Franchising Vertrag

Der Franchising Vertrag

  • Franchising ist ein Vertragsverhältnis zwischen Franchise-Geber und -Nehmer.
  • Der Franchise-Nehmer erhält eine Lizenz zur Herstellung, Führung oder zum Vertrieb von Waren und Dienstleistungen.
  • Der Franchise-Geber unterstützt den Franchise-Nehmer mit Know-how und Schulungen während der Vertragslaufzeit.
  • Der Franchise-Nehmer tritt unter einer gemeinsamen Marke auf und folgt einem erprobten Geschäftskonzept.

Pflichten des Franchisenehmers

  • Vorvertragliche Phase: Korrekte Schilderung der Kenntnisse und Fertigkeiten, wahrheitsgemäße Darstellung der finanziellen Möglichkeiten.
  • Selbstständiger Unternehmer, trägt Investitionen und zahlt Gebühren.
  • Finanzielle Verpflichtungen:
    • Eigenkapital (Beispiele: McDonald‘s 500.000,00500.000,00 EUR, Subway 15.000,0025.000,0015.000,00 – 25.000,00 EUR).
    • Eintrittsgebühr (Beispiele: McDonald‘s 46.000,0046.000,00 EUR, Subway 10.000,0010.000,00 EUR).
    • Lizenz- oder Systemgebühr (Beispiele: McDonald‘s 55, Subway 88), meist als Anteil am Nettoumsatz.
    • Laufende Marketinggebühren.
  • Anwendung des Geschäftsmodells des Franchisegebers nach dessen Vorgaben (korrekte Führung, Betreuung des Personals, Sauberkeit).
  • Zulassung von Kontrollen (Auskünfte, Reporting, Einblick in Geschäftsunterlagen).
  • Einhaltung von Mindestabnahmepflichten.
  • Teilnahme an Marketing-Aktivitäten und Schulungen.
  • Abschluss geeigneter Versicherungen.
  • Verschwiegenheitserklärung.
  • Ordnungsgemäße Übergabe der Betriebs- und Marketingmittel bei Beendigung der Partnerschaft.

Pflichten des Franchisegebers

  • Erteilung der Lizenz zum Vertrieb/Herstellung der Produkte.
  • Überlassung von Namens- und Warenzeichen.
  • Vermittlung des erforderlichen Wissens zur Führung des Franchise-Betriebes.
  • Bereitstellung eines voll entwickelten Marketingkonzepts.
  • Schulung des Personals des Franchisenehmers.
  • Weiterentwicklung der Produkte.
  • Durchführung von Marktanalysen.
  • Unterstützung in Fragen der Kundengewinnung und -bindung.
  • Unterstützung bei der Umsetzung der Ladengestaltung.
  • Umsetzung von überregionalen Marketing-Aktivitäten.
  • Durchführung von Betriebsvergleichen.
  • Zentraler Einkauf von Produkten und Dienstleistungen.
  • Verschwiegenheitspflicht.

Vorteile und Nachteile eines Franchisesystems

  • (Nicht im Detail ausgeführt, sondern als Denkanstoß formuliert)

Beispiel: Leistungen von dean&david durch Lizenzgebühr (6%)

  • Unternehmenseigene Lohn- und Buchhaltungsfirma.
  • Webbasiertes Intranet mit Management-Information-System.
  • Weitergabe aller Einkaufsvorteile.
  • Zentrale Produktionsküche.