Personal 8
Assessment Center Definition
Der Begriff "Assessment Center" leitet sich vom englischen Wort "to assess" (beurteilen) ab.
Aufwendiges Verfahren zur Personalauswahl.
Bewertung von Kandidaten durch mehrere Beobachter aufgrund spezifischer Verhaltensausprägungen.
Ziel: Eignung der Kandidaten für eine bestimmte Position beurteilen.
Dauer: zwischen einem und sieben Tagen.
Verwendung: Oft bei Stellenbesetzungen für Hochschulabsolventen oder Führungskräfte.
Anwendungsbereiche
Bewerberauswahl:
Externe Einstellungen.
Interne Beförderungen.
Potentialermittlung:
Analyse der Fähigkeiten der Kandidaten.
Teilnehmer
Vorauswahl der teilnehmenden Personen.
Hauptgruppen der Teilnehmer:
Beobachter: 4-6 Führungskräfte, meist eine oder zwei Ebenen über der zu besetzenden Position.
Moderatoren: 2 Personen, zuständig für Organisation und Beobachtung.
Externe Berater: Oft Psychologen, bieten objektive Perspektive.
Bewerber: typischerweise 8-12 Personen.
Kennzeichen des Assessment Centers
Beobachtung über längeren Zeitraum:
Durchführung in mehreren Situationen.
Leistungstests unter Zeitdruck.
Beurteilung:
Kommunikationsfähigkeiten, Führungsqualitäten, Verhalten unter Druck.
Unterscheidung zwischen vorhandenen und entwickelbaren Fähigkeiten.
Wesentliche Inhalte des Assessment Centers
Individuelle Gestaltung:
Keine Standardausführung; Übungen an die spezifischen Anforderungen angepasst.
Variierende Übungen und Tests:
Strukturierte Interviews.
Gruppendiskussionen.
Postkorbübung.
Rollenspiele und Präsentationsaufgaben.
Psychometrische Tests (Persönlichkeits-, Leistungs-, Intelligenztests).
Abschlussgespräch mit Auswertung.
Eigenheiten eines Assessment Centers
Verhaltensorientierung:
Teilnehmer zeigen ihr Verhalten durch Übungen.
Methodenvielfalt:
Anwendung unterschiedlicher Verfahren zur Fehlerausgleichung.
Mehrfachbeurteilung:
Vermeidung individueller Fehler durch mehrere Beobachter.
Anforderungsbezogenheit:
Anpassung des AC an die spezifische Auswahlsituation.
Schwächen des Assessment Centers
Hoher Zeit- und Kostenaufwand für Konzeption und Durchführung.
Hohe Personalkosten für Schulung der Beobachter.
Wahrnehmungsunterschiede und mögliche Verzerrungen durch unterschiedliche Beobachtermeinungen.
Postkorbübung Überblick
Durchführung der Postkorbübung unter Stress.
Aufgaben müssen nach Dringlichkeit und Wichtigkeit sortiert werden.
Schritt-für-Schritt Vorgehen der Postkorbübung
Überblick verschaffen.
Priorisieren:
A: Wichtig und dringend.
B: Wichtig, aber nicht dringend.
C: Dringend, aber nicht wichtig (delegierbar).
Entscheidungen treffen und Delegieren.
Einstellungsgespräche
Vorbereitung vor dem Gespräch
Schriftliche Einladungen versenden und vollständige Unterlagen sicherstellen.
Informieren über Stellenbeschreibung und Anforderungsprofil.
Schaffen einer ungestörten Gesprächssituation.
Durchführung des Vorstellungsgesprächs
Dauer: 30 bis 90 Minuten.
Ablenkungen vermeiden.
Nach dem Gespräch
Unmittelbare Auswertung zur Sicherung objektiver Eindrücke durchführen.
Gesprächsnotizen eventuell dem Betriebsrat vorlegen.
Sofortige Auswertung des Gesprächs, während Eindrücke frisch sind.