Gene
Gentransfer in der Gentechnik
Grundlagen des Gentransfers
Gentransfer ist ein wichtiges und bekanntes Thema in der Gentechnik.
Es ermöglicht das Einbringen von fremder DNA in einen Organismus.
Verschiedene Methoden existieren für den Gentransfer, darunter der Einsatz von Vektoren.
DNA-Transfermethoden
Verwendung von Vektoren
Vektor: ein tragendes Element, das die Übertragung von DNA ermöglicht.
Plasmidring: der häufig verwendete Vektor, der vorher modifiziert wird.
Enthält Antibiotikaresistenzgene zur Selektion von Zellen.
Beispielgene:
Resistenzgen gegen das Antibiotikum Cetrazyklin.
Resistenzgen gegen das Antibiotikum Ampicillin.
Restriktionsenzyme
Restriktionsenzym: ein Enzym, das die DNA an spezifischen Stellen schneidet.
Im Beispiel schneidet das Enzym die DNA am Ort des Ampicillinresistenzgens.
Notwendige Zutaten für den Transferprozess
Plasmidring (Vektor)
Restriktionsenzym zum Schneiden der DNA
Fremd-DNA, die in den Organismus eingebracht werden soll
Bakterien, die die Plasmid-DNA aufnehmen und vervielfältigen können
Ligase: ein Enzym, das getrennte DNA-Stränge wieder verknüpfen kann.
Prozess des Einbaus von Fremd-DNA
Nachdem der Plasmidring in einer Lösung vorliegt, werden Restriktionsenzyme hinzugefügt.
Der Plasmidring wird am Ampicillinresistenzgen aufgeschnitten, wodurch klebrige Enden entstehen.
Klebrige Enden (Sticky Ends): Enden, die sich bestreben, wieder zusammenzulagern.
Möglichkeiten nach dem Hinzufügen der Fremd-DNA
Die Fremd-DNA lagert sich und bildet einen Ring: kein Resistenzgen gegen Cetrazyklin und kein Resistenzgen gegen Ampicillin.
Der Plasmidring schließt sich in der Ursprungsform: enthält Cetrazyklinresistenzgen und Ampicillinresistenzgen, keine Fremd-DNA.
Die Fremd-DNA wird in den Plasmidring eingebaut: enthält Fremd-DNA und Cetrazyklinresistenzgen, kein Ampicillinresistenzgen (wünscht Form).
Selektion der transformierten Bakterien
Die Lösung wird Bakterienstämmen hinzugefügt, um Plasmidaufnahme zu testen.
Zielgruppen von Bakterien:
Bakterien 1: Nicht resistent gegen Cetrazyklin und Ampicillin.
Bakterien 2: Resistenz gegen Cetrazyklin und Ampicillin.
Bakterien 3: Resistenz gegen Cetrazyklin, nicht aber gegen Ampicillin.
Zum Testen wird Cetrazyklin zugegeben:
Alle Bakterien 1 sterben ab.
Die Lösung wird dann auf einen festen Nährboden platziert, um Bakterienkolonien zu züchten.
Stempelabdruck des Wachstums wird gemacht, bevor Ampicillin zugefügt wird:
Bakterien 3 sterben ab.
Auf dem Stempelabdruck zeigt eine Lücke, dass nur die Kolonien mit der Fremd-DNA überlebt haben (gegen Ampicillin resistent).
Diese Kolonien werden identifiziert und vermehrt.
Alternativen zum Einsatz von Vektoren
Liposomen als Träger:
Lipide der Liposomen gleichen denen der Empfängerzelle und ermöglichen den DNA-Transfer.
Mikroinjektion:
DNA wird durch eine Mikrokanüle in eine Eizelle transplantiert (in vitro).
Nach erfolgreicher Teilung wird die Eizelle einem weiblichen Tier übertragen.
Biolistik:
DNA-beschichtete Metallkugeln werden mithilfe einer Genkanone in die Empfängerzelle geschossen.
Erweiterte Konzepte in der Gentechnik
C-DNA-Bibliothek: eine reduzierte Form der Genbibliothek, die Genes beinhaltet, die experimentell untersucht werden.
Spender-DNA wird mit einem Restriktionsenzym in Fragmente zerlegt und kombiniert.
Zufällige Rekombination dieser Fragmente mit isolierter DNA des Phagen.