3 Wahrnehmung
Der Prozess der Wahrnehmung:
Definition: Wahrnehmung ist der Prozess, durch den Sinnesorgane Informationen aus der Umwelt aufnehmen und diese im Gehirn verarbeiten, um ein Verständnis der Umgebung zu entwickeln.
Ablauf:
Rezeption: Sinnesorgane empfangen Reize aus der Umwelt.
Verarbeitung: Informationen werden im zentralen Nervensystem analysiert und interpretiert.
Integration: Die verarbeiteten Informationen werden miteinander verbunden, um ein kohärentes Bild der Umwelt zu erstellen.
Reaktion: Aufgrund der integrierten Informationen erfolgt eine angemessene Reaktion des Individuums auf die Umwelt, sei es durch Handlungen oder emotionalen Ausdruck.

Paradigma: Kommt aus dem Griechischen bedeutet Beispiel, Muster oder Annahme
Paradigmawechsel: ersetzt alte Denkmodelle durch Neue aufgrund neuer Informationen
Synästhesie und seine Formen:
Verbindung von verschiedenen Sinnen, wahnahfter Wahrnehmungszustand durch einen anderen Reiz. nur für Synästhetiker sinnmachendes Zusammenspiel. Ursachen sind in der Genetik und im Zufall.
Formen:
Graphem-Farb-Synästhesie: Buchstaben und/oder Zahlen sind untrennbar mit einem Farbeindruck verbunden
Farbiges Höhren:Geräusche und/oder Musik werwden gleichzeitig in Farbe und/oder Formen wahrgenommen
Sequenz-Raum-Synästhesie: Zeiteinheiten wie z.B. Wochentage, Monate, das Jahr oder auch Ziffern besitzen eine bestimmte räumliche Anordnung bzw. Position vor dem Auge
Ordinak Linguistic Personification (OLP): Grapheme werden nicht nur mit Farbe und Form, sondern auch mit einem Geschlecht Charaktereigenschaften und ggf. Emotionen belegt.
Definition der Psychophysik:
Welche Reize können wir wahrnehmen? Wie stark muss ein Reiz sein um wahrgenommen zu werden? = Fragen der Psychophysik
Beschreibt die Beziehung zwischen dem physikelischen Reiz und der dadurch ausgelösten empfindung
Webersche Gesetz:
Nach dem Weberschen Gesetz ist der Unterschiedswert, der benötigt wird, um einen Unterschied zwischen zwei Reizen zu bemerken, proportional zur Intensität des ursprünglichen Reizes. Dies bedeutet, dass je stärker der Reiz, desto größer der Unterschied sein muss, um wahrgenommen zu werden.
wichtige Begriffe:
Reizschwelle → die minimale Intensität eines Reizes, die benötigt wird, um eine Wahrnehmungsreaktion hervorzurufen.
Unterschiedsschwelle → der kleinste Unterschied zwischen zwei Reizen, der notwendig ist, um eine Änderung in der Wahrnehmung zu erkennen.
Adaptionsniveau → subjektiver Maßstab , der als Referenzpunkt für die Bewertung eines Reizes dient und die Wahrnehmung beeinflusst.
Sensorische Adaption → die Verringerung der Empfindlichkeit gegenüber einem konstanten Reiz über die Zeit, wodurch die Wahrnehmung von Veränderungen im Reizumfeld erleichtert wird. z.B. Gestank im Bus
Die 5 Sinne mit ihren Fachbegriffen:
Sehen (Visuelle Wahrnehmung) - Fähigkeit, Lichtreize wahrzunehmen und zu interpretieren.
Hören (Auditive Wahrnehmung) - Wahrnehmung von Schallwellen und deren Bedeutung.
Fühlen (Taktile Wahrnehmung) - Erfassung von Berührungsreizen und Temperatur.
Riechen (Olfaktorische Wahrnehmung) - Wahrnehmung von Duftstoffen und deren Auswirkungen auf emotionale Zustände.
Schmecken (Gustatorische Wahrnehmung) - Fähigkeit, verschiedene Geschmäcker durch Rezeptoren auf der Zunge zu differenzieren.
nicht sensorische Einflüsse auf die Wahrnehmung:
individuelle Faktoren: Augenblicklicher emotionaler Zustand, Erfahrung, Einstellung und Wertehaltung
Selektive Aufmerksamkeit: Die gezielte Fokussierung auf bestimmte Reize, während andere bevorzugt ignoriert werden, was die Wahrnehmung von Informationen beeinflussen kann.