Glas, Keramik, Textil und Papier
Glas
- Glas ist im sichtbaren Bereich vollständig transparent (Kula & Ternaux, 2014, S. 54–55).
- Beim Anritzen von Glas entsteht Glasstaub, der den Spalt verstopft und das Schließen verhindert. Spannung und Gegendruck führen zum Bruch an der gewünschten Stelle.
Einteilung und Merkmale
- Die Einteilung erfolgt nach Herstellung, chemischer Zusammensetzung und Eigenschaften.
Glasarten
- Glas ist ein Feststoff mit flüssigkeitsähnlicher, ungeordneter Atomstruktur.
- Es ist transparent, hart, spröde bei Raumtemperatur und verformbar beim Erhitzen (Kula & Ternaux, 2014, S. 54).
- Beispiele:
- Floatglas: Häufigstes Glas, hergestellt durch Erhitzen von Siliziumdioxid (SiO2) und Gießen auf flüssiges Metall. Für Fenster und Türen.
- Sicherheitsglas: Schwerer zu brechen als Floatglas. Für erhöhte Sicherheit.
- Wärmebehandeltes Glas: Erhitzen und Abkühlen unter Temperaturkontrolle. Höhere Widerstandsfähigkeit gegen thermische Belastungen.
- Laminiertes Glas: Zwei oder mehr Floatglasschichten mit Polymerfolie. Hohe Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Belastungen.
- Gehärtetes Glas: Schnell gehärtet durch Erhitzen und Abkühlen. Widerstandsfähiger gegen mechanische Belastungen.
- Tönungsglas: In verschiedenen Farben erhältlich. Reduziert Sonnenstrahlung und erhöht Privatsphäre.
- Spiegelglas: Beschichtet zur Lichtreflexion. Für Spiegel und optische Anwendungen.
- Borosilikatglas: Hitzebeständig, beständig gegen hohe Temperaturen und Drücke. Für Chemie- und Laborapparaturen.
- Weitere: Reflective Glas, thermisch isolierendes Glas, photochromes Glas.
Be- und Verarbeitung
- Glas wird bearbeitet oder verformt. Der flüssige Rohstoff wird nach dem Aushärten spröde (Kula & Ternaux, 2014, S. 56).
- Tempern: Langsame, kontrollierte Abkühlung zur Spannungsreduktion.
- Thermisches Vorspannen: Abruptes Abkühlen der Außenseite erzeugt Spannung im Inneren. Erhöht mechanische Eigenschaften. Kann nicht mehr geschnitten werden, zerfällt in kleine Splitter. Für Vitrinen, Schaufenster, Glas-Couchtische, Windschutzscheiben.
- Chemische Vorspannung: Glasoberfläche wird in Kaliumsalz getaucht. Ionenaustausch erzeugt Vorspannung, bis zu fünffach bessere mechanischen Eigenschaften.
- Anwendung:
- Technische Gläser: Reinheit, hohe Einsatztemperaturen, spezielle Eigenschaften. Für Displaygläser, medizinische Gläser, Messtechnik, Glaskeramiken, Reflektoren (Heraeus, n. d.).
- Optische Gläser: Gezielte chemische Zusätze zur Optimierung der Eigenschaften. Für Linsen, Prismen, Spiegel in Kameras, Mikroskopen, Fernrohren.
Ausblick
- Gläser können durch Folien, Beschichtungen und Zusatzstoffe optimiert werden.
- Flüssigkristallglas: Verbund aus zwei Scheiben mit Flüssigkristallfilm. Milchig-undurchsichtig, wird unter Spannung transparent (Kula & Ternaux, 2014, S. 58).
- Recyclingglas: Glas wird zerkleinert und wiederverwendet. Glassorte muss berücksichtigt werden (Peters, 2011, S. 78).
Keramik – Keramische Baustoffe
- Keramikproduktion gehört zu den ältesten Kulturtechniken (Chemie, n. d.-d).
- „Keramos“ (griechisch) = Trinkgefäß aus Horn.
- Töpferware = Handgefertigte Produkte
- Keramik = Erzeugnisse aus Ton (Dachziegel bis Zündkerzen).
- Älteste Keramiken: Ton, Quarz, Feldspat (gesintert). Wasser verdunstet (Kula & Ternaux, 2014, S. 60).
- Keramische Werkstoffe: anorganisch, nichtmetallisch. Aus feinkörnigen Rohstoffen mit Wasser geformt.
Eigenschaften
- Keramik: Anorganischer Stoff, mit Wasser in Form gebracht, getrocknet und gebrannt (raumprobe, n. d.-e).
- Zusätze (Glimmer, Talk, Kalk, Magnesia, Schamott) verändern Eigenschaften und Belastbarkeit.
- Schlechte Leiter für Elektrizität und Wärme, hohe Schmelztemperatur, chemisch stabil.
Einteilung und Merkmale
- Traditionelle Keramiken
- Technische Keramiken
- Tonschlamm: Flüssiger Schlicker mit Wasser und Bindemittel. Keramikmasse wird durch Pressen gewonnen, extrudiert und weiterverarbeitet.
- Pulver: Gebrannt, mit Thermoplast vermengt, spritzgegossen und erneut gebrannt (Versinterung). Für technische Keramiken.
Traditionelle Keramiken
- Tonerzeugnisse (Dachziegel, Tischgeschirr, Sanitärkeramik, Fliesen). Aus Tonschlämme, Keramikmasse oder Pulver-Thermoplast-Gemisch (Kula & Ternaux, 2014, S. 62).
- Arten:
- Terrakotta: Durchlässige, nicht glasierte Keramik (rötlich).
- Porzellan: Aus weißem Ton bei hohen Temperaturen. Wasserundurchlässig, für Geschirr.
- Steinzeug: Aus brauner/grauer Erde. Wasser- und lichtundurchlässig, für Sanitärkeramik/Fliesen.
- Fayence: Aus eisenhaltigem, rotem/schwarzem Ton, bei niedrigen Temperaturen gebrannt. Porös, muss glasiert werden (Fliesen).
Technische Keramik
- Keramische Produkte für technische Anwendungen. Synthetisch aus Oxiden, Karbiden, Nitriden usw.
- Pulver, Fasern, Füllstoffe, Matrix bei Verbundstoffen, Medizin, Schmuckherstellung, Elektrotechnik.
Ausblick
- Weiterentwicklung und Forschung. Leistungsfähige, harte, aber zerbrechliche Werkstoffe.
- Keramikschaum: Poröses Material aus keramischen Pulvern, Bindemitteln und Schäumungsmitteln. Hohe spezifische Oberfläche, gute Isolation, Wärmebeständigkeit, chemische Beständigkeit, thermische/elektrische Isolation (Peters, 2011, S. 162).
- Anwendungen: Wärmebehandlung, Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Chemieindustrie.
- Biokeramiken: Für medizinische Anwendungen (Orthopädie, Zahnmedizin, Implantologie). Bioverträglich, fördern Zellwachstum (Peters, 2011, S. 163).
- Beispiele:
- Aluminiumoxid (Al<em>2O</em>3): Knochenersatzmaterial, biokompatibel, langlebig.
- Zirkonoxid (ZrO2): Hochfest, biokompatibel, Zahnmedizin/Implantologie.
- Hydroxyapatit (Ca<em>5(PO</em>4)3OH): Mineral, Knochenbestandteil, Verbindung zwischen Knochen/Implantaten.
Textil und Papier
Textil
- Textilherstellung: Ältester Wirtschaftszweig.
- Steinzeit: Früheste Techniken und Anwendungen.
- Altes Ägypten: Mumifizierung mit Textilien.
- Mittelalter: Hanf, Flachs, Wolle.
- Seidenstraße: Bedeutendes Handelsnetzwerk.
- Industrialisierung: Maschinelle Fertigung ersetzt Handwerk.
- Baumwolle: Verdrängt Leinen und Wolle (Wieworra & Tscherch, 2017, S. 64).
Textil – Eigenschaften
- Ausgangsmaterialien und Herstellung wichtig (Peters, 2011, S. 278).
- Naturfasern vs. Kunstfasern (Chemiefasern).
- Bis Mitte 20. Jh.: Primär Naturfasern.
- Naturfasern:
- Pflanzlich: Baumwolle, Leinen, Hanf, Jute, Sisal, Kokos.
- Tierisch: Wolle, Schurwolle, Angora, Mohair, Kaschmir, Ziegenhaar, Seide.
- Mineralisch: Asbest (krebserregend).
- Kunstfasern: Größerer Marktanteil. Gesponnen oder extrudiert.
- Natürliche Chemiefasern: Aus natürlichen Fasern.
- Synthetische Chemiefasern
- Wolle: Nimmt gut Luftfeuchtigkeit auf, hydrophob.
- Leinen: Kühlt im Sommer.
- Seide: Glänzend.
- Synthetische Garne: Breite Eigenschaften, imitieren natürliche Garne (raumprobe, n. d.-h).
Einteilung und Merkmale
- Textil: Flächengebilde aus Garnen, manuell/maschinell hergestellt.
- Mode-, Bekleidungs-, Innenausstattungsindustrie, Fahrzeug-/Flugzeugbau, Medizin, Bewehrung für Beton, Leichtbau, textile Architektur (raumprobe, n. d.-h).
- Grundlegende Arten: Maschenware, Webware, Non-Wovens.
- Maschenware: Industriell hergestellt, ein/mehrere Fadensysteme. Elastisch, knitterfest, wenig formstabil/fest. Strickwaren, Geotextilien (Wieworra & Tscherch, 2017, S. 67).
- Webware: Verkreuzte Fadensysteme (Kette/Schuss). Leinwand-, Körper-, Atlas-/Satinbindung. Teppiche, Vorhänge, Wandbespannungen, Membrankonstruktionen (Wieworra & Tscherch, 2017, S. 66).
- Non-Wovens: Vliese, Filze, Fadengelege. Fasern übereinandergelegt, mit Bindemittel verfestigt. Filter, Trennschichten, Stoff-/Teppichböden (Wieworra & Tscherch, 2017, S. 67).
- Anwendungsbereiche:
- Geotextilien: Armierung, Drainagen, Abdichtungen.
- Bautextilien: Isolierung, Abdichtung, Heizsysteme, Membrane.
- Mode-/Bekleidungsbranche: Kleidung.
- Heimtextilien: Bodenbeläge, Sonnen-/Blendschutz, Polsterstoff, Bekleidungsstoff, Vorhänge, Armierung für Formteile.
- Automobilindustrie: Innenraumverkleidung, Airbags.
Be- und Verarbeitung (Textil)
- Garn: Hauptbestandteil aus pflanzlichen/künstlichen Fasern.
- Spinnen: Verbindet Fasern zu Garn. Faserspinnen (kurze Fasern) vs. Filamentspinnen (Endlosfasern) (Kula & Ternaux, 2014, S. 82).
- Faserspinnen: Baumwolle, Leinen, geschnittene Chemiefasern: Bündeln und richten.
- Filamentspinnen: Endlosfasern (Kunstfasern, Seide).
- Einfachgarne werden zu Mehrfachgarnen.
Textilveredelung
- Optimierung der Eigenschaften fertig gewebter/gestrickter Textilien.
- Verfahren:
- Bleichen: Farbe wird chemisch entfernt.
- Färben: Natürliche/synthetische Farben durchdringen Fasern.
- Beschichten: Schmutz-/wasserabweisende Funktionen.
- Sengen: Abrennen herausragender Faserenden (Baumwolle) (Peters, 2011, S. 294).
- Walken: Verfilzen von Wolle unter Feuchtigkeit/Wärme.
- Transparentieren: Behandlung mit Schwefelsäure.
- Imprägnieren: Tränken mit Chemikalien/Paraffinwachsen (wasserabweisend).
- Karbonisieren: Entfernen von Verunreinigungen aus Wolltextilien mit Schwefelsäure.
- Kaschieren: Unlösbares Verbinden von Stofflagen unter Hitze/Druck (Sportbekleidung, Schuhe).
Leder
- Aus Tierhäuten. Zweidimensionale Form bereits vorhanden.
- Säugetierhäute werden gegerbt und zugerichtet.
- Bekleidungs-, Arbeitsschutzindustrie, Sitzbezüge, Buchbindermaterial.
- Seit 1970er: Kunstleder als kostengünstigere Alternative.
- Lederfaserstoffe: Faserverbundstoffe aus Resten der Lederindustrie und Naturlatex als Alternative (Peters, 2011, S. 85).
Ausblick – Textilien
- Viele Innovationen für einfacheres/schöneres Leben:
- Smarte/interaktive Textilien: Mit Sensoren/Elektronik zur Überwachung, Gerätesteuerung, Datenanalyse. (Kula & Ternaux, 20214, S. 88)
- Neue Verarbeitungstechnologien: 3D-Druck, Laserschneiden, computergesteuerte Maschinen.
- Funktionelle Textilien: Wasserabweisung, Wärmeisolation, UV-Schutz (Sport/Outdoor).
- Formgedächtnistextilien: Reagieren auf Temperatur (Einrollen, Kräuseln).
- Nachhaltige Textilien: Recycelbar, biologisch abbaubar, umweltfreundlich, faire Arbeitsbedingungen.
- Wearables: Tracking, Messen, Konnektivität integriert.
Recycling
- Baumwolle: Hoher Wasserverbrauch, Insektizide, soziale Ausbeutung.
- Biologisch angebaute Baumwolle, faire Arbeitsbedingungen, Recycling wichtig (Kula & Ternaux, 2014, S. 351).
Recyclingtextilien
- Synthetische Fasern: Eigenschaftsprofil einstellbar (Peters, 2011, S. 83).
- Thermoplastische Kunststoffe: PET, PTFE, PVC. Einschmelzen für neue Produktionen.
- Zerkleinern/Zerfasern der Textilien und Weiterverarbeitung (Peters, 2011, S. 83).
Papier
- „Papier ist vielfältig. Die deutsche Papierindustrie ist die Nr. 1 in Europa und die Nr. 4 weltweit. In Deutschland werden rund 3.000 unterschiedliche Sorten von Papier, Karton und Pappe für unterschiedlichste Anforderungen hergestellt“ (DIE PAPIERINDUSTRIE e. V., n. d.).
Papier ist Kultur und Wissen
- „Wer schreibt, der bleibt“ – Verlagerung ins Digitale. Grundlagen unserer Kultur basieren auf Schriften/Zeichnungen.
- Erfindung des Papiers vereinfachte Dokumentation/Kommunikation.
- Bibliotheken: Pilgerstätten der Wissenschaft.
- Buchdruck (Johannes Gutenberg, 1440): Vervielfältigung und Zugänglichkeit.
Papiergeschichte
- Kontinuierliche Weiterentwicklung der Medien (Antike bis heute).
- Papyrus: Papyrusstreifen übereinandergeschichtet, verklebt, zu Rollen gefertigt.
- Pergament: Aus Tierhäuten, haltbarer, mehrfach beschreibbar. Bis ins Mittelalter.
- Papierherstellung: Aus arabischen Ländern nach Europa im 13. Jh. Aus Textilfasern, einfacher/billiger als Pergament (Peters, 2011, S. 208).
- Papier: Vor > 2.000 Jahren in Asien erfunden. Grundprinzip gleich, Maschinen/Rohstoffe optimiert.
- Anfangs: Bast, Chinagras, Alttextilien. Mit Sieben geschöpft.
- Papiermaschine: Holz (Schliefen, chemisches Aufschließen) für Zellulosefasern/Zellstoff. Verpackungen, Hygieneartikel (Peters, 2011, S. 208).
- Deinking: Entfernen von Druckfarben aus Altpapier (Zeitungsdruckpapiere, Büropapiere, Hygienepapiere).
Rohstoffe
- Wasser, Fasern, Leim, Füll-/Hilfsstoffe.
- Holz: Nachwachsender Rohstoff, zukunftssicher.
Herstellung von Papier
- Aus Holz werden Faserstoffe gewonnen (mechanisch/chemisch).
- Fasern (Holzstoff, Halbzellstoff, Zellstoff/Zellulose) werden in Wasser aufgelöst und auf einem Sieb zum Papiervlies getrocknet.
- Weiterverarbeitung: Wasserentzug, Additive für Oberflächenbeschaffenheit, Farbe, Reißfestigkeit, Geruch (Peters, 2011, S. 210–212).
- Recyclingpapiere: Wichtigste Rohstoffquelle in Europa. 70 % weniger Wasser/60 % weniger Energie.
- Faserverlust, Qualitätsminderung, Deinking, Farbgebung.
- Altpapierentsorgung und sparsamer Umgang wichtig.
- Karton: Verpressen mehrerer Papierlagen. Oft gestrichen.
Eigenschaften
- Rollen oder Formate. Gewicht (Grammatur) unterscheidet Papier von Karton/Pappe (Knaack et al., 2023, S. 36).
- Grammatur: Gewicht pro Fläche (g/m2) (Kula & Ternaux, 2014, S. 28).
- DIN 6730:
- Papier: < 225 g/m2
- Pappe: > 225 g/m2
- Karton: 250 bis 600 g/m2
- Weitere Merkmale:
- Laufrichtung: Fasern ausgerichtet (Maschinenpapier). Unterschiede beim Bedrucken/Falzen/Knicken.
- Hygroskopie: Temperatur/Luftfeuchtigkeit beeinflussen Eigenschaften. Ränder können sich aufwellen. Klimatische Bedingungen beachten (Knaack et al., 2023, S. 32).
- Festigkeit: Grammatur, Pressvorgang, Leim.
- Alterungsbeständigkeit: Gelbe/brüchige Seiten (saures Papier). Schwefelsäure bei hoher Luftfeuchtigkeit. Kalziumkarbonat zur Verhinderung. DIN 6738: Lebensdauer (50–100+ Jahre) (Peters, 2011, S. 215).
Einteilung und Merkmale
- Deutschland (2002): Führender Papierhersteller in Europa. Ca. 3.000 Papiersorten (vdp, 2019).
- Verwendungszwecke:
- Verpackungen.
- Grafische Papiere (Druck-/Schreibpapiere).
- Hygienepapiere.
- Technische/spezielle Verwendungszwecke (Backpapier, Banknotenpapier, Etikettenpapiere, Filterpapier, Fotopapier).
Be- und Verarbeitung
- Einfach zu bearbeiten (Schere, Cuttermesser, Tacker, Klebstoff).
- Faltungen, Verleimungen, Schnitte, Falze verändern Form.
Papierveredelung
- Langlebiger, hochwertiger, spezielle Eigenschaften.
- Techniken: Lackieren, Imprägnieren, Prägen, Bedrucken, Folienkaschierung, Prägefolien, UV-Lacke, Additive.
Spezialpapiere im Überblick
- Besondere Merkmale/Eigenschaften (Festigkeit, Haltbarkeit, Wasserbeständigkeit, spezielle Oberfläche).
- Anwendungen: Druck, Verpackung, Etikettierung, Modellbau, Kunst.
- Beispiele:
- Aquarellpapier: Holzfreies Zeichenpapier mit rauer Oberfläche. Nimmt Farben gut auf (vdp, 2015).
- Apfelpapier: Aus Resten der Apfelsaftproduktion (Druck-/Kopierpapier, Verpackung) (Peters, 2011, S. 217).
- Bristolkarton: Weiß, glatt, lichtbeständig. Für Modellbau in Design/Architektur (Peters, 2011, S. 217).
- Handgeschöpftes Papier: Einzeln geschöpft, unregelmäßiger Büttenrand (vdp, 2015).
- Papiermaché: Zerfaserung von Papier in Wasser, formbare Masse (vdp, 2015).
- Thermopapier: Beschichtet, für Grafiken/Texte (Etiketten, Tickets, Kassenbons).
- Japanpapier: Viele Sorten (Schiebewände, Buchseitenrestauration, Origami), Japanseidenpapiere (6–8 g/m2).
- Seidenpapier: < 30 g/m2 (Verpackung).
Ausblick – Papier
- Herausforderungen: Umweltbelastung (vdp, 2015).
Papierrecycling und Kreislaufwirtschaft
- Nachwachsender Rohstoff (Holz), Recycling (79 % in Deutschland).
- Frische Fasern notwendig.
- Altpapierhandel, Entsorgungsunternehmen (EN 643) (vdp, 2019).
Papierschaum
- Recyceltes Papier, kompostierbar, leicht, robust, Isolations-/Dämpfungseigenschaften.
Graspapier
- Grasfasern als Alternative zu Holzfasern (bis zu 50 %).
Tomatenfaserpappe
- Fasern der Tomaten zu Pappschalen/Verpackungsmaterial (Solidus Solutions, n. d.).
Kohpa
- Carbonfasern in Papieren (elektrische Leiter).
Zusammenfassung
- Materialauswahl abhängig vom Projekt.
- Berücksichtigung von Haltbarkeit, Wärmeleitfähigkeit, Elektrizitätsleitfähigkeit, Dichte, Formbarkeit, Kosten, Ästhetik.
- Fähigkeit zur Energiespeicherung/Übertragung.
- Kenntnisse über Materialien/Eigenschaften (Holz, Metall, Kunststoff, Stein, Glas, Keramik) wichtig.