Schäfer: die Bedeutung des Spiels und Sprachentwicklung
Grundannahmen
Theorie befasst sich mit dem Spielen
Spielen hat Einfluss auf soziale und kognitive Entwicklung und damit eine große Bedeutung für den Bildungsprozess
Grundbausteine sind die Nachahmung und die Erfahrung szenisch handelnder Strukturierung
Kinder spielen nur Dinge die sie kennen -> Spiel besteht aus Bildern der Wirklichkeit
Diese Wirklichkeit könne Sie so behandeln wie sie wollen, da sie nur eine Simulation ist -> so-tun-Als-ob = Spiel = Simulation der Wirklichkeit
Warum spielen Kinder?
Erleben der Wirklichkeit ohne realistische Konsequenzen
Lernt durch Spiel über die Welt
Fördert Verhältnis zur Wirklichkeit
Bildung des Kindes beginnt mit der Geburt
Funktion
Sinnliche, körperliche, kognitive, emotionale, moralische und soziale Fähigkeiten sind ins Spiel eingezogen
Kognitiv wird logisches Denken gefördert
Experimentelle Felder für Neugier, Ausprobieren und Erfindung öffnen sich
Imaginative Möglichkeiten ergeben sich (Vergegenwärtigung verschiedenster Wirklichkeiten im Als-Ob-Denken)
Emotionale Beziehungen und Probleme können strukturiert und bewältigt werden
Die Betrachtung sozialer und moralischer Prinzipien werden geschult
Grammatik
Spielerisches Verhalten ist frei von äußeren Zwängen, erstreben kein bestimmtes Ziel
Bildet einen eigenen Verhaltensbereich
Erzeugt Spannungen immer wieder aus sich selbst -> motiviert über den gesamten Zeitraum des Spiels
Hat ein Anfang und ein Ende
Besitzt eine dynamische Dramatik, da Gegensätze und Widersprüche nebeneinander bestehen bleiben können
Bietet Raum für Vorstellungskraft und Fantasie
Spielerisches Verhalten erzeugt aus psychoanalytischer Sicht einen psychischen Zwischenbereich
Dieser intermediäre Raum erlaubt es, die Wirklichkeit im So-tun-Als-ob nach eigenen Wünschen zu verändern
Kinder versöhnen so spielerisch Utopie und Wirklichkeit
Dafür brauchen Kinder Zeit und Möglichkeit auszuprobieren
9 Thesen
Das Kind entscheidet im Spiel selber, wie weit es sich mit seiner Um- und Mitwelt befassen will.
Kinder spielen nie sinnlos, können aber dadurch oberflächlich etwas lernen
Im Spiel muss das Kind seine Sinne mit seiner Vorstellungskraft und seiner Fantasie, seines Denkens und mit dem sozialen Austausch verknüpfen und dies zu einem zusammenhängenden Prozess gestalten.
Kinder finden im Spiel ihren eigenen Zeitrhythmus mit Anfang und Ende, Höhen und Tiefen und lernen so, Dinge in Ihrem eigenen Zeitrhythmus zu erledigen.
Kinder brauchen Räume zum Spielen, die sie anregen und herausfordern, sich spielerisch mit ihnen auseinander zu setzen.
Das Spiel ist ein Vorgänger der Komplexen Erfahrung
Andere können auch am Spiel teilnehmen, wenn Sie Ihre Möglichkeiten im Rahmen gegenseitiger Verständigung anbieten.
In dem Spiel werden nicht nur Erfahrungen gemacht, sie werden auch ausprobiert und mit anderen Lebenserfahrungen miteinander verbunden.
Das Spiel ist die Arbeit des Kindes.
Handlungsmöglichkeiten
Rhythmus des Kindes beachten
Spielmöglichkeiten bieten
Gelegenheiten, Anregungen und Herausforderungen für spielerisches Verhalten bieten
Sprachentwicklung (noch nie als Aufgabenschwerpunkt im Abi gesehen)
Lange bevor das Kind das erste Wort spricht
Laute ihrer eigenen Umgebung wahrnehmen und erkennen
Im Laufe des ersten Lebensjahrs stellen sie sich auf Muttersprache ein und identifizieren deren Betonungsmuster
Im Laufe des zweiten Lebensjahrs können Sie Satzmelodien und Satzeinheiten voneinander unterscheiden
Universale Phase der Sprachproduktion endet mit ein und halb
Mit zwei erste Sinnbezogenen Worte
Verständnis für sprachliche Bedeutung und Sinnzusammenhänge
Soziale Beziehung zwischen Kind und Bezugspersonen bestimmt den Spracherwerb des Kindes, durch Gefühle erfassen Kinder Bedeutsamkeit von Sprechakten
Spracherwerb basiert auf Erfahrungen: Sprachverständnis und Sprechen entwickeln sich im Handlungszusammenhang mit Alltagsbezug und Sinnzusammenhang
Szenische Zusammenhänge durch Bezugspersonen
Spracherwerb ermöglicht symbolisches Denken
Rolle der Erziehenden
Sprachförderung durch alltägliche Kommunikation
Müssen bedeutsame Sprechanlässe finden, und Kindern Wörter und Sätze anbieten, damit diese sich sprachlich ausdrücken können
Erwachsene sollen in Handlungskontexten mit Kindern sprechen und das kindliche Handeln sprachlich begleiten