7Notes on Group 18: Noble Gases and Gas Laws

General and Inorganic Chemistry: Chapter 7 - Group 18 - Noble Gases

  • Course Identification: General and Inorganic Chemistry (21 101a / SS 2026).

  • Instructor: Prof. Dr. Sebastian Hasenstab-Riedel.

  • Scope: The chapter focuses on the elements of Group 18 of the periodic table: Helium (HeHe), Neon (NeNe), Argon (ArAr), Krypton (KrKr), Xenon (XeXe), and Radon (RnRn).

Review of Previous Material

  • Atomic Shell Structure:

    • Relates the energy levels of the hydrogen atom (M-shell) to multi-electron atoms.

    • The M-shell consists of the subshells 3s3s, 3p3p, and 3d3d.

    • In multi-electron atoms, these subshells split in energy due to electron-electron interactions (with 3s < 3p < 3d in energy).

  • X-Rays and Atomic Structure:

    • Generation: Cathode rays (fast electrons from a cathode) strike an anode (metal plate), producing X-rays (electromagnetic waves).

    • Moseley's Law: Shows a linear relationship between the square root of the frequency ($ u$) of characteristic X-rays (KαK_{\alpha} and LL series) and the atomic number (ZZ). This allows for the precise determination of atomic numbers.

    • X-Ray Types:

    • Continuous "Bremsstrahlung" (braking radiation).

    • Characteristic radiation (specific peaks such as KαK_{\alpha} and KβK_{\beta}).

  • Periodic Trends:

    • Ionic Radii: Decreases across a period and increases down a group (e.g., Li+=76pmLi^+ = 76\,pm, Be2+=27pmBe^{2+} = 27\,pm, Cs+=167pmCs^+ = 167\,pm).

    • Ionization Energy: Noble gases represent the local maximas of ionization energy in their respective periods due to their stable s2p6s^2 p^6 electron configurations.

7.1 The Elements and Their Occurrence

  • Occurrence:

    • Atmosphere: Noble gases are present in the Earth's atmosphere. Helium (HeHe) and Hydrogen (H2H_2) are light enough to diffuse into space over time.

    • Natural Gas: The richest sources of Helium are found in natural gas wells in the USA, where concentrations can reach up to 8% by volume8\%\text{ by volume}.

  • Extraction (Air Liquefaction):

    • Linde Process: Uses the Joule-Thomson effect to liquefy air.

    • Steps:

    1. Compression: Air is compressed to approximately 200bar200\,bar, causing it to heat up.

    2. Water Cooling: Heat is removed.

    3. Countercurrent Cooling: Compressed air is further cooled by returning cold air in a heat exchanger.

    4. Expansion: The air expands through a valve (expansion valve to 20bar20\,bar), cooling significantly until liquefaction occurs.

    • Fractional Distillation: The different boiling points of liquefied air components (Oxygen, Nitrogen, Noble Gases) allow for separation via distillation.

Properties and Characteristics of Group 18

  • General Properties: Colorless, odorless, non-flammable, and non-toxic.

  • Luftverflüssigung nach Linde: Ein Verfahren zur Verflüssigung von Gasen, das auf einer Reihe von Expansionen und der anschließenden Wärmeisolation basiert, um die Temperatur der Gase unter ihren Siedepunkt zu senken.

  • Die Edelgase stehen in der 18. Gruppe des PSE. Sie haben die Valenzelektronenkonfiguration

    s2p6 bzw. s2, also abgeschlossene Elektronenkonfigurationen ohne

    ungepaarte Elektronen. Sie sind daher chemisch sehr inaktiv

  • Viele Elemente bilden daher Ionen mit Edelgaskonfiguration und in

    zahlreichen kovalenten Verbindungen besteht die Valenzschale der Atome aus acht

    Elektronen (Oktettregel).

  • Bei Zimmertemperatur sind die Edelgase einatomige Gase. Sie sind farblos, geruchlos, ungiftig und unbrennbar. Zwischen den Edelgasatomen existieren nur schwache van-der-Waals-Kräfte. Dementsprechend sind die Schmelzpunkte und Siedepunkte sehr niedrig.

  • mit größer werdender Elektronenhülle die Polarisierbarkeit wächst und damit die van-der-Waals-Kräfte (Dispersionseffekt) stärker werden.

  • Lichttechnik und die Schweißtechnik照明技術和焊接技術

  • He (monoatomic), F2 (diatomic)

    - Ballongas, Forschungsballons

    - He/O2 (10%) – Gemisch: Tiefseetauchen

    - fl. Helium: Kühlmittel (NMR-Spektrometer, Kernspintomographen)

  • gelb

    ➢Ne

    - Füllgas von Glühlampen, „Neonröhren“

  • rot

  • Ar

    - Inertgas (metallurgische Prozesse, Schutzgas beim Schweißen)

    - Füllgas von Glühlampen, Hohlräumen zwischen Glasfenstern (Isolierung)

  • Argon wird als Schutzgas, z.B. beim Umschmelzen von Metallen und bei der

    Lichtbogenschweißung verwendet. Gasentladungsröhren mit Edelgasfüllungen dienen

    als Lichtreklame. Ar, Kr und Xe werden als Füllgase für Glühlampen verwendet,

    da dann die Temperatur des Wolframglühfadens und damit die Lichtausbeute gesteigert

    werden kann.

  • rot

    ➢Kr

    - Isoliergas in Fenstern

    • Gelbgrün

      - Füllgas von Glühlampen und Gasentladungslampen

    • Krypton besitzt eine geringe Wärmeleitfähigkeit, der Kolbendurchmesser

      der Glühlampen kann daher klein gehalten werden. In den Halogenlampen

      wird vorwiegend Krypton als Füllgas (3K4 bar) verwendet

➢Xe

- „Xenonlampen“ (Scheinwerfer)

  • Violett

  • Fluoride von Xe.

    Erst 1962 wurden die ersten Edelgasverbindungen synthetisiert: XeC[PtF6]K und

    XeF2. XeC[PtF6]K wurde später als Gemisch aus XeC[PtF6]K und Xe2C2[PtF6]K

    oder [FXe]C[PtF6]K und [FXe]C[Pt2F11]K korrekter formuliert

  • Rn weiß

  • Group Properties Table:

Element

Z

Config.

Ion. Energy (eVeV)

Prom. En. (np(n+1)s,eVnp \rightarrow (n+1)s, eV)

MP (C^{\circ}C)

BP (C^{\circ}C)

Crit. T (C^{\circ}C)

VdW Radius (pmpm)

Discharge Color

Helium (He)

2

1s21s^2

24.6

16.6

-272

-269

-268

179

Yellow

Neon (Ne)

10

[He]2s22p6[He]2s^2 2p^6

21.6

11.5

-249

-246

-229

159

Red

Argon (Ar)

18

[Ne]3s23p6[Ne]3s^2 3p^6

15.8

9.9

-189

-186

-122

191

Red

Krypton (Kr)

36

[Ar]3d104s24p6[Ar]3d^{10} 4s^2 4p^6

14.0

8.3

-157

-153

-64

201

Yellow-Green

Xenon (Xe)

54

[Kr]4d105s25p6[Kr]4d^{10} 5s^2 5p^6

12.1

6.8

-112

-108

17

220

Violet

Radon (Rn)

86

[Xe]4f145d106s26p6[Xe]4f^{14} 5d^{10} 6s^2 6p^6

10.7

---

-71

-62

105

230

White

  • Note: All Radon isotopes are radioactive.

  • Clathrates (Cage Compounds): Noble gases can be trapped in the cavities of a host lattice (e.g., ice). An example is the Xenon hydrate clathrate with the ideal composition (H2O)46Xe8(H_2O)_{46}Xe_8.

  • b) Eigenschaften

    Edelgase sind farblos, geruchlos, unbrennbar und ungiftig.

    Clathrate (Käfigverbindungen): Edelgase lagern sich in die Hohlräume von Eis ein

    • Ionisierungsenergie ist durch die abgeschlossene Außenschale sehr hoch, d.h. die

      Elektronen sind sehr fest gebunden!

      • Aber: Ionisierungsenergie nimmt in der Gruppe von oben nach unten ab.

      ➢Verbindungen sind daher am ehesten bei den schweren Edelgasen zu erwarten.

    • • Helium und Neon zeigen die höchste Stabilität und reaktive Trägheit,
      • Argon und Xenon können unter bestimmten Bedingungen in chemischen Reaktionen auftreten,
      • Radon ist aufgrund seiner Radioaktivität und der geringen Reaktivität weniger verbreitet.

    • Xenon hat eine ähnliche Ionisierungsenergie wie O2!

    • Nur mit den stärksten Oxidationsmitteln können Kr, Xe und Rn zur

      Reaktion gebracht werden.

      ➢Erste Xenon-Verbindung synthetisiert von Neil Bartlett (1962):

      Xenonhexafluoroplatinat (XeF$_6$): Eine effiziente Verbindung, die aus Xenon und Platinhexafluorid hergestellt wurde, zeigt die Reaktivität von Xenon unter extremen Bedingungen.

    • XeC[PtF6]K und

      XeF2. XeC[PtF6]K wurde später als Gemisch aus XeC[PtF6]K und Xe2C2[PtF6]K

      oder [FXe]C[PtF6]K und [FXe]C[Pt2F11]K korrekter formuliert. Vorher waren nur

      Edelgas-Clathrate, z.B. Hydrat-Clathrate der idealen Zusammensetzung (H2O)46E8

      (EZAr, Kr, Xe) bekannt. Bei ihnen sind in den Käfigen des H2O-Wirtsgitters Edelgasatome

      eingelagert, die durch schwache van-der-Waals-Wechselwirkungen festgehalten

      werden (vgl. Abschn. 4.5.4). Die meisten heute bekannten Edelgasverbindungen

      sind Xenonverbindungen. Die Chemie der Edelgase ist weitgehend die Chemie

      des Xenons.

    • Verbindungen

    • Die Edelgase reagieren nur mit einem Element, dem Fluor, direkt. Das Fluor

      muss aber entweder durch Erhitzen, Bestrahlen oder elektrische Entladungen aktiviert

      werden, da Fluor nur in atomarer Form mit den Edelgasen reagiert.

      Xenon reagiert mit Fluor nach folgenden Gleichgewichtsreaktionen schrittweise

      und exotherm:

      XeCF2→XeF2

      XeF2CF2→XeF4

      XeF4CF2→XeF6

      Nur mit den stärksten Oxidationsmitteln können Kr, Xe und Rn zur Reaktion gebracht

      werden. Xe reagiert mit Fluor nach folgenden Gleichgewichtsreaktionen schrittweise

      und exotherm:

      Darstellungsbedingungen der Xenonfluoride: Xe+F2=XeF2

    • XeF2+ F2=XeF4

    • XeF4+F2=XeF6

    • Bekannt sind nur die beiden Oxide XeO3 und XeO4, sowie die Oxidfluoride XeOF2, XeO2F2,

      XeOF4, XeO3F2 und XeO2F4: Diese Verbindungen entstehen durch die Reaktion von Xenonverbindungen mit Fluor und zeigen charakteristische Eigenschaften der Xenongase.

  • Bekannt sind nur die beiden Oxide XeO3 und XeO4, außerdem die Oxidfluoride

    XeOF2, XeO2F2, XeOF4, XeO3F2 und XeO2F4 (Tab. 4.5).

    Xenon(VI)-oxid XeO3 entsteht bei der Hydrolyse von XeF6 und XeF4.

    XeF6C3H2O $% XeO3C6HF

    3 XeF4C6H2O $% XeC2XeO3C12HF

    Die farblosen Kristalle bestehen aus einem Molekülgitter mit isolierten XeO3-Einheiten,

    sie sind hochexplosiv.

    XeO3 (s) $% XeC1,5O2 ΔH( ZK402 kJ.mol

    Beständig sind wässrige Lösungen von XeO3, in denen es überwiegend molekular

    gelöst ist. Außerdem entsteht etwas Xenonsäure H2XeO4, deren Anhydrid XeO3 ist.

    XeO3CH2O#H2XeO4

    H2XeO4CH2O#H3OCCHXeO4

  • Die Edelgasverbindungen bestehen aus Molekülen mit polaren kovalenten Bindungen.

    Die Molekülgeometrie lässt sich mit dem VSEPR-Modell herleiten (Abb. 4.2a).

    Das Molekül XeF2 kann bei Berücksichtigung der Elektronegativitätsdifferenz zwischen

    Xe und F mit zwei mesomeren Lewis-Grenzstrukturen unter Beachtung der

    Oktettregel beschrieben werden

  • In Übereinstimmung damit wurde berechnet, dass Xe einfach positiv geladen ist.

    Auch das MO-Modell zeigt, dass eine 3-Zentren-4-Elektronen-Bindung vorliegt und

    die Bindungen fast nur von p-Orbitalen gebildet werden (Abb. 4.2b).

    Beim Molekül XeF4 folgt aus Regel 2 des VSEPR-Modells eine quadratische Molekülgeometrie.

    Die berechnete Ladung C2 am Xe stimmt mit der Grenzstruktur überein, die zwei 3-Zentren-4-Elektronen-Bindungen enthält.

    Die Oxide XeO3 und XeO4 können mit den Grenzstrukturen unter Erfüllung der

    Oktettregel beschrieben werden.

Applications of Noble Gases

  • Helium (HeHe):

    • Serving as a lifting gas for balloons and research balloons.

    • Heliox: A mixture of He/O2He/O_2 (usually 10%He10\%\,He) used for deep-sea diving to prevent nitrogen narcosis.

    • Coolant: Liquid helium is used as a coolant for high-field magnets in NMR spectrometers and Magnetic Resonance Imaging (MRI/Kernspintomographen).

  • Neon (NeNe): Used as a filling gas for light bulbs and "neon tubes" for advertising signs.

  • Argon (ArAr):

    • Inert Gas: Used in metallurgical processes and as a shielding gas in welding.

    • Insulation: Used as a filling gas in incandescent lamps and in the cavities between panes of glass in insulating windows.

  • Krypton (KrKr): Insulation gas in high-efficiency windows and filling gas for specialized lamps and gas discharge lamps.

  • Xenon (XeXe): Used in specialized high-intensity "Xenon lamps" (e.g., automotive headlights).

Noble Gas Compounds

  • Reactivity Trends:

    • Reactivity increases down the group as ionization energy decreases.

    • Xenon (XeXe) has a similar ionization energy to Oxygen (O2O_2), which suggested it could form bonds.

    • Only the strongest oxidizing agents can react with KrKr, XeXe, and RnRn.

  • Historical Milestones:

    • Neil Bartlett (March 1962): Synthesized the first noble gas compound, Xenon hexafluoroplatinate (Xe+[PtF6]Xe^+[PtF_6]^-).

    • Rudolf Hoppe (1962): Synthesized Xenon difluoride (XeF2XeF_2) via electrical discharge on mixtures of Xenon and Fluorine.

    • Konrad Seppelt (1944–): Contributed significantly to understanding the dynamic structures of noble gas compounds.

  • Xenon Fluorides: Formed step-wise and exothermically by reaction with fluorine:

    • Xe+F2XeF2Xe + F_2 \rightleftharpoons XeF_2 (T=400CT = 400^{\circ}C, pressure, ratio Xe:F2=2:1Xe:F_2 = 2:1)

    • Xe+2F2XeF4Xe + 2F_2 \rightleftharpoons XeF_4 (T=600CT = 600^{\circ}C, ratio Xe:F2=1:5Xe:F_2 = 1:5)

    • Xe+3F2XeF6Xe + 3F_2 \rightleftharpoons XeF_6 (T=300CT = 300^{\circ}C, high pressure, ratio Xe:F2=1:20Xe:F_2 = 1:20)

  • Oxides and Oxyfluorides:

    • Known oxides: XeO3XeO_3 and XeO4XeO_4.

    • Known oxyfluorides: XeOF2,XeO2F2,XeOF4,XeO3F2XeOF_2, XeO_2F_2, XeOF_4, XeO_3F_2, and XeO2F4XeO_2F_4.

  • Structure of XeF6XeF_6: Described as having a mobile electron pair that moves over the faces and edges of the octahedron, distorting it dynamically.

7.2 Gas Laws

  • Avogadro's Law:

    • VnV \sim n (at constant pp and TT).

    • Equal volumes of ideal gases under same pp and TT contain equal numbers of molecules.

    • Standard Molar Volume: At 0C0^{\circ}C (273K273\,K) and 1.013bar1.013\,bar (Standard conditions/Normalbedingungen), one mole of an ideal gas occupies 22.413837L22.413837\,L.

    • Avogadros Gesetz

    • - Gleiche Volumina idealer Gase enthalten bei gleichem Druck und gleicher Temperatur

      gleich viele Teilchen.

      • In gleichen Volumina idealer Gase sind bei gleichem Druck und gleicher

        Temperatur gleich viele Moleküle enthalten.

        ➢Bei 0°C (273 K) und 1.013 bar (= Normalbedingungen) nimmt jedes ideale Gas

      • Je kleiner der Druck eines Gases und je höher seine Temperatur ist, umso besser

        sind die Voraussetzungen für ein ideales Verhalten erfüllt. Bei Drücken p <= 1 bar

        und Temperaturen T S 273K gehorchen in guter Näherung beispielsweise Wasserstoff,

        Stickstoff, Sauerstoff, Chlor, Methan, Kohlenstoffdioxid, Kohlenstoffmonooxid

        und die Edelgase dem idealen Gasgesetz.

        pro Mol ein Volumen von 22.413837 L ein.

        Die relativen Molekülmassen entsprechend damit dem Gewicht des Molvolumens (Vm).

        Eine Molmassenbestimmung entspricht damit der Aufgabe, das Gewicht eines

        Gasvolumens zu bestimmen.Außerdem spielen die idealen Gaskonstanten eine wichtige Rolle, da sie es ermöglichen, die Beziehung zwischen Druck, Volumen und Temperatur für ideale Gase zu beschreiben.

  • Boyle-Mariotte Law:

    • p1V1=p2V2=const.p_1 V_1 = p_2 V_2 = \text{const.} (at constant TT).

    • Pressure is inversely proportional to volume.

    • Boyle-Mariottesches Gesetz

      • Der Druck idealer Gase ist bei gleicher Temperatur und gleicher Stoffmenge

        umgekehrt proportional zum Volumen.

      • Bei konstanter Temperatur gilt für ideale Gase

        pVZ const.

        • Boyle-Mariottesches Gesetz

        ➢Je größer der Druck des Gases, desto kleiner das Volumen.

  • Gay-Lussac's Laws:

    • 1st Law: VTV \sim T (at constant p,np, n). Volume is proportional to absolute temperature.

    • 2nd Law: pTp \sim T (at constant V,nV, n). Pressure is proportional to absolute temperature.

  • Gesetz von Gay-Lussa

    • Das Volumen eines idealen Gases ist bei gleichem Druck und gleicher

      Stoffmenge proportional zur Temperatur.

      ➢Ein Gas dehnt sich bei Erwärmung aus und zieht sich beim Abkühlen zusammen.

    • Bei Erwärmung erhöht sich der Druck, bei Abkühlung wird der Druck geringer

    • Bei konstantem Volumen gilt für ideale Gase p =

      const · T.

  • Ideal Gas Law:

    • Combine laws: p×V=n×R×Tp \times V = n \times R \times T.

    • Universal Gas Constant: R=8.3143J/(Kmol)R = 8.3143\,J/(K \cdot mol).

    • Definition: A gas is ideal if there are no attractive forces between particles and the volume of the particles is negligible compared to the total gas volume.

  • Ein Gas verhält sich ideal, wenn zwischen den

    Gasteilchen keine Anziehungskräfte wirksam sind und wenn das Volumen der Gasteilchen

    vernachlässigbar klein ist gegen das Volumen des Gasraums. Für diesen

    Grenzfall gilt das ideale Gasgesetz

    pV= nRT

    • Das ideale Gasgesetz

      • 1) V  n (Teilchenzahl) Avogadrosches Gesetz

        2) V  1/p(bei T = konst. und n = konst.) Boyle-Mariottsche Gesetz

        3) V  T (bei p = konst und n = konst.) Guy-Lussac Gesetz

        → V  n T/p

        oder p V = n R T = Ideales Gasgesetz

        R = universelle Konstante = 8.3143 J/(K mol)

        Def. Ein Gas verhält sich dann ideal, wenn zwischen den Gasteilchen

        keine Anziehungskräfte wirksam sind und wenn das Volumen der Gasteilchen

        vernachlässigbar klein ist gegen das Volumen des Gasraums.

      • p · V = n · R · T

      • Ein Gas verhält sich dann ideal, wenn zwischen den Gasteilchen keine

        Anziehungskräfte wirksam sind und wenn das Volumen der Gasteilchen

        vernachlässigbar klein ist gegen das Volumen des Gasraumes.

      • absolute Temperaturskala (Kelvi- Skala)

        Kelvin-Skala = absolute Skala → 0 K = absolute Nullpunkt (keine negativen Werte).

        Ideales Gas: Bei T = 0 K → V = 0.

        Real: es tritt vorher eine Verflüssigung des Gases ein.

        Extrapolation eines idealen Gases gegen V = 0 ergibt: 0 K = -273.15 °C = absolute Nullpunkt.

      • Gesamtdruck: Summe der Partialdrücke

        pgesamt = pA + pB + pC + . . .

        Anteil von A am Gesamtdruck

        entspricht molarem Anteil

      • Kinetische Gastheorie

        Basis: Druck wird durch elastische Stöße zwischen den Gasmolekülen erzeugt

        Annahmen:

        kein Eigenvolumen

        keine Ww. der Gasmoleküle

        gleichmäßige Verteilung der Gasmoleküle im Raum (Statistik)

        mittlere kinetische Energie hängt von der Temperatur ab

        bei gleicher Temperatur ist für alle Gase die mittlere kin. Energie gleich

        Konsequenzen: → Dalton-Gesetz für Partialdruck:

        in Gasgemischen trägt jede Sorte entsprechen der Molzahl bei pGesamt = a pA + b pB + c pC + . . .

        schwere Gasteilchen diffundieren langsamer (Ekin = ½ mv2)

      • Graham:

        Effusionsgesetz zur Molmassenbestimmung VA

        2/VB

        2 = mB/mA = MB / MA

        ➢ Isotopentrennung UF6,

        235U/238/U: V 0.4%

        ➢ Wärmeleitfähigkeit hängt von Molmasse ab (hoch für H2, He)

        ➢ Schallgeschwindigkeit hängt von Molmasse ab (hoch für H2, He)

      • a) Geschwindigkeitsverteilung von Sauerstoffmolekülen bei zwei Temperaturen.

        Mit wachsender Temperatur erhöht sich die mittlere Geschwindigkeit der Moleküle.

        Gleichzeitig wird die Geschwindigkeitsverteilung diffuser: der Geschwindigkeitsbereich verbreitert

        sich, die Anzahl von Molekülen mit Geschwindigkeiten im Bereich der mittleren

        Geschwindigkeit wird kleiner.

        b) Geschwindigkeitsverteilung von Sauerstoffmolekülen und Wasserstoffmolekülen bei 300 K.

        Die mittlere Geschwindigkeit der leichteren Moleküle ist größer, die Geschwindigkeitsverteilung

        diffuser

      • Reale Gase

        • Eigenvolumen

          ➢ Interatomarer (intermolekulare) Ww.

          Van der Waals-Gleichung für reale Gase: (p + n2a/V2)(V – nb) = nRT

          n Molzahl

          a berücksichtigt zusätzliche intermolekulare WW. (reduziert Gesamtdruck)

          b berücksichtigt Eigenvolumen der Gasmoleküle (reduziert freies Volumen)

          Größe von a und b sind Stoffkonstanten, in a gehen Zahl der Elektronen und Polarität ein, in b geht Größe der beteiligten

          Atome ein

          Edelgase als gute Annäherung an id. Gase (je kleiner, desto besser) CO2, NH3, H2O als schlechte Annäherung

          Konsequenzen der WW. → Kondensation, Kristallisation, (-Zustandsdiagramm)

  • Determining Molar Mass (MM):

    • Since n=mMn = \frac{m}{M}, then p×V=mM×R×Tp \times V = \frac{m}{M} \times R \times T.

    • Rearranging: M=m×R×Tp×VM = \frac{m \times R \times T}{p \times V}.

  • Absolute Temperature (Kelvin Scale):

    • Absolute zero (0K0\,K) is defined where an ideal gas would have V=0V = 0.

    • Extrapolation gives 0K=273.15C0\,K = -273.15^{\circ}C.

    • Conversion: T(Celsius)=T(Kelvin)273.15T(\text{Celsius}) = T(\text{Kelvin}) - 273.15.

Kinetic Theory and Real Gases

  • Kinetic Gas Theory Basis:

    • Pressure results from elastic collisions between molecules.

    • Assumptions: No intrinsic volume, no intermolecular interactions, uniform distribution, and mean kinetic energy (Ekin=12mv2E_{\text{kin}} = \frac{1}{2} m v^2) depends only on temperature.

    • kinetischen Gastheorie. Die Gasteilchen befinden sich in dauernder

      schneller Bewegung. Sowohl zwischen den einzelnen Teilchen als auch zwischen den

      Teilchen und der Gefäßwand des Gases kommt es zu elastischen Zusammenstößen.

      In gasförmigem Wasserstoff unter Normalbedingungen erfährt z.B. ein H2-Molekül

      durchschnittlich 1010 Zusammenstöße pro Sekunde. Die durchschnittliche Entfernung,

      die ein Molekül zwischen zwei Zusammenstößen zurücklegt, wird mittlere

      freie Weglänge genannt, sie beträgt für Wasserstoff etwa 10K5 cm.

  • Dalton's Law of Partial Pressures:

    • ptotal=pA+pB+pC+p_{\text{total}} = p_A + p_B + p_C + \dots

    • The pressure of a gas in a mixture is proportional to its mole fraction.

    • Gesetz von Henry-Dalton.

      Die Löslichkeit eines Gases A ist bei gegebener Temperatur proportional zu seinem

      Druck.

      cA =KpA

      K wird Löslichkeitskoeffizient genannt. Bei Erhöhung des Druckes um das fünffache

      nimmt auch die Löslichkeit um das fünffache zu. Auf Gase, die mit dem Lösungsmittel

      chemisch reagieren, wie z.B. HCl, ist das Gesetz nicht anwendbar.

  • Graham's Law of Effusion:

    • vA2vB2=mBmA=MBMA\frac{v_A^2}{v_B^2} = \frac{m_B}{m_A} = \frac{M_B}{M_A}.

    • Heavier gas particles diffuse slower.

    • Applications: Isotope separation (UF6UF_6 for 235U/238U^{235}U/^{238}U), thermal conductivity, and speed of sound measurements.

📝 Grahamsches Effusionsgesetz

1. Definition & Grundkonzept

Das Grahamsche Gesetz (formuliert von Thomas Graham) beschreibt das Verhältnis zwischen der Ausströmgeschwindigkeit (Effusionsrate) eines Gases und seiner molaren Masse.

  • Die Kernbotschaft: Je leichter die Gasmoleküle sind, desto schneller bewegen sie sich bei gleicher Temperatur und desto schneller strömen sie durch eine kleine Öffnung.

  • Effusion vs. Diffusion:

    • Diffusion: Freiwillige Durchmischung von Gasen durch Eigenbewegung (z.B. Parfum im Raum).

    • Effusion: Das Entweichen von Gasmolekülen durch ein winziges Loch (Pore) in ein Vakuum oder einen Raum mit niedrigerem Druck, ohne dass die Moleküle dabei miteinander kollidieren.

2. Die mathematische Formel

Unter gleichen Temperatur- und Druckbedingungen gilt: Die Effusionsrate ($r$) ist umgekehrt proportional zur Quadratwurzel der molaren Masse ($M$) des Gases.

Für zwei verschiedene Gase ($A$ und $B$) gilt die Formel:

rArB=MBMA\frac{r_A}{r_B} = \sqrt{\frac{M_B}{M_A}}

Da die Dichte ($\rho$) eines Gases bei gleichem Druck und gleicher Temperatur proportional zur molaren Masse ist, kann man die Formel auch so schreiben:

rArB=ρBρA\frac{r_A}{r_B} = \sqrt{\frac{\rho_B}{\rho_A}}

  • $r_A, r_B$: Effusionsraten (z.B. in $\text{mol/s}$ oder $\text{ml/s}$)

  • $M_A, M_B$: Molare Massen (in $\text{g/mol}$)

  • $\rho_A, \rho_B$: Dichten der Gase (in $\text{g/L}$)

3. Physikalische Begründung (Kinetische Gastheorie)

Warum verhält sich das so? Bei gleicher Temperatur besitzen alle Gase die gleiche mittlere kinetische Energie ($E_{kin}$).

Die Formel für die kinetische Energie lautet:

Ekin=12mv2E_{kin} = \frac{1}{2} m \cdot v^2

Wenn Gas $A$ und Gas $B$ die gleiche Energie haben ($E_{kin, A} = E_{kin, B}$), folgt daraus:

12mAvA2=12mBvB2\frac{1}{2} m_A \cdot v_A^2 = \frac{1}{2} m_B \cdot v_B^2

💡 Fazit: Ein Teilchen mit großer Masse ($m$) muss eine kleinere Geschwindigkeit ($v$) haben, um die gleiche Energie wie ein leichtes Teilchen zu besitzen.

4. Anwendungsbeispiel (Rechenaufgabe)

Frage: Ein Luftballon ist mit Helium ($\text{He}$, $M = 4{,}0 \text{ g/mol}$) gefüllt, ein anderer mit Stickstoff ($\text{N}_2$, $M = 28{,}0 \text{ g/mol}$). Welches Gas entweicht schneller durch die Poren des Ballons und wie viel mal schneller?

Lösung:

Wir setzen die Werte in das Grahamsche Gesetz ein:

rHerN2=MN2MHe\frac{r_{\text{He}}}{r_{\text{N}_2}} = \sqrt{\frac{M_{\text{N}_2}}{M_{\text{He}}}}

rHerN2=28,0 g/mol4,0 g/mol=72,65\frac{r_{\text{He}}}{r_{\text{N}_2}} = \sqrt{\frac{28{,}0 \text{ g/mol}}{4{,}0 \text{ g/mol}}} = \sqrt{7} \approx 2{,}65

Antwort:

Helium entweicht ca. 2,65-mal schneller aus dem Ballon als Stickstoff. Deshalb verlieren Heliumballons im Alltag so schnell ihre Form!

5. Wichtige Vokabeln (Deutsch Chinesisch)

  • die Effusion = 逸散

  • die Diffusion = 擴散

  • die Ausströmgeschwindigkeit / Effusionsrate ($r$) = 逸散速率

  • die molare Masse ($M$) = 摩爾質量 / 分子量

  • die Dichte ($\rho$) = 密度

  • umgekehrt proportional = 成反比

  • die Quadratwurzel = 平方根

  • die Kinetische Gastheorie = 氣體動力論

  • Real Gases and Van der Waals Equation:

    • Real gases deviate from ideal behavior due to intrinsic volume and interatomic interactions.

    • Equation: (p+n2aV2)(Vnb)=nRT(p + \frac{n^2 a}{V^2})(V - nb) = nRT

    • aa: Account for intermolecular attraction (reduces net pressure).

    • bb: Accounts for the intrinsic volume of the molecules (reduces free volume).

    • Compressibility Factor (zz): z=pVnRTz = \frac{pV}{nRT}. For an ideal gas, z=1z = 1. Deviations occur at high pressures (volume effect) and low temperatures (attraction effect).

    • 📝 Chemie-Notizen: Reale Gase & Van-der-Waals-Gleichung

      1. Das Problem mit der idealen Gasgleichung

      Die ideale Gasgleichung ($p \cdot V = n \cdot R \cdot T$) basiert auf zwei theoretischen Annahmen, die für ideale Gase gelten:

      1. Gasteilchen sind punktförmig (sie haben kein Eigenvolumen).

      2. Es gibt keine Wechselwirkungen (Attraktion oder Repulsion) zwischen den Teilchen.

      In der Realität (Reale Gase) gilt das nicht:

      • Bei hohem Druck ($p \uparrow$) werden die Gase so stark komprimiert, dass das Eigenvolumen der Teilchen nicht mehr ignoriert werden kann.

      • Bei niedriger Temperatur ($T \downarrow$) bewegen sich die Teilchen so langsam, dass die zwischenmolekularen Anziehungskräfte (z. B. Van-der-Waals-Kräfte) spürbar werden und das Gas verflüssigen können.

      2. Die Van-der-Waals-Gleichung

      Johannes Diderik van der Waals hat 1873 die ideale Gasgleichung modifiziert, indem er zwei Korrekturfaktoren ($a$ und $b$) einführte.

      (p+an2V2)(Vnb)=nRT\left( p + \frac{a \cdot n^2}{V^2} \right) \cdot (V - n \cdot b) = n \cdot R \cdot T

      Für 1 Mol Gas ($n = 1$, mit dem molaren Volumen $V_m = \frac{V}{n}$) vereinfacht sich die Formel zu:

      (p+aVm2)(Vmb)=RT\left( p + \frac{a}{V_m^2} \right) \cdot (V_m - b) = R \cdot T

      3. Die Korrekturfaktoren im Detail

      A. Der Binnendruck / Kohäsionsdruck ($\frac{a \cdot n^2}{V^2}$)
      • Problem: Gasteilchen ziehen sich gegenseitig an. Ein Teilchen, das an die Gefäßwand stößt, wird von den Teilchen dahinter zurückgezogen. Der gemessene Druck $p$ ist also kleiner als bei einem idealen Gas.

      • Lösung: Der Term $\frac{a \cdot n^2}{V^2}$ wird zum gemessenen Druck addiert, um diesen "Verlust" auszugleichen.

      • Konstante $a$: Ein Maß für die Stärke der Anziehungskräfte zwischen den Teilchen. (Einheit: $\text{bar} \cdot \text{L}^2 / \text{mol}^2$).

      B. Das Kovolumen / Eigenvolumen ($n \cdot b$)
      • Problem: Die Teilchen sind keine mathematischen Punkte; sie nehmen selbst Raum ein. Den Gasteilchen steht also weniger freier Raum zur Bewegung zur Verfügung, als das Gesamtvolumen $V$ des Behälters vermuten lässt.

      • Lösung: Das Eigenvolumen $n \cdot b$ wird vom Gesamtvolumen $V$ abgezogen.

      • Konstante $b$: Das effektive Eigenvolumen der Gasmoleküle pro Mol. (Einheit: $\text{L} / \text{mol}$).

      4. Der Realgasfaktor (Kompressibilitätsfaktor $Z$)

      Um zu messen, wie stark ein Gas vom idealen Verhalten abweicht, nutzt man den Faktor $Z$:

      Z=pVmRTZ = \frac{p \cdot V_m}{R \cdot T}

      • $Z = 1$: Perfekt ideales Gas (z. B. Edelgase bei Raumtemperatur).

      • $Z < 1$: Anziehungskräfte dominieren. Das Gas lässt sich leichter komprimieren als ein ideales Gas (typisch bei mittlerem Druck).

      • $Z > 1$: Abstoßungskräfte / Eigenvolumen dominieren. Das Gas lässt sich schwerer komprimieren, weil die Teilchen zu nah beieinander sind (typisch bei sehr hohem Druck).

      5. Wichtige Vokabeln (Deutsch Chinesisch)

      • das reale Gas = 真實氣體

      • das ideale Gas = 理想氣體

      • die Zustandsgleichung = 狀態方程

      • das Eigenvolumen / Kovolumen ($b$) = 體積修正項 / 本身體積

      • der Binnendruck ($a$) = 內壓力 / 吸力修正項

      • die Wechselwirkung = 相互作用

      • die Anziehungskraft (Attraktion) = 吸引力

      • die Abstoßungskraft (Repulsion) = 排斥力

      • der Realgasfaktor / Kompressibilitätsfaktor ($Z$) = 壓縮因子

7. GRUPPE 18: EDELGASE: He, Ne, Ar, Kr, Xe, Rn