Grundherrschaft und Lehenswesen

Grundherrschaft und Lehenswesen

Seite 1: Einführung

  • Grundherrschaft und Lehnswesen sind zentrale Elemente der Feudalordnung im Mittelalter.

Seite 2: Grundherrschaft

  • Definition: Die Ausübung der Macht durch einen Grundherren über Land und Leute.

    • Grundherren: Adelige, Klöster, Bischöfe, Äbte, Grafen, Herzöge, Könige.

    • Höriger Bauer: hat keine Verfügung über das Land, Eheschließungen bedürfen Billigung, musste Abgaben und Frondienste leisten.

Seite 3: Entwicklung der Grundherrschaft

  • Bei den Germanen: viele freie Bauern mit Landbesitz, jedoch gezwungen, Kriegsdienst zu leisten.

    • Hohe Kosten und Lebensgefahr führten zur Verschuldung.

    • Besitzübertragung auf Grundherren ermöglichte, ohne Kriegsdienst zu leben.

    • Bauern bewirtschafteten Land, erhielten im Gegenzug Schutz vor Feinden und wirtschaftlicher Not, mussten jedoch Abgaben und Frondienste leisten.

Seite 4: Modell der mittelalterlichen Grundherrschaft

  • Struktur einer Grundherrschaft:

    • Grundherr agiert als Schutzgeber, spricht Recht.

    • Unterschiedliche Bauernformen: Leibeigene, freie Bauern, Meier.

    • Abgaben und Dienste fließen vom Bauernhof zum Fronhof und Herrenhof.

    • Elemente: Wald, Mühle, Hufenland.

Seite 5: Lehnswesen

  • Lehen: Land oder Amt, das Berufskrieger vom König für militärischen Dienst erhalten.

    • Lehnsmann (Vasall): verpflichtet sich zu Dienst und Treue gegenüber dem Lehnsherrn.

    • Lehnsherr: bietet Schutz und Hilfe.

Seite 6: Lehnspyramide

  • Gliederung der Lehnspyramide:

    • König gibt Grundbesitz und Ämter an Kronvasallen (Grafen, Herzöge, Bischöfe).

    • Schutz und Treue fließen entlang der Pyramide:

      • Kronvasallen an Untervasallen (Ritter, Äbte, Beamte).

      • Untervasallen an hörige und leibeigene Bauern.

    • Verschiedene Ebenen und Dienstpflichten abgebildet.

Seite 7: Belehnung

  • Der Prozess der Belehnung ist symbolisch und wichtig.

    • Lehnseid: Vasall kniet vor seinem Lehnsherrn und legt seine Hände in die des Lehnsherrn.

Seite 8: Wiederholung der Lehnspyramide

  • Gleiche Informationen wie auf Seite 6 dargestellt:

    • Klare Hierarchie und Aufgabenverteilung in der Lehnspyramide.

Seite 9: Gewaltverteilung im Lehnswesen

  • Hierarchische Struktur:

    • König verleiht an Kronvasallen (Grafen, Herzog, Bischof).

    • Kronvasallen verleihen an Untervasallen (Ritter, Äbte, Beamte).

    • Untervasallen vergeben an hörige Bauern.

Seite 10: Zusammenfassung der Grundherrschaft

  • Gliederung der Grundherrschaft:

    • Grundherr: Abgaben und Frondienste, Versorgung und Schutz.

    • Unterscheidung zwischen Freizeitbauern, Grundholde und Leibeigenen.

    • Lehnswesen: Austausch von Land gegen Dienste.

    • Rückgabe des Lehens nach dem Tod des Vasalls, in späterer Zeit Erblichkeit.

Seite 11: Ständeordnung

  • Nach Johannes Lichtberger (1488):

      1. Klerus: "Tu supplex ora (du bete demütig!)."

      1. Kaiser und Fürsten: "Tu protege (du schütze!)."

      1. Bauern: "Tuque labora (und du arbeite!)."

    • Darstellung der gesellschaftlichen Hierarchie in der Feudalordnung.