3. Städtetourismus im Deutschlandtourismus

Veränderungen im Reiseverhalten
  • Häufige Kurz- und Erlebnisreisen.

  • Trend zu mehr Zweit- und Drittreisen.

  • Hohes verfügbares Einkommen.

  • Sozio-demographische Entwicklungen: Zunahme der 50 plus Generation.

  • Ausweitung und Ausdifferenzierung des Angebots;

    • attraktive Kultur-,

    • Event- und Unterhaltungsangebote,

    • Innovation in das Transportwesen

Formen des Städtetourismus

Nach Besuchsmotiven:
  • Übernachtungstourismus

    • Beruflich bedingt

      • Geschäfts- und Dienstreiseverkehr

      • Geschäftstourismus

      • Tages - und Kongresstourismus

      • Ausstellungs - und Messetourismus

      • Incentivetourismus

    • Privat bedingt

      • Städtebesuchs - und Städtereiseverkehr

      • Städtetourismus

      • Verwandten und Bekanntenbesuche

  • Tagestourismus

    • Beruflich bedingt

      • Tagesgeschäftsreiseverkehr

      • Tagungs- und Kongressbesuche

      • Ausstellungs - und Messebesuche

    • Privat bedingt

      • Tagesausflugsverkehr & Sightseeingtourismus

      • Einkaufsreiseverkehr & Shoppingtourismus

      • Abendbesuchsverkehr

Abgrenzung städtetouristischer Motive

  • Kulturorientierter Städtetourismus (primär)

    • Hauptmotiv: Stadterlebnis, Stadtbesichtigung, Kunst/Kultur.

    • Nebenmotive: Shopping, Kulinarik.

  • Städtetourismus mit anderen Motiven (sekundär)

    • Hauptmotiv: Berufliche Gründe, Shopping, Besuche von Verwandten/Bekannten, Essen/Trinken.

    • Nebenmotive: Stadterlebnis, Stadtbesichtigung.

Motive privater Städtereisen
  • Besuch von Sehenswürdigkeiten

  • Urbanes Flair

  • Kulinarik

  • Besuch von Parks, Zoos, Freizeitparks

  • Party / Events

  • Museen / Ausstellungen

  • Shopping

Veränderungen des Besucherverhaltens

  • Online-Informationen ermöglichen das Verlassen der „Tourist Bubble“ und erkunden Möglichkeiten „Off the Beaten Track“.

  • Suche nach authentischen Erlebnissen (Insider-Tipps).

  • Einfluss des Social Web auf Meinungsbildung und Erfahrungen.

  • Erweiterung der Übernachtungsmöglichkeiten durch Share Economy.

  • Gefahr des Overtourism.

  • Zielgruppen:

    • Städtetouristen, Traditioneller Reisende

    • Explorer, Drifter

    • Hybrid Reisende

    • Couchsurfing

    • Freunde/ Bekannte/ Verwandte

Blick auf die Zukunft
  • Prognose: ableiten aus der Vergangenheit (kurzfristig).

  • Trends: erkennbare Veränderungen (mittelfristig).

  • Szenarien: zukunftsoffen, vernetzt, qualitativ (langfristig).

Szenario-Entwicklung = vernetztes Denken, Denkwerkzeug
  1. Definition des Szenario-Feldes (Zukunft des Städtetourismus in Bayern 2040).

  2. Analyse des Szenario(um-)feldes (Wettbewerb, Stadtbesucher).

  3. Szenario-Prognostik (alternative Entwicklungen).

  4. Szenario-Bildung (plausible Szenarien).

  5. Szenario-Interpretation (Einschätzung, Konsequenz-Analyse).

Mögliche Szenarien für bayrische Städte
  • Boom kleiner Auszeiten, Tourismus als Treiber der Stadtentwicklung.

  • Integriertes Bleisure-Wachstum, bewusster Slowdown.

  • Strategie der Hotellerie, Gastronomie; Kultur und Events; Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung.

  • Mehr Verbindung von Geschäftlichem mit Freizeit

  • Bewusste, authentische Angebotsgestaltung

  • Menschliche Begegnungen im Vordergrund

Strategische Fragestellungen

  • Wie viel Veränderung ist notwendig?

  • Welche Entwicklungen werden erwartet?

  • Wie können unterschiedliche Akteursgruppen die Zukunft aktiv gestalten?