Kritik und Reform ab 1965
Neue Begabungstheorie + Sputnik-Schock = Bildungsreform
1964: Bundesweite Aufgliederung der Volksschule in Grund- und Hauptschule
Ab 1965 Modernisierungsdruck im Bildungswesen
Grundschulkritik und Grundschulreform:
Grundschule rückständig
Konfessionell zersplittert
Dörfliche Zwergschule
Keine soziale Integration (durch homogene Einzugsgebiete)
Auslese statt individueller Begabungsförderung
Undifferenzierte Schulorganisation
Befunde u.a. zu
Zusammenhang von Sozialschicht,
Sprachniveau und Bildungschancen
Notwendigkeit frühkindlicher Lernförderung
Probleme der Einschulungs- und Übertrittspraxis
Nachteilen des Gesamtunterrichts
Reformdokumente:
Strukturplan des Deutschen Bildungsratess 1970
KMK-Empfehlung “Zur Arbeit in der Grundschule” 1970
Struktuplan empfiehlt:
Einschulung nach 5. Lebensjahr, dann 2-jährige Eingangsstufe → Aufbau unterschiedlicher Lernvoraussetzungen
Stärkere Individualisierung und Differenzierung
Einbeziehung der Orientierungsstufe in GS
Kompensatorische Förderung
Selbstständiges, kooperatives und entdeckendes Lernen
Elternarbeit
Wissensorientierung
Anfänge moderner Mathematik
Erste Fremdsprache
→ Kritik: Zu weit, an der Realität vorbei