5. Notizen zu Ökocontrolling und Life Cycle Assessment

Ökocontrolling

  • Definition:

    • Ökocontrolling ist ein betriebswirtschaftliches Instrument zur Planung, Steuerung und Überwachung der ökologischen Leistung eines Unternehmens.

    • Es verbindet die Prinzipien des Controllings mit den Anforderungen des Umweltmanagements.

    • Ziel: Erfassung, Analyse und Steuerung der ökologischen Auswirkungen eines Unternehmens, z.B. in den Bereichen:

    • Energieverbrauch

    • Wasserverbrauch

    • CO₂-Emissionen

    • Abfallmanagement

  • Aufgaben des Ökocontrollings:

    • Überwachung ökologischer Kennzahlen:

    • Erfassung und Analyse von Umweltbelastungen wie CO₂-Emissionen oder Energieverbrauch

    • Entwicklung von Maßnahmen zur Ressourcenschonung und Emissionsreduktion

    • Integration ökologischer Ziele in die Unternehmensstrategie

    • Überprüfung der Erreichung ökologischer Unternehmensziele

Ziele des Ökocontrollings

  • Ökologische Ziele:

    • Reduktion der Umweltbelastung (z.B. weniger CO₂)

    • Schonung natürlicher Ressourcen

    • Einhaltung von Umweltgesetzen und -vorschriften

  • Wirtschaftliche Ziele:

    • Senkung der Kosten durch Ressourceneffizienz

    • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit

    • Vermeidung von Strafzahlungen und Haftungsrisiken

Vorteile von Ökocontrolling vs. Herausforderungen

  • Vorteile für das Unternehmen:

    • Einsparung von Ressourcen (z.B. Energie, Wasser, Rohstoffe)

    • Verbesserung des Unternehmensimages bei Kunden, Investoren und der Öffentlichkeit (Wettbewerb)

    • Langfristige Kostensenkung durch effizientere Prozesse

  • Vorteile für die Umwelt:

    • Reduktion von Emissionen und Abfall

    • Beitrag zu globalen Umweltzielen wie Klimaschutz und Biodiversität

  • Herausforderungen für das UN:

    • Investitionen

    • Know How

    • Trends müssen erkannt werden

    • Team Werte

Werkzeuge des Ökocontrollings

  • Ökobilanz (Life Cycle Assessment)

  • CO₂-Bilanz

  • Umweltkennzahlen (z.B. Energieverbrauch pro Produkt, Recyclingquote)

Life Cycle Assessment (LCA)

  • Definition:

    • Ökobilanz: Verfahren zur Bewertung der Umweltwirkungen eines Produkts während seines gesamten Lebenszyklus

    • Ziel: Quantifizierung der ökologischen Auswirkungen zur Entscheidungsfindung für nachhaltigere Alternativen

  • Phasen der LCA:

    1. Ziel- und Untersuchungsrahmen:

      • Ziel: Was soll analysiert werden?

      • Untersuchungsrahmen: Festlegung des Produktsystems und der Systemgrenzen

    2. Sachbilanz (Life Cycle Inventory - LCI):

      • Sammlung aller relevanten Daten: Rohstoffe, Energieverbrauch, Emissionen, Abfallmengen

      • Betrachtung sämlticher Prozesse: Rohstoffgewinnung, Produktion, Nutzung, Recycling/Entsorgung

    3. Wirkungsabschätzung (Life Cycle Impact Assessment - LCIA):

      • Ziel: Ermittlung der Umweltauswirkungen der Daten aus dem LCI

      • Einteilung in Kategorien wie Klimawandel, Versauerung, Ressourcenverbrauch

    4. Auswertung und Interpretation:

      • Analyse und Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf das Ziel der LCA

      • Beispiel: Identifikation von Phasen mit hohen Umweltauswirkungen / Optimierungsmöglichkeiten

  • Beispiel LCA: Herstellung eines T-Shirts

    1. Rohstoffgewinnung: Baumwollanbau (Wasserverbrauch, Düngemittel)

    2. Produktion: Energieverbrauch, chemische Färbemittel

    3. Transport: Emissionen durch Versand

    4. Nutzung: Waschen, Bügeln

    5. Entsorgung: Recycling oder Deponierung

    • Erkenntnisse über Wasserverbrauch und Transportemissionen

    • Maßnahmen: Verwendung von Recyclingmaterialien, regionale Produktion

  • Vorteile von LCA:

    • Ganzheitliche Perspektive

    • Identifikation von „Hotspots“

    • Vergleich von Alternativen

  • Herausforderungen von LCA:

    • Komplexität der Datenerhebung

    • Subjektive Entscheidungen bei Gewichtung

    • Abhängigkeit von Datenqualität