Detailierte Notizen zu Strahlenschutz, Strahlung und relevante medizinische Konzepte
Strahlenschutz und Strahlung
- Erfinder: Wilhelm Conrad Röntgen
- Entdeckung: 8. November 1895 in Würzburg
- Röntgenstrahlen: Eine Form elektromagnetischer Strahlung, hoch energetisch und mit kurzer Wellenlänge, die viele Materialien durchdringen kann.
- Position im elektromagnetischen Spektrum: Zwischen UV-Strahlen und Gammastrahlung.
AAA-Regel (Abstand, Aufenthaltsdauer, Abschirmung)
- Abstand halten:
- Abstandsquadratgesetz: doppelter Abstand = 1/4 der Dosis.
- Kürzerer Abstand führt zu höherer Dosis und Risiko.
- Aufenthaltsdauer beschränken:
- Dosis steigt linear mit der Aufenthaltsdauer.
- Doppelte Dauer = doppelte Dosis.
- Abschirmung verwenden:
- Dickere Materie bietet besseren Schutz.
Arten des Strahlenschutzes
- Organischer Strahlenschutz
- Baulicher Strahlenschutz
- Apparativer Strahlenschutz
- Verfahren:
- Röntgendosimeter, Schutzkleidung, räumliche Abgrenzung.
- Messung der Abschirmung für Grenzwerte.
- Brandschutz und Fluchtwege beachten.
- Gehäusebauart (Schutzschalter, Warnsignale, mobile Wände).
Postexpositionsprophylaxe (PEP)
- Definition: Vorbeugende Maßnahmen nach Kontakt mit Krankheitserregern, um Krankheit zu verhindern.
- Schritte der PEP:
- Wunde reinigen/desinfizieren
- Blutung anregen
- Wunde abdecken
- Impfstatus prüfen
- Arzt informieren
- Überwachung, ggf. Krankenhausbesuch
- Nachsorgeschema anwenden.
Aufbau von Atomen
- Komponenten:
- Atomkern = Protonen (positiv) und Neutronen (neutral).
- Atomhülle = Elektronen (negativ) → Atom ist elektrisch neutral.
- Kernarten:
- Nuklide: Konstant Protonenzahl, variierende Neutronenzahl.
- Isotope: Gleich Protonenzahl, unterschiedliche Massenzahl.
Natürliche Strahlenexposition
- Kosmische Strahlen:
- Höhenabhängige Dosisbeiträge.
- Terrestrische Strahlen:
- Entstehung durch Bodenaktivitäten, insbesondere granitische Regionen.
- Natürliche radioaktive Stoffe:
- Aushalten durch Nahrungsaufnahme, Wasser, Inhalation und Wunden.
Strahlenarten
- Ionisierende Strahlung:
- Röntgen- und Gammastrahlung, Teilchenstrahlung (Alpha, Beta).
- Nicht-ionisierende Strahlung:
- Optische Strahlung (sichtbares Licht, UV, Mikrowellen).
Röntgenstrahlung
- Entstehung: Bei Abbremsen schneller Elektronen an der Anode einer Röntgenröhre.
- Reichweite: Theoretisch unendlich, schwächbar durch dichte Materialien (z.B. Blei).
- Absorption: Vorzugsweise in Knochen, gefolgt von Haut und anderem Gewebe.
Dosimeter
- Messungen der Dosis bei ionisierender Strahlung:
- Erfassung der Äquivalentdosis unter der Röntgenschürze, monatliche Auswertung.
- Ziel: Schutz der Menschen und der Umwelt.
Anatomie der Atome und Strahlenabsorption
- Eigenschaften: Unterschiedliche Absorption abhängig von Dichte. Blei absorbiert stark, Luft schwach.
- Ionisierungsprozess: Entfernen von Elektronen aus Atomen.
Strahlenschäden
- Deterministische Schäden: Sichtbare, sofort eintretende Schäden: Erytheme, Haarausfall, Erbrechen, Organversagen.
- Stochastische Schäden: Keine Schwelle, Wahrscheinlichkeit steigt mit Dosis. Besondere Sensibilität in sich teilenden Geweben.
Kontrastmittel in der Diagnostik
- Verwendung: Verbesserung der Darstellung von Organen und Strukturen bei bildgebenden Verfahren.
- Arten: Positives (Erhöhung Röntgendichte) und negatives Kontrastmittel (Verringerung Röntgendichte).
- Vorbereitung: 24h Fasten vor Untersuchung des Darms, ggf. weitere Vorbereitungen je nach Untersuchung im Vorfeld.
Impfung und Immunantwort
- Aktive Immunisierung: Körper bildet Antikörper nach Injektion von abgeschwächten/abgetöteten Antigenen.
- Passive Immunisierung: Sofortige Gabe von Antikörpern.
- Immunantwort: Gedächtniszellen helfen bei Erkennung von Erregern bei erneutem Kontakt.
Narkose und Anästhesie
- Vorbereitung des Patienten: Anamnese, Überwachung der Vitalzeichen, präanästhetische Untersuchung.
- Medikamentenauswahl: Hängt vom Eingriff, Gesundheit des Tieres ab.
- Überwachung während der Narkose: Atemfrequenz, Puls, Blutdruck, Rückfüllen kontrollieren.
- Wiederaufwachphase: Überwachung auf Komplikationen, Temperatur regulieren, Kontrolle der Atmung.