Definitive Studiennotizen zum Abitur - Wirtschaft, Soziologie und Internationale Beziehungen

Inhaltsverzeichnis

1. Wirtschaftspolitik

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  • Arbeitslosigkeit
    • Arten von Arbeitslosigkeit:
    • Friktionell (Sockelarbeitslosigkeit): Übergangszeit bei Stellenwechsel; kurze Phasen der Arbeitslosigkeit während der Jobsuche.
    • Strukturell (Sockelarbeitslosigkeit): Auf Grund von Veränderungen in der Wirtschaft (z.B. Digitalisierung, Automatisierung) entstehen neue Jobs, während alte wegbrechen.
    • Saisonal: Arbeitsplätze existieren nur in bestimmten Saisons, führt zu Arbeitslosigkeit in der Nebensaison; z.B. in der Landwirtschaft oder im Tourismus.
    • Konjunkturell: Abhängigkeit der Arbeitsplätze von der aktuellen Wirtschaftslage; in Zeiten von Rezession sind weniger Arbeitsplätze vorhanden.
    • Probleme & Lösungen:
    • Friktionelle Arbeitslosigkeit sollte möglichst kurz gehalten werden.
    • Finanzielle Unterstützung vom Staat zur Abfederung konjunktureller Schwankungen.
    • Weiterbildung und Umschulung als Antwort auf strukturelle Arbeitslosigkeit.

2. BIP & Alternativen

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  • Bruttoinlandsprodukt (BIP):
    • Definition: Summe aller in einem Land in einem bestimmten Zeitraum erwirtschafteten Leistungen (Wert aller hergestellten Produkte und Dienstleistungen).
  • Alternativen zu BIP:
    • Human Development Index (HDI): bewertet die menschliche Entwicklung auf Basis von Lebenserwartung, Bildungsindex und BNE pro Kopf.
    • Gini-Index (GI): Maß für die Einkommens- und Vermögensverteilung; Werte auf einer Skala von 0 bis 1.

3. Konjunkturzyklus

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  • Phasen:
    • Aufschwung
    • Boom
    • Rezession
    • Krise

4. Magisches Viereck

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  • Ziele des Magischen Vierecks:
    • Stabiles Preisniveau (Inflationsrate < 2%)
    • Angemessenes Wirtschaftswachstum (BIP-Wachstum von 2%)
    • Hoher Beschäftigungsstand (Arbeitslosenquote < 3%)
    • Außenwirtschaftliches Gleichgewicht (Außenbeitragsquote von 3%)
  • Zusätzliche Überlegungen: Umweltschutz, Ungleichheit (Schere zwischen Arm und Reich).

5. Nachfrage- und Angebotsorientierung

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  • Nachfrageorientierung:
    • Vertreter: John Maynard Keynes, Karl Schiller.
    • Staatsverschuldung in Krisenzeiten erlaubt (Deficit Spending).
  • Angebotsorientierung:
    • Vertreter: Friedrich Hayek, Milton Friedman.
    • (Neo-)Liberalismus; Fokus auf Selbstregulation der Märkte, niedriges Angebot an Geldmenge; Probleme: Inflation durch hohe Geldmengen.

6. Schuldenbremse

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  • Definition: Im Grundgesetz verankert (Artikel 115, 109) verbietet die Schuldenbremse strukturelle staatliche Neuverschuldung.
  • Verschuldung: Maximal 0,35% des BIP für den Bund.
  • Ausnahmen: Konjunkturkomponente, Naturkatastrophen, Kriege.
  • Ziel: Sicherstellung, dass zukünftige Generationen nicht unter Schuldenlast leiden; Finanzierung über Staatszuschüsse.

7. Europäische Union (EU)

Seite: 10-16

  • Dublin Verfahren:
    • Kriterien zur Bestimmung der Zuständigkeit für Asylverfahren, um Mehrfachprüfungen zu vermeiden.
    • Bestimmungen bezüglich unbegleiteter Minderjähriger, Familienangehörigen und einreisegenehmigten Personen.
  • Kriterien der EU:
    • Kopenhagener Kriterien: Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, funktionierende Marktwirtschaft.

8. Gerechtigkeit und soziale Ungleichheit

Seite: 21-23

  • Hauptkonzepte:
    • Absolute Armut vs. relative Armut
    • Absolute Armut: < 2 US-Dollar pro Tag,
    • Relative Armut: < 60 % des Durchschnittseinkommens.
  • Gesellschaftsmodelle:
    • Schichtenmodell der sozialen Schichtung: von Eliten bis zur Unterschicht.
    • Begriffe wie Kapital: ökonomisches, kulturelles, soziales und symbolisches Kapital.

9. Soziale Systeme und Wohlfahrtsstaat

Seite: 23-25

  • Zielsetzung: Soziale Sicherheit durch verschiedene Prinzipien wie Versicherungs-, Versorgungs- und Fürsorgeprinzip.
  • Typen des Wohlfahrtsstaates:
    • Liberal, konservativ und sozialdemokratisch.

10. Globale Herausforderungen und Governance

Seite: 28-30

  • Globale Herausforderungen: Klimawandel, Pandemien, Kriege.
    • Beispiel: Krieg in der Ukraine und internationale Kooperation.
  • Global Governance:
    • Akteure: Nationalstaaten, internationale Organisationen, NGOs
    • Modelle: Unilateral, Bilateral, Multilateral.

11. Internationale Beziehungen

Seite: 31-33

  • Theorien: Realismus, Liberalismus, Institutionalismus
  • Regeln der NATO: Artikel 1, Artikel 5, 2%-Ziel der Verteidigungsausgaben.
  • Die UN: Entstehung, Ziele und Organe.

12. Zukunft der UN

Seite: 34

  • Zukünftige Szenarien:
    • Utopisches Extremeszenario: Sicherung der Menschenrechte, zentrale Rolle der UN.
    • Dystopisches Extremeszenario: Verlust der Macht, Zerfall der UN.

Verweise und essentielle Punkte

** erwähnte Personen**: John Maynard Keynes, Friedrich Hayek, Milton Friedman;
*Wichtige Konzepte*: Gini-Index, Magisches Viereck, Schuldenbremse.