5. (P) Notizen zur Planung und zum Betrieb von Wellnessanlagen

Die Balanced-Scorecard im Unternehmensprozess

  • Definition: Die Balanced-Scorecard ist ein Instrument für die Messung, Dokumentation und Steuerung von Unternehmensaktivitäten.

  • Ziele: Sie macht strategische Ziele und Kennzahlen sichtbar und unterstützt die operative Planung und Strategieumsetzung.

Ablauf der Implementierung der Balanced-Scorecard

  1. Vision definieren: Was ist das Leitbild des Hotels?

  2. Strategie definieren: Auf welche Bereiche soll der Fokus gelegt werden?

  3. Perspektiven und kritische Erfolgsfaktoren festlegen: Was sind die Kernkompetenzen in jedem Bereich?

  4. Kennzahlen definieren: Welche Werte sollen gemessen werden?

  5. Scorecard werten: Wie werden die Ergebnisse ausgewertet?

  6. Aktivitätspläne erstellen: Welche Maßnahmen sind notwendig, um die Ziele zu erreichen?

  7. Management und Weiterentwicklung: Wie wird die Scorecard aktualisiert und gepflegt?

SWOT-Analyse

  • Definition: SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats. Es handelt sich um eine Matrix, in der die internen Stärken und Schwächen eines Unternehmens den externen Chancen und Risiken gegenübergestellt werden.

  • Zweck: Das Stärken-Schwächen-Profil zeigt besondere Kompetenzen des Unternehmens und Bereiche mit Verbesserungsbedarf.

Externe Analysen

  • Entwicklungen auf dem Markt: Z.B. neue Konkurrenz oder gesetzliche Regelungen.

  • Ziele: Chancen nutzen, Risiken minimieren.

Beispiel für eine SWOT-Analyse

  • Stärken:

    • Hohe Produktqualität

    • F&E-Kompetenz

    • Gut ausgebildete Mitarbeiter

  • Schwächen:

    • Hohe Personalkosten

    • Defizite im Marketing

  • Chancen:

    • Bio-Trend

    • Marktwachstum

  • Risiken:

    • Steigende Wettbewerber

    • Erodierende Margen

Unternehmensziele formulieren

  • SMART-Formel:

    • S: spezifisch

    • M: messbar

    • A: attraktiv

    • R: realistisch

    • T: terminiert

  • Beispielziele:

    • Bis 31.12.2025 300 neue Bio-Produkte einführen zur Steigerung des Marktanteils.

    • Personalkosten bis zum nächsten Jahresabschluss um 5% senken durch optimierte Personalplanung.

Marktforschung

  • Ziele: Teilmärkte und Nischen erkennen, um Gewinnchancen zu bewerten.

  • Kernfragen:

    • Wie entwickelt sich der Umsatz im Wellness-Sektor?

    • Wie rentabel sind spezifische Abteilungen?

    • Welche Reisemotive gibt es für Gesundheitsaccessoires?

Managementanforderungen

  • Wissenserhebung: Kenntnisse, die zur Unternehmensanalyse notwendig sind, müssen klar definiert werden.

  • Evaluationsmethoden:

    • Gast-Patientenbefragungen

    • Mystery Checks

    • Leistungsvergleiche

Wellness-Typologie

  1. Wellness-Typ 1: Hotel-Spa, Wellness ist eine von vielen Abteilungen.

  2. Wellness-Typ 2: Wellness als Kernkompetenz, wird entsprechend beworben.

  3. Wellness-Typ 3: Wellness ist das zentralen Merkmal des gesamten Hauses und beruht auf umfangreicher Erfahrung.

Zertifizierungen

  • Anerkennung durch Verbände: Die DEKRA bietet Konzepte zur Bewertung der Hotellerie.

  • Kriterien: Zusammenarbeit der Angestellten, Zimmerausstattung, Servicequalität, Prozessabläufe.

  • Kosten: Etwa 15.000 bis 20.000 Euro für die Zertifizierung.

  • Wichtigkeit: Eine seriöse Zertifizierung wird von Kunden geschätzt und bildet Vertrauen.