Französische Revolution: Weiterentwicklung nach den ersten Schritten
Zusammenbruch der alten Ordnung
Mit der Französischen Revolution wird die alte Ordnung in Frankreich vollständig umgestürzt.
Eine neue Verfassung wird von der Nationalversammlung verabschiedet, die die Macht des Königs stark einschränkt.
Grundlegende Änderungen:
Abschaffung des Feudalsystems: Adelige und Geistliche verlieren ihre Sonderrechte.
Menschen- und Bürgerrechte: Die Prinzipien Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit werden proklamiert.
Die neue Verfassung
Ziel der Verfassung:
Einschränkung der absoluten Macht des Königs.
Der König und seine Regierung müssen die von der Nationalversammlung erlassenen Gesetze umsetzen.
Umsetzung der Gewaltenteilung gemäß den Ideen der Aufklärung.
Berufswahlfreiheit gilt jetzt für alle Menschen.
Einzug des Kirchenguts und Bildung einer Nationalgarde unter parlamentarischer Kontrolle.
Einschränkungen des Wahlrechts
Politische Mitwirkung und Wahlrecht sind stark beschränkt:
Mindestens 25 Jahre alt.
Zahlung einer direkten Steuer, die dem Wert von mindestens drei Arbeitstagen entspricht.
Keine Lohnempfänger.
Eigentum oder Nutznießung einer Immobilie erforderlich.
Zensuswahlrecht: Nur Vermögende dürfen wählen, weshalb mehr als 20 Millionen Menschen von der politischen Mitwirkung ausgeschlossen sind. Frauen sind ebenfalls ausgeschlossen.
Radikale Kräfte: Sansculotten
Sansculotten: Radikale Vertreter der Unterschicht, die allen Bürgern gleiche Rechte fordern.
Merkmale:
Tragen lange Hosen, im Gegensatz zu Adligen, die Kniehosen trugen.
Arbeiten und haben keinen Besitz.
Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit und Einbeziehung aller Bürger in die Revolution.
Widerstand der Adligen und die Flucht des Königs
Adlige und König Ludwig XVI. versuchen, die Veränderungen rückgängig zu machen.
Flucht des Königs: Verkleidung als Kammerdiener, um mit geflohenen Adligen eine Armee aufzustellen.
Entdeckung und Rückführung nach Paris, wo der König gezwungen wird, den Eid auf die neue Verfassung zu leisten.
trotz seiner Entmachtung gibt es weiterhin große Unruhen und Nahrungsmangel.
Krieg und gesellschaftliche Unruhen
Ernste Bedrohung von Preußen, Österreich und Großbritannien, die die Revolution bekämpfen wollen.
Österreich wird der Krieg erklärt, Nationalgarde verliert Schlachten gegen reguläre Armeen.
Zunehmende Wut gegen den König, der auf die Feinde der Revolution hofft.
Etablierung der Republik
Bürger stürmen das Schloss, König wird abgesetzt.
Das erste Mal gibt es in Frankreich keinen König: Die Republik wird ausgerufen.
Nationalkonvent führt Neuwahlen durch, alle Bürger dürfen wählen.
Unter den Jakobinern ist Maximilien de Robespierre ein Führer, der zur Hinrichtung des Königs aufruft.
Hinrichtung von Ludwig XVI.
Am 21. Januar 1793 wird über die Hinrichtung des ehemaligen Königs entschieden.
Ludwig XVI. wird mit der Guillotine hingerichtet.
Diese Hinrichtung ist der Beginn einer radikalisierten Revolution, die weitere Gewaltakte nach sich ziehen wird.