Ambivalenz von Gruppen

Positive Merkmale

  • “Basking in reflected glory”: Gruppenmitglieder fühlen sich besser aufgrund guter Gruppenleistung

  • Gute Leistungen anderer Gruppenmitglieder können Individuum durch soziale Vergelichsprozesse anspornen auch bessere Leistungen zu erbringen

  • Gruppe hilft, Selbstwert zu erhöhen, Anschluss zu finden und bietet Unterstützung

  • Informationaler Einfluss: Viele Menschen = Steigerung verfügbarer Menge leistungsrelevater Informationen

  • Anwesenheit anderer Personen erhöht eigene Leistung des Individuums durch höheres Arousal bei einfachen Aufgaben —> Soziale Erleichterung

    Soziale Erleichterung:

    beschreibt die Tatsache, dass individuelle Leistungsfähigkeit in Gegenwart anderer verbessert, sofern es sich um einfache Aufgaben handelt und Einzelleistung messbar ist. (Im Gegenzug sinkt Leistung bei schwierigen Aufgaben ohne individuelle Leistungsmessung)

Negative Merkmale

  • Soziales Faulenzen:

    Ist Einzelleistung nicht messbar, so führt Gegenwart anderer zu Leistungsverschlechterung bei einfachen Aufgaben und zu verbesserten Leistung bei schwierigen Aufgaben → Prozessverluste

  • “Hidden-Profile-Aufgaben”: Gruppenentscheidngen durch geteilte bzw. nicht geteilte Informationen beeinflusst, kein einheitlicher Informationsstand, können auch zu Prozessverlusten führen

  • Weitere Möglichkeiten für Verzerrungen bei Gruppenentscheidungen:

    • Discussion bias: Betonung meinungskonformer Argumente

    • Evaluation bias: Qualitative Überbewertung meinungskonformer Argumente

  • Mögliche Lösung: Offene Kommunikation über jew. Informationsstand

  • “Groupthink”: In Gruppenentscheidung einheitliche Meinung wichtiger als neutrale Betrachtung → Oft bei Gruppen mit hohem Status oder mit Führer

  • NIcht-leistungsbezogene Folgen: Deindividuierung

    Wenn in Gruppen normorientiertes Verhalten zugunsten von gewalttätigem Verhalten vermittelt wird → Saliente Gruppennormen enscheidend, ob Gruppe sich positiv oder negativ verhält → Deindividuierung nur möglich bei destruktiven Gruppennormen