FUS-Kannegiesser-muendliche-Fehler-
Korrigieren von Fehlern im Unterricht
Korrekturen sind entscheidend, um aus Fehlern zu lernen.
Wichtig ist, dass Korrekturen klar, ermutigend und schülergerecht durchgeführt werden.
Der Artikel bietet verschiedene Unterrichtssituationen für mündliche Korrekturtechniken und No-Gos der Fehlerkorrektur.
Dosierungen der Korrektur
Es gibt zwei Seiten der Korrektur:
Kann Lernende verunsichern und Ängste auslösen.
Kann auch Teil des Lernprozesses sein, wenn sie durch passende Techniken vermittelt wird.
Fehler dürfen nicht ignoriert, sondern sollten in einem positiven Lernklima behandelt werden.
Umgang mit Fehlern im Fremdsprachenunterricht
Fehler wurden in der Fachdidaktik differenziert behandelt.
Ein sprachlicher Fehler ist eine Abweichung von geltenden Normen.
Korrektur erfolgt nur, wenn die Kommunikation gestört wird.
Wichtig ist, ein positives Lernklima zu berücksichtigen.
Techniken der Fehlerkorrektur
Differenzierte und ermutigende Korrekturtechniken sind notwendig.
Korrektur ist kein Prozess des bloßen Aufzeigens von Fehlern, sondern sollte auch die Kommunikation unterstützen.
Korrekturmethoden und -strategien
Sammlung von mündlichen Korrekturtechniken (Korrektur-Handwerkskoffer), um auf unterschiedliche Situationen im Unterricht zu reagieren:
Escucha - Repite: direktes Korrigieren durch Wiederholung der richtigen Form.
Fragezeichen in den Augen: Bezug auf Missverständnisse schaffen.
Klangliche Unterstreichung: Hebt wichtige Teile akustisch hervor.
Missverständlichkeit verdeutlichen: Kontext und Bedeutung klären.
Metaebene einziehen: Hinweis zur Struktur geben.
Hilfe aus dem Plenum holen: Andere Lernende zur Unterstützung einbinden.
Die Ohren spitzen: Fokus auf die richtige Aussprache legen.
Rückübersetzen: Korrektur durch korrekte Formulierung.
Verstärken: Korrektur durch positive Verstärkung.
No-Gos in der Fehlerkorrektur
No-Go 1: Fehler laut wiederholen, dies verwirrt Schüler.
No-Go 2: Korrektur anbieten ohne Eigeninitiative des Lernenden.
No-Go 3: Verwirrende globale Rückmeldungen geben.
No-Go 4: Vorwürfe formulieren, das demotiviert.
No-Go 5: Lachen über Fehler, dies könnte Schüler demotivieren.
No-Go 6: Angst durch Horrorszenarien erhöhen, wirkt negativ auf das Lernen.
Situationsbeispiele für mündliche Korrektur
Vorlesen eines Textes: Fehler in der Aussprache erkennen und korrigieren.
Abfragen von Strukturen: Vokabel- und Grammatikfehler identifizieren und darauf reagieren.
Modellsätze üben: Anwendung korrekter Strukturen in der Praxis.
Hausaufgaben vergleichen: Gemeinsame Fehleranalyse.
Rollenspiele und Diskussionen: Miteinander kommunizieren, Fehler im Austausch korrigieren.
Fazit zur Fehlerkorrektur
Korrektur ist essenziell, um Kommunikation und Lernprozesse zu fördern.
Die Techniken im Handwerkskoffer sind vielfältig und sollten situationsgerecht angewandt werden, um ein positives Lernklima zu schaffen.
Fehler sind Teil des Lernens und sollten als solche betrachtet werden.