Deutsch Erzählwerke I

LITM 2N Deutsch Erzählwerke

Vorbemerkungen

  • Übersicht über die Epik

  • Bedeutung und Arten der epischen Literatur

  • Behandelte Kurzformen: Kurzgeschichte, Parabel, Novelle

Grundlagen der Epik

  1. Elemente der Epik: Erzähler, Handlung, Dialoge, Vergangenheitsform

  2. Formen der Epik: Roman, Novelle, Kurzgeschichte, Parabel

  3. Interpretation: Textanalyse, Einordnung in Literaturgattungen

Kurzgeschichte

Definition
  • Kurze, prägnante Erzählform mit offengebliebenem Schluss

Merkmale
  • Komprimierter Inhalt

  • Wenige Charaktere, eingehende Schilderung von Gefühl und Situation

  • Offener Schluss, Überraschungselemente

  • Themen: Alltagssituationen, psychologische und soziale Probleme

Beispiel: „Jenö war mein Freund“ von Wolfdietrich Schnurre
  • Freundschaft von zwei Jungen unterschiedlicher Herkunft während des Dritten Reiches

  • Thematisierung von Diskriminierung und Vorurteilen

Parabel

Definition und Merkmale
  • Lehre und Moral, zentrale Problematik um ethische Fragestellungen

  • Beispiel: Bertolt Brecht: „Maßnahmen gegen die Gewalt“

  • Lehrdichtung, die den Leser zum Nachdenken anregen soll

Novelle

Definition
  • Kürzere narrative Form mit besonderen, herausragenden Ereignissen

  • Fokussierung auf einzelnes Ereignis, schlagsame Wendungen gehören dazu

Beispiel: „Schachnovelle“ von Stefan Zweig
  • Darstellung von Isolation und Menschenwürde

  • Konflikt zwischen Dr. B. und dem Schachweltmeister Czentovic

  • Thematisierung der psychologischen und emotionalen Wirkungen von Gewalt und Unterdrückung

Arbeitshinweise

  • Gründliches Lesen und Textanalyse

  • Gliederung und Strukturierung der schriftlichen Arbeiten

Schlussbetrachtung

  • Bedeutung der Literatur für das Verständnis von Gesellschaft und menschlichem Verhalten

Elemente

  • erzählende Literatur, die durch einen Erzähler Ereignisse, Personen oder Probleme darstellt

  • Nutzung verschiedener Erzählperspektiven: auktorial (allwissend), personal, neutral

Struktur

  • Besteht aus Beschreibungen, Handlungsabläufen, Dialogen und Reflexionen

  • Behandelt Ereignisse, die als tatsächlich angenommen werden

  • überwiegend in der Vergangenheitsform

Erzählerische Freiheiten

  • Der Epiker kann Raum und Zeit variieren:

  • Er kann die erzählte Zeit (Zeitspanne des Geschehens) und die Erzählzeit (Zeitspanne des Erzählens) anpassen

  • Verwendung von Rückblenden oder Vorausdeutungen

Sprache und Form

  • Sprache epischer Texte ist ungebunden (Prosa)

  • keine bestimmten Versmaße erforderlich

Formen

Groß- und Kurzformen

Großformen
  • Romane sind umfangreiche epische Texte 

  • detaillierte Darstellung von Ereignissen

Kurzformen
  • Erzählungen (weniger komplex)

  • Novellen (zentraler Konflikt)

  • Kurzgeschichten (stark komprimiert und offener Schluss)

Volkstümliche Formen

Märchen
  • Mündlich verbreitet

  • schildert wunderbare Begebenheiten

  • oft erzieherische Ziele

Sage
  • Alte Erzählungen mit historischem Kern

  • oft mit mythischen Element

Lehrreiche Epik

Legende 
  • Volkstümliche Erzählung über Heilige, oft mit einer christlichen Botschaft

Fabel und Parabel
  • Fabeln lehren durch Tiere

  • Parabeln enthalten moralische Wahrheiten in Geschichten

Beispiele für epische Formen

Roman
  • Umfassende Darstellung von Ereignissen und Schicksalen, kann verschiedene Darstellungsarten integrieren.

Erzählung

  • Kürzer, weniger komplex als Romane

  • weniger bewusst auf den Schluss ausgerichtet als Kurzgeschichte

Novelle

  • Kurzer Text mit einem zentralen Konflikt 

  • meist nur einem Handlungsstrang

Kurzgeschichte

  • Stark komprimiert mit wenigen Charakteren

  • offener Handlung, meist unvermittelt begonnen

Anekdote

  • Charakterisierende Aussagen oder Aussprüche von prominenten Persönlichkeiten 

Märchen

  • Beispielhafte Sammlungen von Gebrüder Grimm

  • Enthalten magische Elemente und moralische Lektionen