Zusammenfassung der Gig-Economy und Crowdworking

Die Gig-Economy beschreibt ein Arbeitsmodell, bei dem Aufträge über Onlineplattformen an externe Freiberufler vergeben werden. Ähnlich wie Musiker, die von Auftritt zu Auftritt wandern, arbeiten auch moderne Freelancer häufig nur temporär und sind auf verschiedene kleinere Aufträge angewiesen. Diese Arbeitsweise bietet sowohl Chancen als auch Risiken.

Zu den Chancen der Gig-Economy zählen flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, ortsunabhängig zu arbeiten. Viele Freelancer entscheiden sich freiwillig für diese Form der Beschäftigung, um ihre Zeit selbst zu bestimmen oder um zusätzliches Einkommen zu generieren. Laut einer Umfrage haben bereits viele Menschen in Österreich über Crowdsourcing-Plattformen gearbeitet.

Die Risiken sind jedoch erheblich. Freelancer arbeiten oft ohne Gesundheits- und Altersvorsorge, haben keine geregelten Arbeitszeiten und ihr Verdienst ist oft gering. Die Bezahlung auf Plattformen wie Mechanical Turk kann unter 10 Euro pro Stunde liegen. Zudem sind viele Crow worker unsicher, ob sie genug Aufträge erhalten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Ein Beispiel für einen Freelancer ist Lukas Hausner, der als Fahrradkurier für Foodora arbeitete. Trotz der Flexibilität ergab sich kein ausreichendes Einkommen, und er musste in seine Ausrüstung investieren. Auch andere, wie der Creative Director Alexander Suchy, genießen die Freiheit dieser Arbeitsform, während sie die Unsicherheit ihres Verdienstes akzeptieren. Diese Arbeitsmodelle stellen die klassischen Vorstellungen von Arbeitsplatzsicherheit in Frage und werden in Zukunft voraussichtlich zunehmen, da Unternehmen verstärkt auf digitale Talente angewiesen sein werden.

Insgesamt zeigt die Gig-Economy einen tiefgreifenden Wandel in der Arbeitswelt, der sowohl neue Möglichkeiten als auch bedeutende Herausforderungen mit sich bringt.