Entspannungspolitik während des Kalten Krieges

Entspannungspolitik und ihre Definition
  • Entspannung: Ein Prozess der Suche nach konstruktiven und kooperativen Beziehungen zur Sowjetunion, der nicht als Endzustand, sondern als kontinuierlicher Prozess zu betrachten ist, der auf wechselseitigem Verständnis und Kompromiss basiert.

  • Bedeutung der Begriffe:

  • Rhetorik von Politikern wie Henry Kissinger und Willy Brandt betont die Notwendigkeit, die geopolitischen Realitäten zu akzeptieren und die unterschiedlichen politischen sowie wirtschaftlichen Systeme zu respektieren, ohne sie zu vermischen. Kissinger setzte auf Diplomatie und strategische Zusammenarbeit, während Brandt mit seiner „Neuen Ostpolitik“ den Dialog mit Osteuropa förderte.

Historischer Kontext
  • Vorteile der USA:

  • Massive geopolitische Konflikte, insbesondere zwischen der Sowjetunion und China zwischen 1968 und 1972, ermöglichten es den USA, strategisch Clustern zu bilden, die ihr internationales Standing verbesserten.

  • Nixon's historische Reise nach China (1972) war entscheidend für die geopolitische Neuordnung, indem sie die Volksrepublik als legitime Vertretung der 1,3 Milliarden Chinesen anerkannte und gleichzeitig die Spannungen zwischen der USA und der Sowjetunion verringern wollte.

  • Erste Rüstungsbegrenzung:

  • Der „Salt I“-Vertrag von 1972 war der erste große Rüstungskontrollvertrag zwischen den USA und der Sowjetunion, und zielte darauf ab, den Status quo der strategischen nuklearen Waffen zu regulieren und das Wettrüsten zu dämpfen.

Salt I Vertrag
  • Vertragsbestandteile:

  • Einbeziehung des ABM-Vertrags (Anti-Ballistic Missile Treaty), der die USA und die Sowjetunion verpflichtete, ihre Raketenabwehrsysteme zu beschränken.

  • Regulierungen hinsichtlich der Anzahl und des Typs von Interkontinentalraketen, während der Bau neuer Mittelstreckenraketen eingefroren wurde, was eine Stabilität in der strategischen Balance fördern sollte.

  • Technologische Entwicklungen:

  • Die Fortschritte im Raketenprogramm führten zu der Erkenntnis, dass differenzierte Verhandlungen über verschiedene Waffensysteme notwendig wurden, insbesondere angesichts der sich entwickelnden militärischen Technologien der 1970er Jahre.

Europäische Rüstungskontrolle
  • MBFR-Verhandlungen:

  • Die USA strebten konventionelle Waffenverhandlungen mit der Sowjetunion an, was zu langen und oft frustrierenden Verhandlungen führte, die bis 1980 kein klares Ergebnis lieferten.

  • Ein klarer Fortschritt konnte erst nach dem Ende des Kalten Krieges erzielt werden, als Sicherheitsüberlegungen auf beiden Seiten zu einer erneuten Annäherung führten.

Schlussakte von Helsinki (KSZE)
  • Körbe der KSZE:

  • Die Schlussakte umfasst drei