FUS-Kannegiesser-muendliche-Fehler-

Korrigieren von Fehlern im Unterricht

  • Korrekturen sind entscheidend, um aus Fehlern zu lernen.

  • Wichtig ist, dass Korrekturen klar, ermutigend und schülergerecht durchgeführt werden.

  • Der Artikel bietet verschiedene Unterrichtssituationen für mündliche Korrekturtechniken und No-Gos der Fehlerkorrektur.

Dosierungen der Korrektur

  • Es gibt zwei Seiten der Korrektur:

    • Kann Lernende verunsichern und Ängste auslösen.

    • Kann auch Teil des Lernprozesses sein, wenn sie durch passende Techniken vermittelt wird.

  • Fehler dürfen nicht ignoriert, sondern sollten in einem positiven Lernklima behandelt werden.

Umgang mit Fehlern im Fremdsprachenunterricht

  • Fehler wurden in der Fachdidaktik differenziert behandelt.

  • Ein sprachlicher Fehler ist eine Abweichung von geltenden Normen.

  • Korrektur erfolgt nur, wenn die Kommunikation gestört wird.

  • Wichtig ist, ein positives Lernklima zu berücksichtigen.

Techniken der Fehlerkorrektur

  • Differenzierte und ermutigende Korrekturtechniken sind notwendig.

  • Korrektur ist kein Prozess des bloßen Aufzeigens von Fehlern, sondern sollte auch die Kommunikation unterstützen.

Korrekturmethoden und -strategien

  • Sammlung von mündlichen Korrekturtechniken (Korrektur-Handwerkskoffer), um auf unterschiedliche Situationen im Unterricht zu reagieren:

    1. Escucha - Repite: direktes Korrigieren durch Wiederholung der richtigen Form.

    2. Fragezeichen in den Augen: Bezug auf Missverständnisse schaffen.

    3. Klangliche Unterstreichung: Hebt wichtige Teile akustisch hervor.

    4. Missverständlichkeit verdeutlichen: Kontext und Bedeutung klären.

    5. Metaebene einziehen: Hinweis zur Struktur geben.

    6. Hilfe aus dem Plenum holen: Andere Lernende zur Unterstützung einbinden.

    7. Die Ohren spitzen: Fokus auf die richtige Aussprache legen.

    8. Rückübersetzen: Korrektur durch korrekte Formulierung.

    9. Verstärken: Korrektur durch positive Verstärkung.

No-Gos in der Fehlerkorrektur

  • No-Go 1: Fehler laut wiederholen, dies verwirrt Schüler.

  • No-Go 2: Korrektur anbieten ohne Eigeninitiative des Lernenden.

  • No-Go 3: Verwirrende globale Rückmeldungen geben.

  • No-Go 4: Vorwürfe formulieren, das demotiviert.

  • No-Go 5: Lachen über Fehler, dies könnte Schüler demotivieren.

  • No-Go 6: Angst durch Horrorszenarien erhöhen, wirkt negativ auf das Lernen.

Situationsbeispiele für mündliche Korrektur

  1. Vorlesen eines Textes: Fehler in der Aussprache erkennen und korrigieren.

  2. Abfragen von Strukturen: Vokabel- und Grammatikfehler identifizieren und darauf reagieren.

  3. Modellsätze üben: Anwendung korrekter Strukturen in der Praxis.

  4. Hausaufgaben vergleichen: Gemeinsame Fehleranalyse.

  5. Rollenspiele und Diskussionen: Miteinander kommunizieren, Fehler im Austausch korrigieren.

Fazit zur Fehlerkorrektur

  • Korrektur ist essenziell, um Kommunikation und Lernprozesse zu fördern.

  • Die Techniken im Handwerkskoffer sind vielfältig und sollten situationsgerecht angewandt werden, um ein positives Lernklima zu schaffen.

  • Fehler sind Teil des Lernens und sollten als solche betrachtet werden.