Material und Werkstofftechnik Kapitel 1-4
Kapitel 2: Struktur von Festkörpern
Kristalline und amorphe Strukturen
Kristalline Struktur: Regelmäßige Anordnung der Atome, langfristige Ordnung. (z.B. Metalle, Salze, Mineralien wie Quarz)
Amorphe Struktur: Keine feine Anordnung, Unterschiede in Bindungsabständen. (Glas, Kunststoffe, Gummi)
Kristallsysteme: Z.B. Kubisch, Tetragonal. (12)
Beeinflusst die Verformbarkeit von Metallen. (kfz > krz > hdp)
Kubisch flächenzentriert (kfz)
Hohe Verformbarkeit, da die dichte Anordnung der Atome eine einfache Verschiebung während der Verformung ermöglicht.
Packungsdichte:74%
Beispiele: Eisen (bei hohen Temperaturen), Nickel, Gold.
Kubisch raumzentriert (krz)
Eingeschränkte Verformbarkeit im Vergleich zu kfz, da die Atome weniger dicht gepackt sind und eine komplexere Struktur vorliegt.
Packungsdichte: 68%
Beispiele: Eisen (bei niedrigen Temperaturen), Molybdän.
Hexagonal dichtest gepackt (hdp)
niedrige Verformbarkeit, mit anisotropem Verhalten, das bedeutet, die Verformbarkeit variiert je nach Richtung der Belastung.
Packungsdichte: 74%
Beispiele: Zink, Magnesium, Titan.
Einige Metalle Ändern ihre Kristallstruktur je nach Temperatur
Eisen: a-Eisen krz (bis 911°), y-Eisen kfz (ab 911°), S-Eisen krz (ab 1392°)
Strukturen des Kohlenstoffs (21)
Diamant:
Tetraedrische Struktur: Jedes Kohlenstoffatom ist kovalent mit vier anderen Kohlenstoffatomen verbunden. (kfz)
Hohe Härte und Festigkeit aufgrund der starken kovalenten Bindungen. (härtester bekannter Werkstoff)
Gut darin, Licht zu brechen, was zu seinem Glanz führt.
Graphit:
Schichtstruktur: Kohlenstoffatome bilden flache Schichten, wobei jede Schicht durch schwache Van-der-Waals-Kräfte zusammengehalten wird.
Jede Schicht ist aus hexagonal angeordneten Kohlenstoffatomen aufgebaut.
Geringe Härte im Vergleich zu Diamant, dafür gute elektrische Leitfähigkeit und Schmierfähigkeit, da sich die Schichten leicht gegeneinander verschieben können.
Kapitel 3: Defekte in Festkörpern
gibt keine defektfreien Kristalle
Arten von Defekten:
Nulldimensionale (punktförmige): Leerstelle (26-29)
erhöhte Entropie→thermodynamisch begünstigt
Eindimensionale (linienförmige): Versetzungen. (30)
verursacht durch Fehlanordnung der Atome entlang einer Linie.
Typen:
Stufenversetzungen: Entstehen durch versetzte Ebenen, die eine zusätzliche atomare Schicht einfügen und somit die Struktur stören.
Schraubenversetzungen: Entstehen durch spiralförmige Anordnung der Atome.
Einfluss auf Eigenschaften: Versetzungen erleichtern Verformbarkeit und können die Festigkeit erhöhen, da ihre Bewegung durch mechanischen Stress erschwert wird.
Zweidimensionale (flächenhafte): Korngrenzen. (32)
Grenzflächen zwischen unterschiedlichen kristallinen Körnern in einem Material.
Wesentlich für die Korngröße und das Mikrogitterverhalten von Metallen.
Einfluss auf Eigenschaften:
Hemmung der Versetzungsbewegung: Korngrenzen erhöhen die Festigkeit.
Beeinflussen Duktilität und Zähigkeit: Detaillierte Kontrolle über mechanische Eigenschaften.
Kornstruktur:
Kleinere Körner = höhere Festigkeit (Hall-Petch-Effekt).
Körner können unterschiedliche Orientierungen haben, was die Eigenschaften beeinflusst.
Ausscheidungen:
sammeln sich häufig an Korngrenzen
Reduzieren Fetsigkeit (+ Sollbruchstellen)
Dreidimensionale (volumenhafte): Poren, Einschlüsse. etc.
Einfluss von Defekten: Beeinflussen elektrische, optische, magnetische, mechanische Eigenschaften.
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Kapitel 4: Legierungen (36)
Legierungsbildung
Verwendung reiner Metalle:
Reine Form, spezifische Eigenschaften.
Höhere Duktilität.
Verwendung von Legierungen:
Kombination aus zwei oder mehr Elementen.
Verbessert physikalische und chemische Eigenschaften.
Höhere Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit.
Mischkristalle (38)
Max. Diff. Atomradien von 15%
Zustandsdiagramme: extra Blatt
Legierungstypen:
Typ 1: vollständige Löslichkeit (fest und flüssig) (42)
homogene flüssige Schmelze
Typ 2: vollständige Unlöslichkeit. (49)
vollst. Löslichkeit in der Schmelze
Unlöslichkeit im festen Zustand
keine Mischkristallbildung → Erstarrung zu reinen, getrennten Elementen A&B
Typ 3: teilweise Löslichkeit. (52)
Kristallgemisch aus Mischkristallen
vollst. Löslichkeit in der Schmelze
weder vollst. löslich noch unlöslich im festen Zustand
“Segregatbildung” bevorzugt an Korngrenzen
Mechanische Eigenschaften: Festigkeit, Steifigkeit, Zähigkeit, Duktilität, Härte.
Zugversuch: Prüfen des Spannungs-Dehnungs-Verhaltens.
Bruchzähigkeit: Widerstand gegen Bruch.
Härtemessung: Brinell-, Vickers-, Rockwell-Prüfungen, Shore-Härte.
Zyklische Belastung und Ermüdung: Mechanismen der Materialermüdung durch dynamische Belastungen.