Genetik VO3
Erkrankungsrisiko bei autosomal rezessiven Erbgängen
Erkrankungsrisiko für Nachkommen: 25% (1 von 4)
Beide Eltern sind Träger eines rezessiven Gens
Geschwister eines betroffenen Nachkommens: 50% Wahrscheinlichkeit, Träger des mutierten Gens zu sein
Pseudo-Dominanz
Bezieht sich auf die scheinbar dominante Vererbung einer autosomal rezessiven Krankheit
Betroffenes Individuum (homozygot für das mutierte Allel) paart sich mit einem Träger (heterozygot)
Erscheinung der Krankheit ähnelt autosomal dominanter Vererbung
Blutgruppen
Beschreibung der individuelle Zusammensetzung der Oberfläche der roten Blutkörperchen
Bestimmt durch Glykolipide oder Proteine, die als Antigene fungieren
Genetisch erblich, verwendet zur Ausgrenzung von Verwandtschaftsverhältnissen
Blutgruppensysteme
Antigene auf der Oberfläche der Erythrozyten, gegen die Allo-Antikörper gebildet werden können
Genetische Trennung durch Variationen eines Gens oder durch homologe Gene
MN-System
Besteht aus drei Phänotypen durch kodominante Allele (M & N)
Wenn ein Träger von M in Kontakt mit N kommt, entwickelt das Immunsystem Antikörper gegen N
Autosomal kodominanter Erbgang
Beide Elternmerkmale werden bei Nachkommen sichtbar
Jeder Genotyp führt zu einem unterscheidbaren Phänotyp oder Allelprodukt
Genotyp kann direkt am Phänotyp abgelesen werden
Intermediär und Spezialfall von kodominant
z.B. Kreuzung von rotem und weißem Blütenpflanzen ergibt rosa
Genotypen- und Phänotypenverhältnis: 1:2:1
Geschlecht gekoppelte Vererbung
Merkmale auf dem X-Chromosom, viele rezessiv vererbt
Männliche Nachkommen sind häufiger betroffen als weibliche
Erkrankungsrisiko von Nachkommen
Heterozygote Frauen haben 50% Risiko für Söhne, 0% für Töchter
X-chromosomal rezessive Krankheiten
Frauen sind Konduktorinnen, Männer sind eher betroffen
Beispiel: Farbenblindheit
Mitochondriale Erkrankungen
Betrifft beide Geschlechter, jedoch Weitergabe erfolgt durch die Mutter
Häufig betroffene Organe: Nervensystem und Muskulatur
Heteroplasmie
Variabilität mutierter Mitochondrien; Erkrankungen treten ab einem bestimmten Schwellenwert auf
Mendelsche Regeln und deren Ausnahmen
Nicht alle Merkmale folgen den Mendelschen Gesetzen
Konzepte wie Kopplung, Pleiotropie, Letale Allele und Polygenie
Epistase und Umwelteinflüsse bezeichnen die Komplexität der Vererbung
Variationsbreite des Phänotyps
Modifikationen durch Umwelt: z.B. UV-Licht oder Höhenlage
Phänotypische Varianz in Abhängigkeit von Umweltbedingungen
Beispiele für autosomal dominante und rezessive Erbgänge
Dominant: Polydaktylie; Rezessiv: Albinismus, Zystische Fibrose, Tay-Sachs
Weitere autosomal-dominante Krankheiten: Marfan-Syndrom, Chorea Huntington