2.0 Klassik Geschichte 1. Semester
Geschichte der Musik und Entwicklung des Organums
- Das Organum ist eine der ersten Formen der Mehrstimmigkeit, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht und eng mit der Entwicklung des Gregorianischen Gesangs verbunden ist.
- Älteste Form: Memrstimmigkeit
- Weitere Formen:
- Organalstimme - Unterstimme im Organum.
- Altes Organum - frühe Version des Organums, bei der eine Stimme (untere Stimme) zu einer bestehenden Melodie hinzugefügt wird.
- Quintorganum - Nutzung einer Quinte als Grundlage für die untere Stimme.
- Parallelorganum - gleichzeitige Bewegung beider Stimmen in parallelen Intervallen.
- Quartorganum - führt die unteren Stimmen in Sekundenschritten.
Notre-Dame-Organum
- Bedeutende Stile und Techniken, die in der Notre-Dame-Schule entwickelt wurden:
- Unterstimme (Cantus Firmus) und Oberstimmen wurden klar voneinander getrennt.
- Lange Tönungen in der Unterstimme.
- Rhythmische Gestaltung und die Betonung von Konsonanz.
- Modale Notation und mensural Notation waren gebräuchlich in dieser Zeit und ermöglichten eine präzise Aufzeichnung der Musik.
- Entstand im Spätmittelalter als eine spezifische Form der Mehrstimmigkeit, die aus verschiedenen Quellen schöpfte:
- Gregorianische Motette - basierend auf liturgischen Melodien.
- Unterscheidung zwischen verschiedenen Sprachformen und Stilen.
- Mensuralnotation wurde für rhythmische Komplexität genutzt.
Renaissance und die Entwicklung der Religionsmusik
Renaissance als Wiedergeburt
- Zeitspanne ab etwa 1400, die durch eine Wiederbelebung der Künste, sowohl in der Musik als auch in anderen Bereichen, geprägt ist.
- Mensuralnotation erlangt hohe Verbreitung und stellt eine wichtige technische Entwicklung dar.
- Abweichungen und Veränderungen in der Struktur der Kirchenmesse zu beobachten:
- Polyphone Kirchenmesse: Beispiel Giovanni Pierluigi da Palestrina mit einem Übergang von der Renaissance zum Barock.
- Kernkomponisten während dieser Zeit, wie Claudio Monteverdi.
Barockmusik
- Merkmale und Stile:
- Concerto Grosso: eine Form der Kammermusik, die in der Zeit des Barock populär wurde, betont den Kontrast zwischen einer kleinen Gruppe von Solisten und dem größeren Ensemble.
- Weltliche und kirchliche Aufführungen, oft in ernstem Stil.
- Konzertformen: darunter werden leichte, das Publikum ansprechende Stücke verstanden.
- Bekannte Komponisten wie Antonio Vivaldi, der für seine Violinkonzerte berühmt ist.
- Der Satz als musikalische Einheit, oft aufgebaut in:
- Schnell - Langsam - Schnell - typische Struktur für Konzerte.
- Verwendung von Tempowechseln zur Dramatisierung der Musik.
Suite in der Instrumentalmusik
Merkmale und Struktur von Suiten
- Der Begriff „Suite“ bezieht sich auf mehrteilige Werke, die aus verschiedenen Tanzformen bestehen.
- Teil 1: startet in der Tonika und bewegt sich zur Dominante.
- Teil 2: beginnt mit der Dominante und beleuchtet oft einen Kontrast im Tempo und Stil.
- Vielfältige Formen innerhalb der Suite:
- Präludium: Eröffnungssatz, der oft eine ruhige und stehende Grundtonart konserviert.
- Kopfmotive: kleine melodische Einheiten, die die Struktur der Suite prägen.
- Beispiele:
- Bouree: lebhaft, eingängig, mit einem sehr rhythmischen Charakter.
- Gavotte: langsamer, mit einem anmutigen Tempo.
- Musette: unterhaltsam und oft mit leichten, abwechslungsreichen Melodien.
Wichtige musikalische Konzepte
- Entwicklung von Motiven und deren Variationen innerhalb der Suite.
- Dialogische Strukturen in der Musik mit charakteristischen Wendepunkten und kontrastierenden Elementen.