Betriebswirtschaftslehre Lernnotizen
Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre (EV 10)
Rechte des Kufers bei einer Reklamation
Unterrichtet an der Marianne-Rosenbaum-Schule am 17.07.25. Wenn eine Ware beim Kauf defekt oder fehlerhaft ist, hat der Kufer das Recht auf Reklamation. Das bedeutet, das Geschft muss informiert und zur Problemlsung aufgefordert werden.
1. Nacherfllung
Nachbesserung: Die defekte Sache wird repariert (Beseitigung der Mngel).
Ersatzlieferung: Der Kufer erhlt eine neue, fehlerfreie Ware.
Beispiel Situation Frau Limmer: Nach der Lieferung einer Splmaschine leuchtet das Display nicht richtig auf. Der Verkufer ist zur Nacherfllung verpflichtet.
Beispiel Staubsauger: Ein neu gekaufter Staubsauger geht nach einer Woche nicht mehr an. Das Geschft repariert ihn oder tauscht ihn gegen ein Neugert aus.
Wichtige Regel: Eine Nacherfllung gilt erst nach dem zweiten erfolglosen Versuch als fehlgeschlagen.
2. Rcktritt vom Vertrag
Dies ist mglich, wenn die Nacherfllung zweimal gescheitert ist.
Die Ware wird zurckgegeben und der Kufer erhlt sein Geld zurck.
Beispiel: Der Staubsauger wurde zweimal repariert und ist immer noch defekt. Der Kauf kann rckgngig gemacht werden.
3. Minderung (Preisnachlass)
Der Kufer behlt die mangelhafte Ware, bekommt aber einen Teil des Kaufpreises erstattet.
Beispiel: Ein neuer Tisch weist eine kleine Macke auf. Der Kufer erhlt einen Preisnachlass von .
4. Schadensersatz
Geldersatz fr Schden, die unmittelbar durch die defekte Sache entstanden sind.
Beispiel: Ein defekter Staubsauger verursacht einen Kurzschluss, wodurch die Steckdose beschdigt wird. Der Verkufer muss fr den Schaden an der Steckdose aufkommen.
Rechte bei Lieferverzug
Wenn Ware zu spt oder gar nicht geliefert wird, kann der Kufer:
Vom Vertrag zurcktreten (die Ware nicht mehr annehmen).
Beispiel: Eine zum Geburtstag bestellte Kchenuhr kommt zwei Wochen zu spt an. Der Kunde kann die Annahme verweigern.
Die Lieferung ablehnen.
Mehrkosten erstatten lassen.
Schadensersatz fordern.
Auf der Lieferung bestehen.
Zahlungsverkehr und Finanzierung
Bargeldlose Sofortzahlung im Laden
EC-Karte (Girocard): Zahlung mittels Karte und PIN (online) oder per Lastschrift durch Unterschrift.
Kreditkarte: Zahlung ber das Kreditkartenkonto.
NFC (Near Field Communication): Kontaktloses Bezahlen mit Karte, Handy oder Smartwatch.
Vergleichende Zahlungsarten
Dauerauftrag (Pauschale): Es wird immer der gleiche Betrag zum gleichen Termin berwiesen (z. B. Miete).
Lastschrift: Erfolgt mit Einzugsermchtigung. Dies ist geeignet fr verschiedene Betrge zu unterschiedlichen Terminen (z. B. Stromkosten).
Sparmglichkeiten und Grnde
Grnde fr das Sparen: Urlaubsreisen, Anschaffungen, Weiterbildung, Altersvorsorge, Absicherung (Arbeitslosigkeit, Unfall, Erkrankung).
Sparmglichkeiten bei Anschaffungen: Sonderangebote nutzen, auf Unntzes verzichten, keine Markenware kaufen, Heizkosten senken, Reinigungs- und Waschmittel sparsam verwenden, Obst und Gemse selber anbauen.
Ratenkauf und Leasing
Ratenkauf (Teilzahlungsgeschft):
Vorteile: Ware ist sofort verfgbar; finanzielle Belastung ist monatlich nicht so hoch; man muss nicht lange sparen.
Nachteile: Man verliert leicht den berblick; Gefahr der berschuldung; Zinsen machen die Ware teurer; Raten mssen auch bei Defekt gezahlt werden; Eigentum geht erst nach vollstndiger Bezahlung ber.
Vertragsinhalt: Effektiver Jahreszins (Zinskosten + Nebenkosten + Bearbeitungsgebhr; sollte mglichst niedrig sein), Anzahl und Hhe der Raten, Widerrufsrecht innerhalb von Tagen.
Leasing:
Besondere Form der Miete mit monatlichem Leasingbetrag plus MwSt.
Leasinggeber: Unternehmen oder Hersteller; Leasingnehmer: Privatperson oder Unternehmer.
Pflichten des Nehmers: Zahlung der Raten, sorgsamer Umgang, Zahlung und Durchfhrung notwendiger Reparaturen.
Vorteile (Betrieb): Kein hoher Kapitaleinsatz; Kosten sind steuerlich absetzbar; immer ein neues Modell mglich.
Rechenbeispiel (Leasing vs. Wert): Leasingrate pro Monat fr Jahre.
.
Restbetrag bei einem Neupreis von : .
Betriebswirtschaftliche Entscheidungskriterien
Kaufentscheidung
Bei der Auswahl von Gerten spielen folgende Faktoren eine Rolle:
Preis und Leistung/Ausstattung.
Kundendienst.
Bildschirmgre und Platzbedarf.
Schwierigkeit der Lieferung.
Energielabel.
konomisches Prinzip
Minimalprinzip: Ein festgesetztes Ziel mit minimalem Aufwand erreichen (z. B. eine bestimmte Menge Marmelade mit so wenig Arbeit wie mglich produzieren).
Maximalprinzip: Mit gegebenen Mitteln die maximale Leistung erzielen (z. B. aus vorhandenen Frchten so viel Marmelade wie mglich ohne Verlust kochen).
Menschliche Leistungskurve
Die Leistungsfhigkeit ist zwischen und Uhr am hchsten.
Um Uhr erreicht sie das Hoch, danach sinkt sie ab.
Ein Leistungstief tritt gegen Uhr auf.
Danach erfolgt ein erneuter Anstieg bis ca. Uhr.
Rechtsgrundlagen: Geschftsfhigkeit
Geschftsunfhigkeit: Kinder bis zum vollendeten Lebensjahr.
Beschrnkte Geschftsfhigkeit: Personen ab Jahren. Rechtsgeschfte sind schwebend unwirksam und bentigen die Zustimmung der Erziehungsberechtigten.
Volle Geschftsfhigkeit: Ab dem vollendeten Lebensjahr.
Haltbarkeit (MHD vs. Verbrauchsdatum)
MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum): Zeitpunkt, bis zu dem das LM bei sachgemer Lagerung seine Eigenschaften behlt. Es ist kein Verfallsdatum; LM oft auch danach noch geniebar.
Verbrauchsdatum: Gilt fr leicht verderbliche LM; nach Ablauf nicht mehr verzehren.
Hygienemanagement
Produkthygiene: Richtige Lagerung, einwandfreie Rohstoffe, sachgerechte Verarbeitung.
Personalhygiene: Saubere Arbeitskleidung, Hndehygiene, Wundabdeckung.
Betriebshygiene: Ausstattung der Rume, Reinigung der Gerte, hygienische Abfallentsorgung.
Sicherheit und Unfallvermeidung im Haushalt
Strze vermeiden: Boden freihalten, keine Kabel liegen lassen, Sicherheitsleiter benutzen, Flssigkeiten sofort aufwischen, feste Arbeitsschuhe tragen.
Verhalten bei Unfllen: Ruhe bewahren, Eigensicherung beachten, Person aus Gefahrenbereich retten, Notruf absetzen, Person beruhigen.
Produktkennzeichnung und Verordnungen
Gtezeichen
CE: Produkt erfllt Sicherheitsvorgaben der EU-Richtlinien.
VDE: Geprft auf elektrische Sicherheit (Verband Deutscher Elektrotechniker).
GS (Geprfte Sicherheit): Entspricht dem deutschen Gertesicherheitsgesetz.
Lebensmittelverordnung
Ziele sind:
Information ber Identitt und Zusammensetzung der LM.
Schutz vor Irrefhrung und Tuschung.
Schutz vor Gesundheitsschden.