Finanzierung und Investition in der Sport- und Fitnessbranche
Einleitung
Florian ist zukünftiger Studioinhaber der Sport- und Fitnessanlage „InMotion“.
Er muss sich mit Finanzierung und Investition auseinandersetzen, da beide Aspekte im Unternehmensalltag wichtig sind.
1. Finanzierung
1.1 Grundlagen
- Finanzierung: Alle Aktivitäten, die das Kapital auf der Passivseite der Bilanz beeinflussen.
- Wichtige Definitionen:
- Bereitstellung finanzieller Mittel zur Durchführung von Investitionen.
- Unterschied zwischen Finanzierung (Kapitalbeschaffung) und Investition (Kapitalverwendung) bewusst machen.
1.2 Arten
- Unterscheidung in Außen- und Innenfinanzierung.
- Außenfinanzierung: Kapital fließt von außen in das Unternehmen (z.B. Kreditaufnahme, Verkauf von Unternehmensanteilen).
- Innenfinanzierung: Kapital stammt aus dem eigenen Umsatzprozess (z.B. durch Abschreibungen, Gewinnthesaurierungen).
- Eigenfinanzierung (Eigenkapital): Kapital von Anteilseignern.
- Fremdfinanzierung: Kapital von externen Geldgebern.
1.3 Kapitalbedarf
- Der Kapitalbedarf ist der erforderliche Geldbetrag für die Planung des Unternehmens (z.B. Gründung, Expansion).
- Langfristige Investitionen: Baukosten, Ausstattungen etc.
- Kurzfristige Investitionen: Betriebsstoffe, laufende Kosten.
1.4 Kreditgespräch
- Wichtige Schritte: Kreditanfrage, Kreditantrag, Kreditprüfung, Abschluss eines Kreditvertrages.
- Dokumente: Angaben zur Person, Wirtschaftliche Verhältnisse, beantragter Betrag, Sicherheiten.
- Kreditwürdigkeit und -fähigkeit sind entscheidend.
1.5 Besondere Finanzierungsmöglichkeiten im Sportbereich
- Mitgliedsbeiträge als wichtigste Einnahmequelle.
- Grundlage für die Vereinshaushalte:
- Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Zuschüssen und Kursgebühren.
1.6 Öffentliche Existenzgründungs- und Existenzsicherungshilfen
- Staatliche Förderprogramme und Zuschüsse zur Unterstützung von Existenzgründern.
- Beispiele: Gründungszuschüsse und Existenzgründerdarlehen.
2. Investition
2.1 Methoden der Investitionsrechnung
- Differenzierung zwischen statischen und dynamischen Verfahren.
- Statische Verfahren: Einfach und schnell, berücksichtigen aber nur Durchschnittswerte (z.B. Kostenvergleichsrechnung, Gewinnvergleichsrechnung).
- Dynamische Verfahren: Berücksichtigen Zahlungsströme über die gesamte Nutzungsdauer eines Projektes (z.B. Kapitalwertmethode, interne Zinsfußmethode).
2.2 Statische Verfahren
- Kostenvergleichsrechnung: Auswahl des günstigsten Projektes basierend auf Kosten.
- Gewinnvergleichsrechnung: Vergleich der Gewinne verschiedener Projekte.
- Rentabilitätsrechnung: Ermittlung der Rentabilität eines Projektes.
- Amortisationsrechnung: Zeitspanne, bis die Auszahlungen durch Rückflüsse ausgeglichen werden.
2.3 Dynamische Verfahren
- Kapitalwertmethode: Gegenwärtiger Wert aller Cashflows beachten, um zu entscheiden, ob ein Projekt vorteilhaft ist.
- Verwendung eines Kalkulationszinssatzes zur Abzinsung zukünftiger Zahlungen.
Investitionsentscheidungen und deren Beurteilung
Florian muss sicherstellen, dass Investitionen langfristig rentable und sicher sind.
Wichtig: Die Berücksichtigung nicht-monetärer Aspekte bei Investitionsentscheidungen.