Kapitel 1 WR
Überblick
Thema: Die deutsche Wirtschaft im Ersten Weltkrieg
Wichtige Punkte:
Stinnes-Legien-Abkommen vom 15. November 1918
Wirtschaftliche Ausgangslage 1918/19
Konflikt um die Ausgestaltung der Wirtschaftsordnung
Zwangskartelle im Kontext der Wettbewerbsordnung
Umsetzung der Demobilisierungsmaßnahmen
Regulierung des Wohnungsmarkts
Die deutsche Wirtschaft im Ersten Weltkrieg
Überblick 1/5
Mit einer Abbildung von Granatendreherei aus den Jahren 1917/1918
Quelle: Deutsches Historisches Museum, Berlin
Überblick 2/5
Daten aus "Germany’s Economy at War, 1914-1918 and beyond"
Verwiesen auf die wirtschaftlichen Konsequenzen
Überblick 3/5
Weitere Datenanalyse und Quellenangabe zur Wirtschaftsentwicklung
Überblick 4/5
Rückgang der Produktion in den meisten Industriezweigen
Ausnahme: Rüstungsproduktion
Auswirkungen der alliierten Seeblockade
Erschwerung der Versorgung mit Lebensmitteln und Rohstoffen
Staatliche Reaktion durch Rationierungsmaßnahmen
Einführung von Lebensmittelmarken
Produktion von Ersatzrohstoffen (z.B. Haber-Bosch-Verfahren zur Ammoniaksynthese)
Staatliche Preiskontrollen verhinderten Inflation
Ab Sommer 1916 massive Ausweitung der Rüstungsanstrengungen
Überblick 5/5
Hilfsdienstgesetz vom 5. Dezember 1916
Verpflichtung aller nicht-eingezogenen Männer zwischen 17 und 60 Jahren zur Arbeit in kriegswichtigen Betrieben
Ende der Arbeitnehmerfreizügigkeit
Ziel: volle Mobilisierung der Rüstungswirtschaft
Zustimmung der Gewerkschaften: Einrichtung ständiger Arbeiterausschüsse
Auswirkungen der Novemberrevolution
Abbildung vom Brandenburger Tor, Novemberrevolution
Stinnes-Legien-Abkommen vom 15. November 1918
Überblick 1/3
Überblick 2/3
Arbeitgeber erkennen Gewerkschaften an
Regelung der Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge
Einführung von Arbeiterausschüssen und dem Acht-Stunden-Tag
Bildung eines Zentralausschusses zur Umsetzung des Abkommens
Beginn der „Sozialpartnerschaft“ in Deutschland
Anstieg der Gewerkschaftsmitglieder: 2,8 Mio. Ende 1918; 7,3 Mio. Ende 1919
Überblick 3/3
Unklare politische Verhältnisse nach dem Krieg führten zum Kompromiss
Gewerkschaften zogen Sozialisierungsforderungen zurück
Verbesserung der Arbeitsbedingungen als Gegenleistung
Druck auf Arbeitgeber verringerte sich
Wirtschaftliche Ausgangslage 1918/19
Überblick 1/4
Starker Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion auf ca. 60% des Niveaus von 1913
Qualitätsrückgang wegen Ersatzstoffen
Investitionsstau in nicht-kriegswichtigen Industrien
Überkapazitäten im Rüstungsbereich
Überblick 2/4
Diverse Faktoren verschärfen die wirtschaftliche Situation nach dem Waffenstillstand
Weiterführung der alliierten Seeblockade
Französische Besetzung Elsass-Lothringens
Sach-Reparationen an die Alliierten
Horten von Waren durch Unternehmen
Überblick 3/4
Landwirtschaft leidet unter Düngemittelmangel
Verlust von Arbeitskräften und tendenziell niedrige Hektarerträge
Verlust landwirtschaftlicher Flächen durch Gebietsabtretungen
Überblick 4/4
Integration von 8 Mio. Soldaten in die Wirtschaft
Umstellung der Produktion von Krieg auf Frieden erfordert Investitionen
Traditionelle Rüstungsunternehmen müssen Produktion anpassen
Der Konflikt um die Wirtschaftsordnung
Diskussion über drei alternative Wirtschaftsordnungen:
Kontinuität: Beibehaltung der bestehenden Wirtschaft
Sozialistische Wirtschaftsordnung: Sozialisierung des Privateigentums
Gemeinwirtschaftliche Wirtschaftsordnung: zentrale Steuerung innerhalb bestehender Eigentumsordnung
Moderates Lager favorisierte Kontinuität zur Vermeidung eines Bürgerkriegs
Der Ebert-Groener-Pakt (November 1918)
Das Scheitern der Rätebewegung
Spontane Gründung von Arbeiterräten nach dem Vorbild der russischen Revolution
Spartakusaufstand in Berlin und Niederschlagung durch Freikorps
Verhindern einer sozialistischen Revolution in Deutschland
Die Wahl zur Deutschen Nationalversammlung (19. Januar 1919)
Wahlergebnisse und deren politische Zugehörigkeit
Abstandnahme von Sozialismus und gemeinwirtschaftlichen Konzepten
Idee einer gemeinwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung
Verfestigung der Idee während des Ersten Weltkriegs
Walter Rathenau und seine Rolle in der Kriegsrohstoffabteilung
Hintergrund: Kartelle in Deutschland vor 1945
Legalität von Kartellen bis 1945
Unterschiedliche Regelungen im Vergleich zu den USA
Zwangskartelle im Kontext der Wettbewerbsordnung
Überblick 1/7
Definition und Ziel von Zwangskartellen
Überblick 2/7
RWKS als Beispiel für ein institutionalisiertes Kartell
Überblick 3/7
Kalikartell als Reaktion auf ruinösen Wettbewerb
Überblick 4/7
Diskussion um Sozialisierungsmaßnahmen in der MSPD
Überblick 5/7
Kohlenwirtschaftsgesetz vom 23. März 1919: Reorganisation des Kohlebergbaus
Überblick 6/7
Ausmaß des staatlichen Einflusses auf Preis- und Absatzpolitik
Überblick 7/7
Innerhalb von Kartellen besteht weiterhin Wettbewerb
Der Konflikt um die Wirtschaftsordnung – Fazit
Festhalten an der bestehenden Wirtschafts- und Eigentumsordnung
Koalitionen zwischen moderaten Kräften und alten Eliten
Umsetzung der Demobilisierungsmaßnahmen
Eingliederung der Soldaten in den Arbeitsmarkt
Stärkung der Frauenerwerbstätigkeit und staatliche Subventionen
Die Regulierung des Wohnungsmarkts
Überblick 1/3
Knappheit an Wohnraum nach dem Krieg
Ursachen: Soldatenrückkehr, Eheschließungen, Baustoffmangel
Überblick 2/3
Staatliche Maßnahmen gegen Wohnungsnot
Überblick 3/3
Höchstmietenverordnung vom 9. Dezember 1919 und deren Folgen
Zusammenfassung
Wirtschaftliche Probleme aufgrund der politischen Instabilität
Unternehmen gingen Kompromisse ein zur Sicherung des sozialen Friedens
Literatur
Wichtigste Literatur zur Wirtschaftsgeschichte der Weimarer Republik