
Mehrwertsteuer: Effektiver Vollzug (Closing/Handelsregistereintrag).
Risiken bei Bruttowerten
Vorsteuerabzug (Art. 28 Abs. 3 MWSTG): Setzt die Bezahlung der Rechnung voraus. Bei einer blossen Schuldübernahme ist fraglich, ob die Übertragende noch abzugsberechtigt ist.
Abrechnungspflicht: Wenn die Übernehmerin offene Posten einbucht, ohne die MWST-Positionen mitzuübernehmen, können Vorsteueransprüche irrtümlich verdoppelt werden, was Korrekturen erfordert.
FALLSTUDIEN ZUM TAX ACCOUNTING
Das Massgeblichkeitsprinzip (Art. 58 Abs. 1 lit. a DBG) bindet die Steuer an die handelsrechtskonforme Jahresrechnung (OR).
Fall I: OR vs. Swiss GAAP FER
Auch wenn ein Unternehmen Swiss GAAP FER anwendet, bleibt der OR-Abschluss steuerlich massgeblich. Ein «Einheitsabschluss» (FER entspricht OR) ist zulässig, wenn auf stille Willkürreserven verzichtet wird.
Fall II: Bewertung von Wertschriften
Wertberichtigung (Art. 960a Abs. 4 OR): Zusätzliche vorsichtsbedingte Wertberichtigungen ( pauschal) werden steuerlich laut SSK-Praxis aufgerechnet.
Schwankungsreserve (Art. 960b OR): Dient der Glättung bei Bewertung zum Marktkurs. Steuerlich nur bei «üblichen» Schwankungen zulässig. Das BGer (9C_625/2023) bestätigte eine Aufrechnung im Kanton Zürich, da dieser keine pauschalen Reserven auf kotierten Titeln akzeptiert.
SIX EXCHANGE REGULATION (SER) UND SANKTIONEN
Zwischen 2004 und 2024 gab es 64 Sanktionen im Bereich Corporate Reporting.
Sanktionsrahmen
Stufen: Verweis, Busse bis bzw. , Handelsunterbrechung, Delisting.
Präzedenzfälle: Da Swiss GAAP FER keine offiziellen Interpretationen hat, dienen SER-Urteile als Auslegungshilfe.
Definition «ausserordentlich»: Gemäss Schiedsgericht müssen Ereignisse kumulativ «extrem selten» UND «nicht vorhersehbar» sein.
KI IN FINANZBERICHT UND AUDIT (KPMG-STUDIE)
der Unternehmen nutzen bereits KI in der Berichterstattung.
Klassifizierung
Leaders: Besitzen reife Governance, Fokus auf Datenethik und nutzen Cloud-Infrastruktur.
Anwendungsfelder: Anomalieerkennung (), Robotik/RPA ().
Generative KI vs. Traditionelle KI: Generative KI ist flexibler, kann unstrukturierte Daten verarbeiten und neue Inhalte generieren, während traditionelle KI auf spezifische Muster trainiert ist.
SOZIALVERSICHERUNGSRECHT EU/EFTA BEI TELEARBEIT
Unterstellungsregeln
Ausschliesslichkeitsprinzip: Nur ein Staat ist zuständig (Art. 11 VO 883/2004).
25%-Regel: Bei einer Tätigkeit von mind. im Wohnstaat erfolgt dort die Unterstellung.
Rahmenübereinkommen (seit 2023)
Erlaubt bei gewöhnlicher Grenztealarbeit die Beibehaltung der Unterstellung im Sitzstaat des Arbeitgebers, sofern die Telearbeit im Wohnstaat weniger als () beträgt.
Entsendung bei Workation
Bei vorübergehender, unregelmässiger Telearbeit greift die Entsendungsregelung (Art. 12 VO 883/2004) für maximal 24 Monate.
«TAX THE RICH!»-INITIATIVE
Der Gabriel Zucman-Report für die G20 schlägt eine -ige globale Vermögenssteuer für Milliardäre vor.
Kritik am Report
Die Datenbasis ist mit nur vier Ländern (2015–2018) nicht repräsentativ. Die Schweiz wird fälschlicherweise als Steuerparadies ohne Vermögenssteuer dargestellt.
Schweizer Realität
In Kantonen wie Genf erreicht die Belastung durch Einkommens-, Vermögenssteuer und AHV-Beiträge auf Vermögensbasis oft bereits bis . Eine fiktive Einkommensbesteuerung würde zudem gegen Art. 127 Abs. 2 BV (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) verstossen.
LEISTUNGSAUSTAUSCH UND VERRECHNUNGSPREISE (OECD)
Vergleichbarkeitsanalyse (5 Faktoren)
Vertragliche Bedingungen.
Funktionen, Vermögenswerte, Risiken (F&R-Analyse als Kern).
Eigenschaften des Wirtschaftsguts/Dienstleistung.
Wirtschaftliche Verhältnisse.
Geschäftsstrategien.
Methoden
Standardmethoden (Bruttoebene): Preisvergleich (CUP), Wiederverkaufspreis (RPM), Kostenaufschlag (Cost Plus).
Gewinnmethoden (Nettoebene): Nettomargenmethode (TNMM), Gewinnaufteilung (Profit Split).
Korrekturen: Die Schweiz verlangt bei Abweichungen eine Korrektur auf den nächstgelegenen Punkt der Interquartilsbandbreite (nicht Median).
AGENTIC AI IM INTERNAL AUDIT
KI-Agenten fungieren als «Autopiloten», nicht nur als «Copiloten». Sie besitzen drei Bausteine:
Planning: Aufgabenzerlegung und Reflexion.
Memory: Kurz- und Langzeitgedächtnis.
Tools: Zugriff auf externe Software (Code, Suche).
Fähigkeiten im Audit
Perceive: Informationen sammeln.
Reason: Urteilsbildung.
Act: Workflows auslösen.
Learn: Feedback-Verarbeitung.
CORPORATE GOVERNANCE: DER FALL CREDIT SUISSE
Der PUK-Bericht (Dezember 2024) und der FINMA-Bericht identifizierten gravierende Mängel:
Eigenkapital: Ein «regulatorischer Filter» liess das Eigenkapital 2022 um zu hoch erscheinen.
Risikomanagement: Unzureichende Konsequenzen aus Fällen wie Archegos oder Greensill.
Vergütung: Boni von (2010–2022) standen einem Gesamtverlust von gegenüber.
Forderung: Einführung eines «Senior Manager Regime» mit Individualsanktionen durch die FINMA.
MWST-ZWISCHENABRECHNUNG BEI FEHLENDER REGELUNG
Ohne vertragliche Vereinbarung gilt das Privatrecht zur Überwälzung.
Auslegung: Subjektiver Wille -> Objektives Vertrauensprinzip -> Unklarheitsregel.
Ergänzung: Hypothetischer Parteiwille.
Belegarztmodell: Da beide Seiten oft nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind, wird bei einer «einmaligen Pauschale» im Zweifel von einem Einschluss der MWST (inklusive) ausgegangen, um eine doppelte Benachteiligung zu vermeiden.