5. (P) Notizen zur Planung und zum Betrieb von Wellnessanlagen
Die Balanced-Scorecard im Unternehmensprozess
Definition: Die Balanced-Scorecard ist ein Instrument für die Messung, Dokumentation und Steuerung von Unternehmensaktivitäten.
Ziele: Sie macht strategische Ziele und Kennzahlen sichtbar und unterstützt die operative Planung und Strategieumsetzung.
Ablauf der Implementierung der Balanced-Scorecard
Vision definieren: Was ist das Leitbild des Hotels?
Strategie definieren: Auf welche Bereiche soll der Fokus gelegt werden?
Perspektiven und kritische Erfolgsfaktoren festlegen: Was sind die Kernkompetenzen in jedem Bereich?
Kennzahlen definieren: Welche Werte sollen gemessen werden?
Scorecard werten: Wie werden die Ergebnisse ausgewertet?
Aktivitätspläne erstellen: Welche Maßnahmen sind notwendig, um die Ziele zu erreichen?
Management und Weiterentwicklung: Wie wird die Scorecard aktualisiert und gepflegt?
SWOT-Analyse
Definition: SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats. Es handelt sich um eine Matrix, in der die internen Stärken und Schwächen eines Unternehmens den externen Chancen und Risiken gegenübergestellt werden.
Zweck: Das Stärken-Schwächen-Profil zeigt besondere Kompetenzen des Unternehmens und Bereiche mit Verbesserungsbedarf.
Externe Analysen
Entwicklungen auf dem Markt: Z.B. neue Konkurrenz oder gesetzliche Regelungen.
Ziele: Chancen nutzen, Risiken minimieren.

Beispiel für eine SWOT-Analyse
Stärken:
Hohe Produktqualität
F&E-Kompetenz
Gut ausgebildete Mitarbeiter
Schwächen:
Hohe Personalkosten
Defizite im Marketing
Chancen:
Bio-Trend
Marktwachstum
Risiken:
Steigende Wettbewerber
Erodierende Margen
Unternehmensziele formulieren
SMART-Formel:
S: spezifisch
M: messbar
A: attraktiv
R: realistisch
T: terminiert
Beispielziele:
Bis 31.12.2025 300 neue Bio-Produkte einführen zur Steigerung des Marktanteils.
Personalkosten bis zum nächsten Jahresabschluss um 5% senken durch optimierte Personalplanung.
Marktforschung
Ziele: Teilmärkte und Nischen erkennen, um Gewinnchancen zu bewerten.
Kernfragen:
Wie entwickelt sich der Umsatz im Wellness-Sektor?
Wie rentabel sind spezifische Abteilungen?
Welche Reisemotive gibt es für Gesundheitsaccessoires?
Managementanforderungen
Wissenserhebung: Kenntnisse, die zur Unternehmensanalyse notwendig sind, müssen klar definiert werden.
Evaluationsmethoden:
Gast-Patientenbefragungen
Mystery Checks
Leistungsvergleiche
Wellness-Typologie
Wellness-Typ 1: Hotel-Spa, Wellness ist eine von vielen Abteilungen.
Wellness-Typ 2: Wellness als Kernkompetenz, wird entsprechend beworben.
Wellness-Typ 3: Wellness ist das zentralen Merkmal des gesamten Hauses und beruht auf umfangreicher Erfahrung.
Zertifizierungen
Anerkennung durch Verbände: Die DEKRA bietet Konzepte zur Bewertung der Hotellerie.
Kriterien: Zusammenarbeit der Angestellten, Zimmerausstattung, Servicequalität, Prozessabläufe.
Kosten: Etwa 15.000 bis 20.000 Euro für die Zertifizierung.
Wichtigkeit: Eine seriöse Zertifizierung wird von Kunden geschätzt und bildet Vertrauen.