Lernfeld 3

MFA Lernfeld 3: Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren

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  • Hygiene in der Arztpraxis

    • Thema: Asepsis, Antisepsis, Desinfektion, Sterilisation

    • Arbeitsauftrag:

      1. Lesen von Seite 98 im Schulbuch.

      2. Erläuterung von Sepsis:

        • Definition: Schwere fieberhafte Krankheit durch Überschwemmung des Körpers mit Krankheitserregern (meist Bakterien).

        • Unbehandelt: Kann zum Tod führen.

        • Ursachen: Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten.

      3. Unterschied zwischen Antisepsis und Asepsis:

        • Asepsis:

          • Definition: Alle Instrumente und Tücher sind steril (keimfrei).

          • Erreichung: Durch Sterilisation.

        • Antisepsis:

          • Definition: Maßnahmen zur Verhütung von Infektionen durch Keimarmut.

          • Erreichung: Durch Desinfektion (Abtöten, Entfernen, Inaktivieren pathogener Erreger).

      4. Diskussion mit Sitznachbarn über:

        • Warum der menschliche Körper nicht steril sein kann.

        • Warum in einem Raum mit Menschen keine völlige Keimfreiheit erreicht werden kann.

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  • Checkliste für persönliche Hygiene in der Arztpraxis

    • Gepflegtes Erscheinungsbild:

      • Geordnete, gewaschene Haare.

      • Kurze, saubere Fingernägel ohne Lack.

      • Kein starkes Parfum.

      • Händepflege: Hände durch Cremes pflegen.

    • Regeln:

      1. Regelmäßig Hände waschen und desinfizieren.

      2. Schmuck ablegen vor der Arbeit (Übertragungsgefahr von Keimen).

      3. Smartphones aus dem Arbeitsplatz fernhalten.

      4. Angemessene und saubere Arbeitskleidung tragen.

      5. Rutschfeste, luftige Schuhe tragen.

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  • Hygienemaßnahmen in der Arztpraxis

    • Arbeitsauftrag:

      1. Lesen von Seite 98 im Schulbuch.

      2. Erläuterung von Sepsis.

      3. Erklärung des Unterschieds zwischen Antisepsis und Asepsis.

      4. Warum der menschliche Körper nicht steril sein kann.

      5. Warum in einem Raum mit Menschen keine völlige Keimfreiheit möglich ist.

    • Sepsis: Blutvergiftung durch hohe Erregermengen, schlechte Resistenz.

      • Übertragung durch unsaubere Arbeitsmethoden.

    • Antisepsis: Verhütende Maßnahmen gegen Sepsis durch Desinfektion.

    • Asepsis: Infektionsverhütung durch Sterilisation.

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  • Keime auf der Haut

    • Haut enthält immer Mikroben:

      • Apathogen: Keine krankheitserregenden Eigenschaften.

      • Fakultativ pathogen: Kann Krankheiten verursachen bei immunschwächenden Wirt.

      • Pathogen: Erreger, die Krankheiten auslösen.

    • Mikroorganismen in Atemluft vorhanden.

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  • Hygienemaßnahmen

    • Desinfektion von Sprechzimmer und Utensilien.

    • Tragen von Masken (FFP2).

    • Desinfektion der Hände.

    • Schutzkleidung in infizierten Zimmern (Haube, Maske).

    • Sterilisation von Instrumenten, z.B. Blutdruckmanschetten, EKG-Elektroden.

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  • Gesetze und Vorschriften für Hygiene

    • Gesetze:

      1. Biologische Anwendung von Stoffen im Gesundheitswesen.

      2. Infektionsschutzgesetz: Meldepflicht für bestimmte Krankheiten und Erreger.

      3. Medizinproduktegesetz (MPG): Regelung für den Umgang mit Medizinprodukten und deren Sicherheit.

    • Unfallverhütungsvorschriften: Regeln zur Vermeidung von Unfällen am Arbeitsplatz.

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  • Hygienepläne in Arztpraxen

    • Wichtigkeit: Dokumentation und Qualitätssicherung von Hygienemaßnahmen.

    • 6-W Prinzip:

      • Was, wo, wann, womit, wie, von welcher Person gereinigt wird.

    • Standorte von Hygieneplänen in der Praxis.

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  • Überprüfung des Hygieneplans

    • Richtig/falsch Aussagen über Hygienepläne:

      • Notwendigkeit für chirurgische Praxen.

      • Ein Hygieneplan pro Funktionsbereich.

      • Schulung der Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen.

      • Zugang zum Hygieneplan für alle Mitarbeiter.

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  • Händehygiene

    • Diskussion zwischen Marie und Angelika:

      • Wichtigkeit der Händehygiene und Tipps zur Handpflege.

      • Richtwerte für Händewaschen im medizinischen Bereich und der richtige Handwaschplatz.

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  • Hygienische Händedesinfektion

    • Durchführung nach DIN EN 1500 in sechs Schritten:

      1. Handflächen aufeinander.

      2. Handflächen und Handrücken.

      3. Verschränkte Finger.

      4. Außenseiten der Finger.

      5. Daumen und Fingerkuppen.

    • Wichtigkeit der umfassenden Desinfektion, inklusive oft vernachlässigter Bereiche.