ADHS und Autismus

ADHS und Autismus

  • Nach Regen kommt Sonne und nach Sonne kommt Regen.

ADHS

Wissensabgleich

  • Vorfragen zu ADHS:

    • Welches Vorwissen haben Sie bereits?

    • Wen betrifft ADHS?

      • Aus der Klinik

      • Aus dem privaten Umfeld

    • Symptome?

    • Umgang?

    • Was heißt ADHS?

Definition

  • ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung.

  • Auch bekannt als hyperkinetisches Syndrom (HKS).

Ausprägung von ADHS

  • Typische Merkmale:

    • Hyperaktivität

    • Impulsivität

    • Aufmerksamkeitsstörung

  • Symptome zeigen sich meist schon in den ersten 5 Lebensjahren.

  • Hoher Bewegungsdrang und Schwierigkeiten beim Konzentrieren.

  • Abgrenzung des einfachen Aufmerksamkeitsdefizit-Syndroms (ADS) ohne Hyperaktivität, häufig bei Mädchen.

Krankheitsentstehung

  • Ursachen unklar:

    • Mögliche Funktionsstörungen im Gehirn durch Geburtstraumata, genetische Veranlagung, Nahrungsmittelallergien, toxische Einflüsse und Milieufaktoren.

    • Neurobiochemisch wird ein Dopaminmangel vermutet.

    • Unspezifische Symptome können auch andere Ursachen haben.

    • Vor Medikation muss eine genaue Diagnose erfolgen.

Symptome

Hauptsymptome
  • Hyperaktivität

  • Impulsivität

  • Aufmerksamkeitsstörung

  • Ziellose motorische Überaktivität

Nebensymptome
  • Leistungsschwäche und -angst

  • Entwicklungsverzögerung

  • Störungen des Sozialverhaltens

  • Negatives Selbstkonzept

  • Depressive Störung

  • Soziale Ausgrenzung

  • Unkontrollierte Aggressionen

  • Distanzminderung

Diagnostik

  • Ausschlussdiagnostik ist wichtig:

    • Alternative Erkrankungen ausschließen.

    • Beobachtungen von Therapeuten, Pflegenden, Eltern und Lehrern als Basis.

    • Beurteilungsskalen zur Einschätzung nach Schweregrad.

    • Fragebogen zur Erfassung von Verhalten über einen Monat (z.B. Conners 3 ADHS-Index).

Therapie/Behandlung

  • Beratung für Eltern und Lehrer.

  • Verhaltenstherapien zur Verbesserung der Konzentration.

  • Gesprächstherapien und Entspannungstechniken erlernen.

  • Anpassung der Anforderungen an das Kind.

  • Unterstützung des positiven Verhaltens, Time-out bei Problemverhalten.

  • Selbstinstruktionsverfahren zur Verbesserung der Selbstkontrolle.

  • Ziel: Freude am Leben und Lernen wiedergewinnen.

Medikation

  • Psychopharmaka kritische Betrachtung:

    • Stimulanzien wie Methylphenidat (Ritalin) unter bestimmten Voraussetzungen.

    • Diskussion über Langzeitwirkungen und Risiken.

    • Alternativen wie Atomoxetin und Guanfacin, mit spezifischen Wirkungen und Nebenwirkungen.

    • Über 40% der Kinder erhalten ausschließlich Stimulanzien.

Pflegerische Unterstützung

  • Murmelgruppen zur Diskussion von pflegerischen Aufgaben im Umgang mit ADHS.

Autismus

Definition

  • Komplexe neurologische Entwicklungsstörung, beeinflusst soziale Interaktion, Kommunikation und Verhaltensmuster.

  • Oberbegriff „Autismus-Spektrum-Störung“ umfasst:

    • Frühkindlichen Autismus

    • Asperger Syndrom

    • Atypischen Autismus.

Häufigkeitsverteilung

  • 6-7 pro 1000 für alle Autismus-Spektrum-Störungen:

    • Frühkindlicher Autismus: 1,3-2,2 pro 1000.

    • Asperger-Syndrom: 1-3 pro 1000.

    • Fehlen genauer Angaben für Deutschland.

Frühkindlicher Autismus

Definition
  • Tiefgreifende Entwicklungsstörung vor dem 3. Lebensjahr.

  • Beeinträchtigungen der verbalen und nonverbalen Kommunikation, Kontaktaufnahme, und zwischenmenschlicher Beziehungen.

  • Wiederholende Verhaltensmuster.

Krankheitsentstehung
  • Ungeklärte Ursachen, vermutete genetische Faktoren und Gehirnorganische Störungen.

  • Funktionsschwäche des ZNS, beeinträchtigte Wahrnehmung.

Symptome
  • Defizite in sozialer Interaktion und Kommunikation.

  • Sprachverständnis verzögert; Rituale entscheidend.

  • Selbst- oder fremdaggressive Verhaltensweisen, Desinteresse an Umwelt.

  • Überreaktionen auf Veränderungen.

Diagnostik

  • Auseinandersetzung mit Kind und Eltern.

  • Ereignisse außerhalb der Klinik berücksichtigen.

Therapie/Behandlung

  • Interdisziplinäre Ansätze (Verhaltenstherapie, Heilpädagogik, etc.).

  • Psychopharmaka zur Unterstützung der Impulskontrolle.

  • Förderung sozialer und sprachlicher Fähigkeiten.

Verlauf

  • Keine Heilung möglich, jedoch Verbesserung durch Therapie.

  • Frühe Intervention kann positive Entwicklung fördern.

Asperger-Syndrom

Definition

  • Keine signifikante Entwicklungsverzögerung; hohe Intelligenz in特 besonderen Bereichen.

  • Auffälligkeiten in psychomotorischer Entwicklung und sozialer Interaktion.

Symptome

  • Kontaktstörungen, oft introvertiert.

  • Besondere Interessen, jedoch keine logische Verknüpfung。

Behandlungsstrategie

  • Keine anerkannten Therapien;

    • Fokus auf Gemeinschaftsfähigkeit und emotionale Bindung sammeln.

Pflegerische Unterstützung

  • Kontinuität bei Bezugspflege, Förderung von Selbstständigkeit.

  • Klare Kommunikation, Struktur im Alltag.