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Kapitel 1: Unternehmensgründung
1.1 Unternehmensgründungen in Österreich
- Zahlen, Daten und Fakten: 40.000 Unternehmensgründungen pro Jahr in Österreich (2021).
- Zahlungsunfähigkeiten: Ca. 5.000 Unternehmen scheitern jährlich.
- Beispiele erfolgreicher Gründer: Bill Gates (Microsoft), Florian Gschwandtner (Runtastic).
- Hauptanteil der Gründungen: Handwerks- und Gewerbebetriebe, meist als Einzelunternehmen.
- Trend: Anstieg der Gründungen seit 1996, leichter Rückgang seit 2016 aufgrund besserer Beschäftigungsmöglichkeiten.
1.2 Vor- und Nachteile der Unternehmensgründung
- Vorteile:
- Entscheidungsfreiheit und Selbstständigkeit („seinen eigenen Chef sein“).
- Umsetzung eigener Ideen.
- Hohe Motivation und Arbeitszufriedenheit.
- Nachteile:
- Finanzielles Risiko ohne regelmäßige Gehaltszahlungen.
- Ungewissheiten durch unvorhersehbare Geschäftsentwicklungen.
- Hohe Verantwortung und Arbeitsbelastung.
- Persönliche Gewichtung: Punktevergabe (1-6) zur persönlichen Einschätzung der Vor- und Nachteile.
2. Von der Idee zur Gründung
- Kennzeichen einer erfolgreichen Unternehmensgründung:
- Marktforschung: Identifikation von Zielgruppen und Wettbewerbern.
- Finanzierung: Klärung der finanziellen Mittel und Investitionen.
- Rechtsform: Auswahl der passenden Unternehmensform.
- Businessplan: Ziele, Marktanalysen, Einnahmen und Ausgaben dokumentieren.
- Organisatorische Rahmenbedingungen:
- Aufbauorganisation: Aufgabenverteilung zwischen Abteilungen.
- Ablauforganisation: Effiziente Gestaltung von Arbeitsabläufen.
3. Vor- und Nachteile von Einzelunternehmen - Frauenanteil
- Statistische Erhebung: Mehr als die Hälfte der neu gegründeten Einzelunternehmen in 2021 von Frauen initiiert.
4. Marktforschung
- Wichtigkeit: Klärung der Marktchancen für ein Produkt.
5. Businessplan, Finanzierung, Vorbereitungen
- Inhalte eines Businessplans: Unternehmensziele, Produktinformation, Marktanalysen, Einnahmen und Ausgaben.
- Rechtliche Rahmenbedingungen: Eintragung ins Firmenbuch, Wahl der Rechtsform, gewerberechtliche Bestimmungen.
6. Personal und Unternehmergeist
- Persönliche Eigenschaften für Unternehmertum: Glaube an die Idee, Motivation, Fachwissen, Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen.
- Unternehmertypen: Personen mit hohem Maß an Unternehmergeist = Entrepreneure.
7. Start-Up Status
- Start-Up: Neu gegründetes Unternehmen mit innovativer Geschäftsidee, Ziel auf schnelles Wachstum.
- Entwicklungsphasen: Gründung, Wachstum, Expansion, Bewertungsphase (z.B. durch Venture-Capitalgeber).
8. Unternehmensgründungsprozess
- Beschreibung des Ablaufs: Von der Idee zur Gründung über Marktanalysen bis zur rechtlichen und finanziellen Planung.
9. Arten von Vollmachten
- Vollmacht Definition: Erlaubnis zur Vertretung, z.B. Prokura für umfassende Unternehmenshandlungen.
- Prokura und Handlungsvollmacht: Unterschiede in den Berechtigungen, z.B. Einzelprokura vs. Gesamtprokura.
- Handlungsvollmacht: Eingeschränkte Rechte, die übliche Geschäfte abdecken.
- Konditionen für Prokura: Muss ins Firmenbuch eingetragen werden; von Unternehmern erteilt.
- Ladenvollmacht: Keine ausdrückliche Erteilung notwendig, geregelt im UGB.
10. Erlöschen von Vollmachten
- Kriterien für Erlöschen: Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Konkurs, Tod des Bevollmächtigten. Prokura bleibt bis zur Löschung im Firmenbuch bestehen.
11. Genossenschaften und deren Tätigkeiten
- Genossenschaften: Zusammenschluss verschiedener Personen zur Förderung gemeinsamer Interessen.
- Organisation: Generalversammlung, Aufsichtsrat, Vorstand.
- Regelungen: Mindestkapital, Haftung, Gewinnverteilung.
12. Non-Profit-Organisationen (NPOs)
- Zweck der NPOs: Dienen der Allgemeinheit, nicht auf Gewinn ausgerichtet. Beispiele: Rotes Kreuz, Vereinsstrukturen.