Zertifikat B1 Modellsatz Erwachsene - Umfassende Studiennotizen

Seite 1-2: Titelseite und Impressum

Das Dokument stellt den Modellsatz für Erwachsene des Goethe-ÖSD-Zertifikats B1B1 dar. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprodukt des Goethe-Instituts (Deutschland), des Österreichischen Sprachdiploms (ÖSD) und der Universität Freiburg/Schweiz.

Publikationsdetails
  • Auflage: 2.2., überarbeitete Auflage, Januar 20152015 (Original aus 20132013).
  • Herausgeber: Goethe-Institut e.V., Bereich Sprachkurse und Prüfungen, München.
  • ISBN-Nummern:
      - Prüfungsziele, Testbeschreibung: 9783190318681978-3-19-031868-1
      - Modellsatz Erwachsene: 9783939670889978-3-939670-88-9
      - Modellsatz Jugendliche: 9783939670896978-3-939670-89-6
  • Audioproduktion: Tonstudio MGP Production (Klagenfurt) und Tonstudio Langer (Ismaning).
  • Gestaltung: Felix Brandl Graphik-Design, München.

Seite 5: Vorwort und Prüfungsziele

Allgemeines

Das Zertifikat B1B1 dokumentiert die dritte Stufe der sechsstufigen Kompetenzskala des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GERGER). Es steht für die Fähigkeit zur selbstständigen Sprachverwendung.

Zielgruppen und Altersempfehlungen
  • Jugendliche: Ab 1212 Jahren.
  • Erwachsene: Ab 1616 Jahren.
Nachgewiesene Kompetenzen

Die Teilnehmenden können:

  1. Hauptinformationen in klarer Standardsprache zu vertrauten Themen aus Arbeit, Schule und Freizeit verstehen.
  2. Die meisten Reisesituationen im deutschsprachigen Raum bewältigen.
  3. Sich einfach und zusammenhängend über persönliche Interessensgebiete und vertraute Themen äußern.
  4. Über Erfahrungen/Ereignisse berichten, Träume und Ziele beschreiben sowie kurze Begründungen liefern.
Prüfungsaufbau und Bestehensgrenze
  • Module: Lesen, Hören, Schreiben, Sprechen (modular ab legbar).
  • Maximalpunktzahl pro Modul: 100100 Punkte.
  • Bestehensgrenze: 6060 Punkte (60%60\%).

Seite 6: Modul-Übersicht

ModulTeilPrüfungszielAufgabentypItemsZeit
Lesen151-5Korrespondenz, Info, Orientierung, schriftl. AnweisungenR/F, Multiple Choice (33-gliedrig), Zuordnung303065Min.65\,\text{Min.}
Hören141-4Durchsagen, Gespräche, RadiosendungenR/F, Multiple Choice, Zuordnung3030ca. 40Min.40\,\text{Min.}
Schreiben131-3Persönliche Mitteilung, Meinung äußern, HandlungsregulierungFreies Schreiben (E-Mail, Blog)-60Min.60\,\text{Min.}
Sprechen131-3Gemeinsam planen, Präsentation, Feedback/FragenInteraktion und Produktion-ca. 15Min.15\,\text{Min.}

Seite 8-9: Modul Lesen Teil 1

Kontext: Blogeintrag von Susanne (SusannesAlltagsBlog.at) vom Donnerstag, den 23.Juni23.\,\text{Juni}.

Inhalt: Susanne erhält beim Kochen einen Anruf der Bank. Ihre Brieftasche wurde dort abgegeben. Sie hatte das Fehlen noch nicht bemerkt. Ein ehrlicher Finder (junger Mann) hatte die Brieftasche auf einem Supermarktparkplatz gefunden. Da der Weg zum Fundbüro zu weit war, suchte er in der Brieftasche nach der Bankomatkarte, stellte den Namen der Bank fest und fuhr zur nächsten Filiale. Die Bank konnte Susanne via Computervernetzung identifizieren und anrufen. In der Tasche fehlte nichts.

Aufgaben-Check:

  • 1.1. Erst durch Anruf bemerkt: Richtig.
  • 3.3. Finder brachte sie ins Fundbüro: Falsch (zu weit).
  • 4.4. Telefonnummer der Bank in Tasche: Falsch (Namen auf Karte gesucht).
  • 5.5. Es fehlte nichts: Richtig.

Seite 10-11: Modul Lesen Teil 2

Text 1: "Ein Dorf für grüne Energie"
  • Ort: Feldheim in Brandenburg.
  • Technik: Bio-Gasanlage (Abfall von Tieren, Getreide, Holz). Ein Motor verbrennt Gas, erzeugt Wärme und treibt einen Generator für Strom an.
  • Leistung: Erzeugt jährlich doppelt so viel Strom, wie die Gemeinde verbraucht.
  • Voraussetzung für Erfolg: Aktive und begeisterte Einwohner.
Text 2: "Tour durch Murtens Geschichte"
  • Thema: Neues Tourismus-Angebot "Zeitreise per Velo" am Murtensee (Schweiz).
  • Details: Start am Bahnhof Murten. Ziel: historischer Hügel (Hauptquartier Karls des Kühnen 14761476) und Denkmal in Merlach. Optionale Nutzung von E-Bikes für weniger Sportliche.

Seite 12-13: Modul Lesen Teil 3 (Anzeigenzuordnung)

Situationen und passende Anzeigen (Auswahl):

  • Leon (Job im Tourismus): Anzeige g (Job & Sprache-Net, Hotel/Restaurant-Erfahrung).
  • Giovanna (Hörbücher): Anzeige e (Verlag für junge Autoren mit Hörbüchern).
  • Maria (Computergestütztes Lernen): Anzeige a (www.sprachenlernen.de - Lernportal).
  • Susan (Leichte Literatur): Anzeige b (Reihe "Schweizer Autoren, leicht gemacht").
  • Miroslav (Schriftlicher Ausdruck): Anzeige h (Schreibkurse als Fernstudium).
  • Juan (Abendkurs): Anzeige d (Kurse für Berufstätige mit flexiblen Zeiten).

Seite 14: Modul Lesen Teil 4 (Leserbriefe zu Gewaltspielen)

Meinungen zum Verbot:

  • Niko (5252): Ja (Massive Bilder beeinflussen Gedanken).
  • Stefan (1919): Nein (Verbot macht es interessanter; Abschaffung unmöglich).
  • Dagmar (2323): Nein (Bürger müssen selbst unterscheiden lernen; Gefahr von Zensur).
  • Kathleen (4949): Ja ("Töten auf Probe" ist zynisch; Gleichgültigkeit stoppen).
  • Marius (3434): Nein (Spielt zum Ausgleich; Altersbeschränkung 1818 reicht).
  • Robert (1818): Nein (Fördert Teamgeist und taktisches Denken).

Seite 15: Modul Lesen Teil 5 (Hausordnung BZW Dresden)

Wichtige Regeln:

  • Fahrräder: Müssen in den Fahrradkeller und abgeschlossen werden.
  • Klassenräume: Nach Unterrichtsende Aufenthalt verboten; nichts an Wände kleben.
  • Alkohol/Drogen: Generelles Verbot auf dem Areal und bei Veranstaltungen. Ausnahme nur durch Schulleitung.
  • Schließfächer: Kostenlos vorhanden; bei Schlüsselverlust Gebühr von Euro 50,00\text{Euro}\ 50{,}00.

Seite 34-37: Transkriptionen Hören

Teil 2: Führung Münchner Stadtmuseum (Jan Kiefer)
  • Besonderheit: Museum ist fast leer wegen Frühlingswetter (Biergartenwetter).
  • Programmbau: Hauptausstellung zuerst, danach Sonderausstellung im 2.2.. Stock (Foto-Ausstellung junger Fotografen) oder Sammlung "Musik".
  • Treffpunkt: 16:00 Uhr16:00\ \text{Uhr} im Eingangsbereich beim Café.
Teil 4: Diskussion "Kinderkrippe" (Radiosendung "Diskussion am Abend")
  • Moderator: Führt durch das Gespräch.
  • Dana Schneider (Kontra Krippe): Kritisiert mangelnde Bezugspersonen in den ersten 33 Jahren. Befürchtet, Kinder könnten zur Erzieherin "Mama" sagen. Sieht Krippen als "Abschieben" für Karrierezwecke.
  • Florian Bader (Pro Krippe): Hat Zwillinge in der Krippe. Argumentiert mit sozialem Verhalten und der Unmöglichkeit, 33 Jahre aus dem Beruf auszusteigen (Karriereverlust). Betont die pädagogische Qualität (Spiele, Freunde).

Seite 42: Bewertungskriterien Schreiben

Die Bewertung erfolgt in vier Stufen (AA bis EE) basierend auf:

  1. Erfüllung: Wurden alle Inhaltspunkte (Sprachfunktionen) abgedeckt?
  2. Kohärenz: Textaufbau, Verknüpfung der Sätze.
  3. Wortschatz: Spektrum und Beherrschung (Situationsangemessenheit).
  4. Strukturen: Morphologie, Syntax, Orthografie.

HINWEIS: Wird die Erfüllung mit E (00 Punkte) bewertet, erhält die gesamte Aufgabe 00 Punkte.

Seite 46: Bewertungskriterien Sprechen

Die Kriterien für die mündliche Prüfung umfassen:

  • Erfüllung: Vollständigkeit des Inhalts bezogen auf die Folien/Aufgaben.
  • Interaktion: Gespräch in Gang halten, auf den Partner eingehen.
  • Wortschatz/Register: Variabilität der Ausdrucksweise.
  • Strukturen: Korrektheit der Grammatik.
  • Aussprache/Intonation: Satzmelodie, Wortakzent und Verständlichkeit.