Klinische Klassifikation (Referenz: Humbert M et al. Eur Heart J. 2022).
Prävalenz
Informationen zur Prävalenz von PH (Referenz: Humbert M et al. Eur Heart J. 2022).
Wichtig
PAH ≠ PH!
Pathophysiologie der Pulmonal Arteriellen Hypertonie (PAH)
Details zur Pathophysiologie (Referenz: Dave J et al. J Transl Med. 2023).
Klinik/Symptome
Symptome der PH.
Klinische Zeichen
Klinische Zeichen bei PH (Referenz: Humbert M et al. Eur Heart J. 2022).
WHO-Funktionsklassen der pulmonalen Hypertonie
Klasse 1: Patienten mit pulmonaler Hypertonie ohne Einschränkung der körperlichen Aktivität. Normale körperliche Belastungen führen nicht zu vermehrter Dyspnoe oder Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Klasse 2: Patienten mit pulmonaler Hypertonie mit einer leichten Einschränkung der körperlichen Aktivität. Keine Beschwerden in Ruhe. Normale körperliche Aktivität führt zu vermehrter Dyspnoe oder Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Klasse 3: Patienten mit pulmonaler Hypertonie mit deutlicher Einschränkung der körperlichen Aktivität. Keine Beschwerden in Ruhe. Bereits leichtere als normale Belastungen führen zu Dyspnoe oder Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Klasse 4: Patienten mit pulmonaler Hypertonie, die keinerlei körperliche Belastung ohne Beschwerden ausführen können. Zeichen der manifesten Rechtsherzinsuffizienz. Dyspnoe und/oder Müdigkeit können bereits in Ruhe vorhanden sein. Bei geringster Aktivität werden die Beschwerden verstärkt.
Auskultation
Lauter 2. Herzton über der Pulmonalklappe (2. ICR links).
Evtl. fixierte (atemunabhängige) Spaltung des 2. Herztons.
Ggf. Holosystolikum über der Trikuspidalklappe (4. ICR rechts).
Bei CTEPH: Screening auf Antiphospholipid-Antikörper.
BGA.
Ruhe-EKG
Rechtsherzbelastung.
Rechtstyp.
Rechtsschenkelblock und deszendierende ST-Veränderungen in V2-V4 sowie in II, III, aVF.
P-pulmonale.
Sokolow-Lyon-Index#: >1,05 mV
Erhöhte R-Zacke in III, aVF, V1, V2
Tiefes S in I, aVL, V5, V6
Sokolow-Lyon-Index#: >1,05 mV
Höchste R-Zacke in V1 oder V2 + tiefstes S in V5 oder V6
Rechtsherzhypertrophie.
Ein normales EKG schließt eine PH nicht aus.
Sensitivität 55%, Spezifität 70%.
In 13% aller PH-Fälle finden sich im EKG keine Rechtsbelastungszeichen.
Ventrikuläre Rhythmusstörungen sind bei PAH selten, während die jährliche Inzidenz supraventrikulärer Tachykardien (etwa gleich häufig Vorhofflimmern und Vorhofflattern) bei etwa 3% liegt.
Röntgen-Thorax
Thoraxröntgen zum Zeitpunkt der Diagnose bei 90% der PAH-Patienten pathologisch.
Erweiterte zentrale Pulmonalarterien.
Verminderte periphere Gefäßfüllung.
Vergrößerung von rechtem Vorhof und rechtem Ventrikel.
Der Schweregrad der PH korreliert nicht mit dem radiologischen Befund, und ein normales Röntgenbild schließt eine PH bzw. PAH nicht aus.
Pulmonale Endarteriektomie oder pulmonale Ballondilatation bei CTEPH.
Ultima Ratio in Einzelfällen: Lungentransplantation.
Chirurgische/interventionelle Therapie bei CTEPH:
Interdisziplinäre Diskussion mit Chirurgie.
Pulmonale Endarteriektomie?
Pulmonale Ballondilatation?
Prognose bei PH
PAH: Medianes Überleben von Patienten mit IPAH beträgt ohne Behandlung 2,8 Jahren (D'Alonzo GE et al. Intern Med 1991).
PH infolge von Linksherzerkrankungen: Mortalität ist höher als für Linksherzinsuffizienz alleine (Ghio S et al. Eur J Heart Fail. 2012).
PH infolge von COPD: 5-Jahres-Überlebensrate von 36 % vs. 62 % bei Patienten ohne PH (Oswald-Mamosser M et al. Chest 1995).
PH infolge von idiopathischer Lungenfibrose (iPF): 6,5-Jahres Mortalität von 60 % vs. 30 % in Patienten mit IPF ohne PH (Lettieri CJ et al. Chest 2006).
CTEPH: Ohne Behandlung liegt die durchschnittliche Überlebensdauer bei 6,8 Jahren (Kunieda T et al. Intern Med 1999). 1- und 3-Jahres-Überlebensraten sind jeweils 88 % und 76 %, bei Patienten, die für eine Operation geeignet sind (Condliffe R et al. Am J Respir Crit Care Med 2008).