In-situ-Messung – Überblick
Ziel der In-situ-Messung
- Ziel: Erfassen des Schalldruckpegels vor dem Trommelfell LT.
- Nutzen: Vergleich unversorgtes vs. versorgtes Ohr; Bestimmung des direkten Verstärkungsgewinn.
Aufbau und Messkomponenten
- Sondenmikrofon wird über einen dünnen Sondenschlauch in den Gehörgang eingeführt; das Mikrofon befindet sich außerhalb des Gehörgangs.
- Der Sondenschlauch ist am Gehörgang befestigt und das Sondenmikrofon misst LT vor dem Trommelfell.
- Sondenmikrofon am Patientenohr befestigt (Kinnbügel); nach Kalibrierung erfolgt die Messung.
- Steuereinheit des Messsystems verarbeitet das Signal; Messsoftware (z. B. Equinox) dient der Auswertung.
Freifeld-Messung und Messraum
- Messung im Freifeld: keine Reflexionen; Empfänger erhält nur das direkte Signal vom Lautsprecher.
- Empfängerposition: Patient frontal zum Lautsprecher; typischer Abstand d≈1m.
- Freifeld-Signalgröße: LFF.
Messsignal und Messsoftware
- Schalldruckpegelsollwert LFF,extSoll wird in der Messsoftware festgelegt.
- Tatsächlicher Schalldruckpegelswert am Messplatz ist LFF,extIst und hängt von Bedingungen wie Abstand und Raumakustik ab.
- Messsignale werden von der Steuereinheit erzeugt und von der Messsoftware dargestellt.
Referenz- und Regelung der Messung
- Zur Abgleichung ist am System ein Referenz- bzw. Regelmikrofon an der In-situ-Sonde platziert, das den tatsächlich am Patientenohr vorherrschenden LFF,extIst misst.
- Komparator vergleicht L<em>FF,extSoll mit L</em>FF,extIst und korrigiert den Pegel entsprechend (verringern oder erhöhen).
- Ziel ist eine möglichst genaue Übereinstimmung von Soll- und Ist-Wert.
Ablauf und Aufgabenhinweis
- Aufgabe 1: Lesen Sie den Text und füllen Sie Tabelle 1 aus; benennen Sie die Komponenten.