mRNA Prozessierung
Eukaryotische Gene
- Eukaryotische Gene bestehen nicht aus einer einzigen durchgehenden codierenden Nukleotidsequenz.
- Die genetische Information eukaryotischer Gene wird von nicht codierenden Sequenzen unterbrochen.
DNA Matrizen
- DNA besteht aus abwechselnden Exon- und Intronsequenzen.
- Exonsequenzen:
- Diese Sequenzen sind für die Codierung des Genprodukts erforderlich.
- Intronsequenzen:
- Diese Sequenzen sind nicht erforderlich für die Codierung des Genprodukts.
Transkription und Prozessierung
- Intron- und Exonsequenzen werden in eine vorläufige prä-mRNA transkribiert.
- Der Prozess zwischen Transkription und Translation wird als Prozessierung der mRNA bezeichnet.
Schritte der mRNA Prozessierung
Die Prozessierung lässt sich in vier einfache Schritte einteilen:
- Spleißen:
- Intronsequenzen werden aus der prä-mRNA durch die Ausbildung von Lasso-Strukturen herausgeschnitten.
- 5'-Kappe:
- Eine 5'-Struktur wird an das 5'-Ende der mRNA angefügt. Diese Struktur schützt die mRNA vor enzymatischem Abbau.
- Poly-A-Schwanz:
- An das 3'-Ende wird eine Sequenz von bis zu 250 Adenin-Nukleotiden angefügt.
- Funktionen:
- Erleichterung des Exports der mRNA ins Cytoplasma.
- Schutz des 3'-Endes vor enzymatischem Abbau.
- Funktionen:
- Reifung der mRNA:
- Veränderung der prä-mRNA zur reifen mRNA im Zellkern.
Prozessierung liegt zwischen Transkription und Translation.
Verlassen des Zellkerns
- Die reife mRNA verlässt den Zellkern durch Kernporen und wandert ins Cytoplasma zu den Ribosomen.
- Dort wird sie in die Polypeptidsequenz translatiert.
Nicht-modifizierte Bereiche der reifen mRNA
- Die einzigen nicht-modifizierten Bereiche der reifen mRNA sind:
- Die 5'-Kappe.
- Die Wiederholungsequenz.
- Der Poly-A-Schwanz.