Note on Ausbildung der Ausbilder - Handlungsfeld 1

Ausbildung der Ausbilder - Handlungsfeld 1

Ausbildungsvoraussetzungen Prüfungen und Ausbildung planen
Duales System der beruflichen Ausbildung
  • Die berufliche Ausbildung erfolgt an zwei Lernorten:

    1. Betrieb:

    • Vermittlung erforderlicher fachlicher Fertigkeiten und Kenntnisse nach dem Ausbildungsrahmenplan

    • Erwerben von Berufserfahrung

    • Regulatorische Grundlagen: BBiG, Ausbildungsordnungen, Ausbildungsvertrag

    1. Berufsschule:

    • Vermittlung fachtheoretischer Kenntnisse

    • Vertiefung & Erweiterung der Allgemeinbildung

    • Regulatorische Grundlagen: Schulgesetze der Länder, Rahmenlehrpläne, Schulpflicht

  • Ziel: Auszubildende zur selbstständigen Planung, Durchführung und Kontrolle täglicher Aufgaben befähigen

Wesentliche Merkmale des Dualen Systems
  • Lernort: Ausbildung im Betrieb und Berufsschule

  • Inhaltliche Rechtsgrundlage: Bundeseinheitliche Ausbildungsordnungen und Landeseinheitliche Rahmenlehrpläne

  • Gesetzliche Rechtsgrundlagen: Berufsausbildungsgesetz (BBiG) regelt die Inhalte und Rechte,

    • Örtliche Rechtsgrundlagen: Schulgesetze der Bundesländer

Ziele und Aufgaben der Berufsausbildung
  • Ziel Berufsausbildung gemäß §1 (3) BBiG

  • Vermittlung von:

    • Berufliche Handlungsfähigkeit (Durch Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten Berufserfahrung ermöglichen in einem geordneten Ausbildungsgang)

    • Methodenkompetenz: (z.B. Organisiert Event, sowie dazugehörige Zeitpläne, Budgetkalkulation, etc.)

    • Individualkompetenz: (z.B. Selbstreflexion, Verantwortung übernehmen)

    • Sozialkompetenz: (z.B. Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit, Konfliktlösung)

    • Fachkompetenz: (spezifisches Wissen in Berufsfeldern)

  • Beispiele:

    • Veranstaltungskaufmann: Organisation von Events,

    • Industriekaufmann: Teamarbeit und Kommunikation,

    • Kfz-Mechatroniker: Technisches Wissen

Handlungskompetenzen
  • Fachkompetenz: Technische Zeichnungen, Software-Entwicklung

  • Methodenkompetenz: Entscheidungsfindung, Zeitmanagement

  • Sozialkompetenz: Interkulturelle Kompetenz, Kooperation

  • Individualkompetenz: Resilienz, Moderation, Selbstreflexion

Begriffe:
  • Auszubildender: Person in der Ausbildung

  • Ausbildender: Verantwortlich für die Ausbildung, muss geeignet sein, Schließt mit Azubi Ausbildungsvertrag ab

  • Ausbilder: Durchführende der praktischen Ausbildung, muss qualifiziert sein

  • Ausbildende Fachkraft: Vermittlung spezieller Inhalte, benötigt Qualifikationen

Vorteile und Nutzen der dualen Ausbildung
  • Betriebe:

    • Praxisnahe Ausbildung

    • Unterstützung durch Berufsschule

    • Reduzierte Rekrutierungskosten

    • Minimierung von Fehlbesetzungen

  • Auszubildender:

    • leichter Übergang von Schule in Beruf

    • Keine formalen Zugangsvoraussetzungen

    • Realität-und Praxisnahe Lernumgebung fördert Motivation

  • Ausbilder:

    • Umgang mit jungen Menschen

    • Wissensvermittlung

    • Beitrag für Zukunft leisten

    • Fördert Weiterentwicklung und Karriereperspektiven

  • Gesellschaf

    • Sicherung des Wirtschaftsstandorts

    • Geringere Jugendarbeitslosigkeit

    • Strukturelle Kostenverteilung in der Bildung

Einflussfaktoren auf Ausbildungsbedarf
  • Demographische Entwicklung und Altersstruktur

  • Fluktuation und Übernahme-/Verbleibquote

  • Ausbildungsinitiativen und verfügbare Berufsbilder

  • Bildungspolitik und technische Entwicklungen

Agenda 2030 und Berufsausbildung
  • Beitrag zu den SDGs (Sustainable Development Goals):

    • Sicherstellung hochqualifizierter Bildung

    • Unterstützung des Fachkräftebedarfs

    • Basis für Erwerbstätigkeit und Lebensunterhalt

    • Grundlage für Zukunftsorientierung und Nachhaltige Entwicklung

rechtliche Grundlagen
  • Berufsbildungsgesetz (BBiG) - Bürgerliches Gesetzbuch

  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

    • Bestimmungen zum Jugendarbeitsschutz

    • Verpflichtungen für Ausbilder (Kündigungsschutz für Schwangere)

Ausbildungsordnung
  • Legt die Rahmenbedingungen fest:

    1. Bezeichnung des Ausbildungsberufes

    2. Dauer der Ausbildung

    3. Ausbildungsrahmenplan

    4. Prüfungsanforderungen

  • Beteiligte:

    • Bundesministerien,

    • Sozialpartner (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände)

Eignungsfeststellung
  • Überprüfung der Eignung der Ausbildungsstätte

  • Schlüsselfaktoren: Verhältnis Azubi zu Fachkräften

Anforderungen an Ausbildende
  • Persönliche Eignung: Charakter und Verantwortung

  • Fachliche Eignung: Berufliche Qualifikationen, relevante Erfahrungen

  • Anforderungen an Ausbildungsbeauftragte:

    • Ähnlich wie Ausbilder, jedoch weniger stringent

Zuständige Stellen und ihre Aufgaben
  • Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

  • Handwerkskammer (HWK)

  • Berufsbildungsforschung und Kammern, die Prüfungen durchführen

Rolle und Entwicklung des Ausbilders
  • Von Wissensvermittler hin zu Lernprozessbegleiter

  • Förderung von Schlüsselqualifikationen und individuellem Lernen

Fördermöglichkeiten**
  • Einstiegsqualifizierung (EQ)

    • Unterstützung für Ausbildungsbegleitende Maßnahmen

  • Assistierte Ausbildung (AsA)

    • Hilfe bei Problemen während der Ausbildung

Soziale Verantwortung der Unternehmen
  • Berücksichtigung von besonderen Lebensumständen von Auszubildenden

    • Flexibilität in der Ausbildung (z.B. Teilzeit)

Gesetze und Fragen zur Ausbildung
  1. Ermittlung von gültigen gesetzlichen Regelungen

  2. Anwendung der Gesetze in spezifischen Fällen

  3. Klärung von Meinungsverschiedenheiten durch Schlichtung oder Gerichte:

    • Arbeitsgericht versus Verwaltungsgericht

Ausbildungsberufe - neu und modernisiert
  • Felder wie Feinoptik, Umwelttechnologie, Kfz-Mechatronik sind hervorzuheben.