3.Kommunikation

Kommunikation: Monolog und Dialog

  • Kommunikation ist entscheidend in verschiedenen Situationen:

    • Mitarbeitergespräch

    • Teamsitzung

    • Meeting

    • Mitarbeiterversammlung

    • persönliches Gespräch

  • Wichtige Aspekte der Kommunikation:

    • Aktive Lösungsfindung und Prozessoptimierung

    • Kreativitäts- und Ideenförderung

    • Führung

  • Vorteile:

    • Optimale Wertschöpfung aus dem Wissen des Einzelnen zum Wohl aller.

    • Ideenpotenzierung: 1 + 1 = 3 durch Gespräche und Wertschätzung.

    • Stärkt Beziehungen, Loyalität, und fördert effektive Teams, kurze Reaktionszeiten und Dienstwege.

  • Nachteile:

    • Verantwortlichkeit für Führung, Diskussion, Entscheidungen.

    • Erfordert die Fähigkeit, sich selbst zu hinterfragen.

Ich- und Du-Botschaften

  • Negative Ich-Botschaft:

    • Beispiel: „Jetzt haben Sie schon wieder den gleichen Fehler gemacht!“

    • Wirkung:

      • Gegenüber fühlt sich angegriffen, geht in die Verteidigung.

  • Positive Umformulierung:

    • Beispiel: „Es ärgert mich, dass dieser Fehler erneut passiert ist. Bitte notieren Sie, wie es richtig sein muss.“

    • Wirkung:

      • Fördert gegenseitigen Respekt, angenehme Reaktion.

      • Kritisieren des Verhaltens, nicht der Person.

      • Konflikte entschärfen.

  • Vorgehensweise:

    • Klärung der eigenen Gefühle:

      • „Ich empfinde das …“

      • „Es ärgert mich …“

      • „Ich bin besorgt …“

    • Eindeutige und klare Appelle formulieren:

      • Ich möchte, dass …“

      • „Bitte sorge dafür, dass …“

    • Eindeutige und klare Fragen stellen:

      • „Hast du das so … gemeint?“

      • „Habe ich das richtig verstanden?“

Transaktionsanalyse (TA) von Eric Berne

  • Eric Berne:

    • Konzept über Kommunikationspsychologie entwickelt.

  • Drei Ich-Zustände:

    • Eltern-Ich

    • Erwachsenen-Ich

    • Kindheits-Ich

  • Ziel der Transaktionsanalyse:

    • Analyse der Kommunikation und Ergründung der Ich-Zustände.

    • Komplementär-Transaktionen (gesunde Beziehungen):

      • Erwachsene reden mit Erwachsenen.

      • Kinder bitten Eltern um Hilfe.

Komplementäre und Überkreuz-Transaktionen

  • Komplementär-Transaktionen:

    • Reaktion ist der Situation angemessen.

    • Beispiel: Ehemann fragt, wo die Frau gewesen ist; Antwort aus dem Erwachsenen-Ich: der Situation angemessen,logisch entspricht folgenden Innerungen → sachlich, informierend, feststellend, analysierend

  • Überkreuz-Transaktionen:

    • Vernichtung der Kommunikation durch Missverständnisse.

    • Beispiel: Eine sachliche Mitteilung wird als Kritik wahrgenommen.

  • Beispiel Reaktionen:

    • Ehemann im Erwachsenen-Ich: „Ich war noch mit Freunden unterwegs.“ (sachlich)

    • Ehemann im Eltern-Ich: „Warum fragst du so? Ich bin ja kein Kind mehr!“ (kritisch) kann aber auch eine fürsorgliche Antwort sein wie: „Du brauchst dir nicht immer Sorgen zu machen, mir passiert schon nichts“

    • Ehemann im Kindheits-Ich: „das geht dich nichts an!“ (rebellisch); „ich habe einfach nicht auf die Uhr geschaut!“ (natürlich); „ich werde das nächste mal besser darauf achten“ (angepasst)

Reaktion auf destruktive Äußerungen

  • Destruktive Äußerungen kommen oft aus dem kritisierenden Eltern-Ich oder rebellischen Kind-Ich.

  • Möglichkeit der Harmonie:

    • Antworten aus dem Erwachsenen-Ich, um das Gespräch konstruktiv fortzusetzen.

    • Sachbezogene Fragen und Feststellungen erlauben diesen Wechsel der Ebene, um auf komplementärer Art zu kommunizieren. (Analyse des Senders und einer durchdachten Reaktion)

Beispiele für Killerphrasen - aus dem Kind-Ich oder Eltern-Ich / Antwort aus dem Erwachsenen-Ich:

  • unter solchen Voraussetzungen brauchen wir erst garnicht weiter reden! → Was stört Sie den an diesen Voraussetzungen?

  • dafür habe ich jetzt keine Zeit! → Wann haben Sie Zeit für ein Gespräch?

  • Sie halten mich wohl für blöd! → So habe ich es nicht gemeint, lassen Sie es micht umformulieren!

  • das ist überhaupt nicht Ihre Aufgabe! → lassen Sie uns nochmal über die Aufgabenverteilung sprechen!

  • da kennen Sie die Fakten nicht! → dann erklären Sie mir die Fakten bitte, damit ich sie bearbeiten kann.

  • wozu ändern, klappt doch! → der bekannteste Weg muss nicht der Beste sein.

  • da möchte ich nicht in Ihrer Haut stecken! → danke für Ihr Mitgefühl, ich bin selbst gespannt wohin es führt.

  • das ist nicht der richtige Ort dafür! → wollen wir wo anderst hin gehen?

Kommunikationsregeln

  • Eine Kommunikation bleibt reibungslos solange die Transaktionen komplementär bleiben.

  • Regelverletzungen führen zu Kommunikationsstörungen, der Überkreuz-Transaktion (crossed transaction) meist zwischen: Ehen, Liebe, Freundschaft und Berufsleben.

  • Wichtig: Die Verantwortung für gesunde Kommunikation liegt in der aktiven Reflexion der eigenen Ebene und Ich-Zustände.I