deutsch klausur
1. Formen der Kommunikation
Nonverbale Kommunikation
→ Kommunikation ohne Worte
Beispiele:
Mimik (Gesichtsausdruck)
Gestik (Handbewegungen)
Körperhaltung
Blickkontakt
👉 Zeigt oft Gefühle und Einstellungen, manchmal stärker als Worte.
Verbale Kommunikation
→ Was gesagt wird
Der reine Inhalt der gesprochenen oder geschriebenen Worte
Paraverbale Kommunikation
→ Wie etwas gesagt wird
Dazu gehören:
Tonfall
Lautstärke
Sprechtempo
Betonung
👉 Gleiche Worte können je nach Tonfall etwas völlig anderes bedeuten.
2. Die 5 Axiome der Kommunikation (Paul Watzlawick)
1. Axiom: Man kann nicht nicht kommunizieren
Jede Handlung oder Nicht-Handlung ist Kommunikation
Schweigen, Wegschauen oder Ignorieren senden ebenfalls Botschaften
👉 Sobald andere anwesend sind, kommuniziert man immer.
2. Axiom: Inhalts- und Beziehungsaspekt
Inhaltsaspekt: Worüber gesprochen wird
Beziehungsaspekt: Wie ich zum Gesprächspartner stehe
👉 Der Beziehungsaspekt bestimmt, wie der Inhalt verstanden wird.
Beispiel:
Wenn jemand über etwas spricht, das man nicht mag, reagiert man oft genervt (Tonfall, Mimik).
3. Axiom: Interpunktion von Ereignisfolgen
Jeder sieht den Beginn eines Konflikts anders
Ursache und Wirkung werden unterschiedlich wahrgenommen
👉 Daraus entsteht oft ein Teufelskreis:
„Ich reagiere so, weil du so bist – und du bist so, weil ich so reagiere.“
4. Axiom: Digitale und analoge Kommunikation
Digitale Kommunikation = gesprochene oder geschriebene Worte
Analoge Kommunikation = nonverbale Signale
(Mimik, Gestik, Körperhaltung, Tonfall)
👉 Analoge Kommunikation ist oft glaubwürdiger als Worte.
5. Axiom: Symmetrische und komplementäre Kommunikation
Symmetrisch: Gleichrangige Partner
z. B. Freunde, Familie, Mitschüler
Komplementär: Ungleichrangige Partner
z. B. Lehrer–Schüler, Chef–Angestellter
3. Schulz von Thun – Vier-Seiten-Modell
Jede Nachricht hat vier Ebenen:
Sachinhalt
→ Worüber informiere ich?
Selbstoffenbarung
→ Was gebe ich über mich preis? (Gefühle, Einstellungen)
Beziehungsebene
→ Wie stehe ich zu dir?
→ Wie behandle ich dich?
Appell
→ Wozu möchte ich dich veranlassen?
4. Die Ich-Botschaft
Aufbau einer Ich-Botschaft
Beschreibung des Verhaltens (ohne Vorwurf)
Gefühle
Auswirkungen
Verbesserungsvorschlag
👉 Ziel: Konflikte sachlich klären, ohne anzugreifen.