VWL_SFU_5

Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre

Ausblick

  • Marktversagen

    • Externe Effekte:

      • Definition und Beispiele.

      • Ursachen ineffizienter Märkte.

      • Mögliche Lösungen.

    • Öffentliche Güter:

      • Definition und Beispiele.

      • Ursachen ineffizienter Märkte.

      • Mögliche Lösungen.

Externe Effekte

  • Definition:

    • Folgen wirtschaftlichen Handelns (Produktion, Konsum), die positive oder negative Auswirkungen auf andere Individuen haben.

  • Negative externe Effekte:

    • Beispiele:

      • CO2-Emissionen aus der Stahlproduktion.

      • Umweltverschmutzung durch Teflonproduktion.

      • Umweltverschmutzung durch PKWs.

    • Problem:

      • Kosten, die durch negative Externalitäten entstehen, sind nicht in den Konsum- oder Produktionsentscheidungen berücksichtigt.

Probleme durch externe Effekte

  • Beispiel:

    • Stahlproduktion verursacht negative externe Effekte (Umweltschäden).

    • Umweltfreundlichere Verfahren sind kostenintensiv und somit unattraktiv.

    • Freier Wettbewerb kann umweltschonende Aktivitäten verhindern.

    • Wichtig: Vollständige Unterbindung negativer Externalitäten ist nicht optimal!

Grafische Darstellung von externen Effekten

  • Ohne Externalität:

    • Gleichgewicht = soziales Optimum.

  • Mit Externalität:

    • Gleichgewicht not = soziales Optimum.

    • Soziale Kosten werden im Marktgleichgewicht nicht berücksichtigt.

    • Im sozialen Optimum ist der Preis höher und die Menge geringer.

Lösung durch Steuer

  • Schädliche Aktivitäten finden aufgrund geringer Kosten im Übermaß statt.

  • Pigou-Steuer:

    • Höhe entspricht sozialen Grenzkosten im sozialen Optimum.

    • Markt wird durch Pigou-Steuer zum sozialen Optimum geführt.

Weitere Beispiele für externe Effekte

  • Negative Externalitäten:

    • Abgase.

    • Vernachlässigte Mülltrennung.

    • Überfischung.

  • Positive Externalitäten:

    • Technologische Innovationen.

    • Begrünung.

    • Impfung/Hygienemaßnahmen.

    • Lehrlingsausbildung.

Positive externe Effekte

  • Grafische Darstellung:

    • Mit Externalität: Gleichgewicht not = soziales Optimum.

    • Aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive wird zu wenig konsumiert.

    • Im sozialen Optimum ist der Preis höher und die Menge geringer.

Definition und Merkmale öffentlicher Güter

  • Öffentliches Gut:

    • Nicht ausschließbar für Individuen.

    • Konsum ist nicht rivalisierend.

  • Beispiele:

    • Öffentliche Sicherheit.

    • Straßeninfrastruktur.

    • Internetinfrastruktur.

Kategorien öffentlicher Güter

  • Eng definition:

    • Nicht ausschließbar und nicht rivalisierend.

  • Erweiterte Definition:

    • Nicht ausschließbar und begrenzt rivalisierend.

    • Beispiele:

      • Öffentliche Plätze.

      • Gemeinschaftliche Ressourcen.

Problem öffentlicher Güter

  • Positive Externalität für alle Nutzer.

  • Gesellschaftlicher Nutzen wird durch Gesamtkonsum bestimmt.

  • Schwierigkeiten bei der Übertragung von Kosten auf die Allgemeinheit.

  • Trittbrettfahrerproblem:

    • Schwierigkeiten bei der privaten Bereitstellung.

    • Beispiele: Straßenbeleuchtung, Sicherheitsdienste.

Marktversagen bei öffentlichen Gütern

  • Freier Markt bietet nicht ausreichend öffentliche Güter an.

  • Einzelne profitieren nicht im ausreichenden Maße, um Kosten zu tragen.

  • Lösung:

    • Der Staat stellt öffentliche Güter zur Verfügung.

Zusammenfassung

  • Ideale Märkte führen bei freiem Wettbewerb zu sozialem Optimum.

  • Viele Märkte sind nicht ideal:

    • Externalitäten: Freier Markt erzeugt zu viel oder zu wenig eines Gutes. Lösung: Pigousteuer.

    • Öffentliche Güter: Freier Markt stellt sie nicht oder unzureichend zur Verfügung. Lösung: Staat stellt sie direkt zur Verfügung.

  • Steuern dienen zur Korrektur von Marktversagen, zur Sicherstellung von Staatsfinanzen und zur Umverteilung.