Präsentationstechniken und Creative Commons
Creative-Commons-Lizenzen
- Sorgfältige Kontrolle: Lizenzvereinbarungen bei Creative-Commons-Materialien genauso sorgfältig prüfen wie bei anderen geschützten Werken.
Präsentation von Gestaltungsarbeiten
- Bedeutung der Präsentation: In Gestaltungsdisziplinen ist die Präsentation der Arbeiten von besonderer Bedeutung.
- Ziel der Präsentation:
- Den Gestaltungsentwurf erklären und darstellen (z.B. Betreuer:innen in der Hochschule oder Auftraggeber:innen).
- Überzeugen und verhandeln (für Benotung oder Beauftragung).
- Einfluss der Präsentation:
- Ein guter Entwurf kann durch eine schlechte Präsentation an Kraft verlieren.
- Eine weniger gelungene Arbeit kann durch eine souveräne Präsentation gewinnen.
Vortragsstrukturierung
- Zielgruppe festlegen:
- Vor der Ausarbeitung überlegen, wem und zu welchem Zweck präsentiert wird.
- Akademischer Rahmen: Wissenschaftliche Ausdrucksweise.
- Kommerzielle Auftraggeber: Emotionale Ansprache.
- Zielsetzung des Vortrags:
- Eigene Vorgehensweise plausibel darstellen (Prüfungssituation).
- Überzeugungskraft einer Gestaltungsidee glaubwürdig machen.
- Klare Zielsetzung ist Voraussetzung für Struktur und Argumente.
Vortragsdramaturgie
- Roter Faden: Ähnlich wie eine schriftliche Arbeit, sollte eine Präsentation einen roten Faden und klare Gliederung haben.
- Interesse wecken: Zuhörerschaft über die Dauer des Vortrags interessieren und begeistern.
- Etablierte Strukturen:
- Einleitung und Überblick.
- Darstellung der Fragestellung oder Problematik.
- Umfangreicher Hauptteil mit detaillierter Argumentation.
- Abschluss mit Antwort oder Lösung.
- Zusammenspiel: Mündliche Präsentation lebt vom Zusammenspiel des sichtbaren und hörbaren Teils.
- Ergänzung: Beide Teile sollten sich gegenseitig ergänzen.
- Wahrnehmungskanäle: Unterschiedliche Wahrnehmungskanäle der Rezipienten ansprechen.
- Vermeidung: Folien nicht einfach ablesen.
- Nutzung visueller Medien:
- Komplexe Inhalte verständlicher machen.
- Erklärungsaufwand reduzieren.
- Wichtige Aussagen hervorheben.
- Aussagen besser erinnerbar machen.
- Bild-Text-Verhältnis: Sparsamer und gezielter Umgang mit Text auf Folien.
- Vermeidung langer Texte: Lange Texte lenken vom Vortrag ab.
- Vertiefung durch Vortrag: Mündlicher Vortrag kann Textinformationen vertiefen und mit Inhalten untermauern.
- Unterbrechung bei Textpassagen: Vortrag für die Dauer des Lesens unterbrechen.
- Schrifttyp:
- Ausreichend große und gut lesbare Schrift für Titel und Überschriften.
- Künstlerische Schrifttypen vermeiden, wenn schwer lesbar.
Einüben des Vortrags
- Vorbereitung: Sprechtext in Stichpunkten vorbereiten.
- Proben: Vortrag mehrmals proben.
- Freier Vortrag: Zuhörer folgen einem freien Vortrag besser als einem abgelesenen.
- Reduktion von Sprechangst: Einüben reduziert Sprechangst und Lampenfieber.
- Dauerkontrolle: Dauer lässt sich besser kontrollieren.
- Stichwortkarten:
- Überprüfung, ob alle Punkte erwähnt wurden.
- Kleine Karteikarten sind geeignet (zittern nicht).
- Digitale Präsentationsprogramme bieten Karteikartenfunktion.
- Zeitmanagement:
- Dauer der Präsentation ist oft vorgegeben.
- Zeitmessung beim Proben, um Zeitfenster einzuhalten.